Mit Gott erlebt von Judith R.

Als ich gebeten wurde, ein persönliches Zeugnis zu dem Thema „Mit Gott erlebt“ abzugeben, wusste ich vorerst nicht, was ich schreiben sollte.

Nicht, dass ich Gott noch nicht oft selbst erlebt hätte.
Ich habe schon soviel mit Gott erleben dürfen und ich bin ihm für jedes Erlebnis dankbar.
Doch viele Erfahrungen sind zu persönlich, als dass ich sie hier anführen könnte oder möchte.

Er hat schon so viele meiner Gebete erhört, dass ich es selbst kaum glauben kann – und noch dazu auf eine Art und Weise, die mich immer wieder überrascht.
Er hat mein Gebet erhört und mir zurückgegeben, was ich längst verloren glaubte.
Er stand mir bei, wenn ich traurig war oder nicht mehr weiter wusste.
Wenn mich der Mut verlassen hatte, zauberte er mir ein Lächeln auf die Lippen.
Er hat mich zur richtigen Zeit erinnert, den Helm aufzusetzen, als ich drauf und dran war, ohne ihn auf dem Moped davon zu düsen.
Nur allzu oft geschah es, dass mir eine Wendung in meinem Leben nicht passte, mir Angst machte und mich völlig deprimierte. Und im Nachhinein durfte ich dann erkennen, dass es das Beste war, was mir passieren konnte, dass Gott die ganze Zeit alles im Griff gehabt hatte.
Er half mir, wieder Leben zu können, ohne sich jeden Tag zu fragen, wann es endlich vorbei ist.
Er schickte mir kleine Geschenke des Alltags – Geschenke, bei denen nur er wissen konnte, wie viel sie mir bedeuten würden.
Er sorgte dafür, dass ich Sachen bekam, von denen ich nicht wusste, für was ich sie brauchen konnte – und kurze Zeit später kam ich darauf, wie dringend ich sie benötigte.
Und ich bin mir sicher, dass er noch viel mehr für mich getan hat, nur habe ich es nicht bemerkt.

In einer Krise vor ungefähr zwei Jahren, schrieb ich ein Gedicht:

Vertrauen

Ach , Herr.

Schau mich an.
Schau mir in die Augen.
Siehst du den Schmerz?
Horch mir zu.
Horch in mein Herz.
Hörst du es seufzen?
Meine Lippen sind nicht fähig
es auszusprechen.
Zu viel
was ich sagen müsste.

Wie gut
dass du es auch so weißt.

Du siehst den Schmerz in meinen Augen.
Du hörst das Seufzen meines Herzens.
Doch nicht nur das.
Du siehst mich in der Zukunft,
meine Augen strahlen,
mein Herz lacht!

Endlich erkenne ich:
Der  Schmerz war der Weg,
die Freude das Ziel.

Da schleicht sich ein Schmunzeln auf deine Lippen
denn –
du hast es schon vorher gewusst.

 

Weißt du, Gott hält uns nicht vor, was er alles für uns getan hat. Nein, er freut sich einfach daran. Aber vielleicht würde es gar nicht schaden, sich selbst einmal zu fragen: „Gott hat schon so viel für mich getan – was habe ich jemals für Gott getan?“
Vielleicht fragst du dich jetzt, „Was kann ich schon für Gott tun?“
Ja. stimmt. Was können wir Menschen dem allmächtigen Gott schon geben, was können wir ihm schenken, wenn ihm doch alles gehört?
Eigentlich könnte er sich doch einfach alles nehmen, was er will!

Aber er möchte, dass wir uns selbst, aus einer freien Entscheidung heraus, ihm zuwenden. Und weißt du was? Es gibt etwas, das du ihm schenken kannst! Etwas, das er sich mehr wünscht als alles andere.

Schenke ihm dein Herz, übergib ihm dein Leben.
Und glaub mir, du wirst es nicht bereuen.

Ich spreche aus Erfahrung Wink

Judith, stolze Tochter des besten Papas der Welt