In guter Gesellschaft

Zweifel mögen uns in unserem Leben als unüberwindbar und bedrohlich vorkommen. Aber bei Gott sind Zweifel kein Problem. Er ist mittendrin und hilft uns daran zu wachsen. Wenn dich das nächste Mal Zweifel überkommen, sieh dir Personen in der Bibel an, die auch zweifelten, und schau, wie Gott ihnen begegnet.

Der Verzweifelte: Johannes der Täufer

Sabine Ullmann/pixelio.de

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Johannes hatte viel mit Jesus erlebt und blieb seiner Berufung treu, die er schon seit seiner Geburt hatte. Dafür nahm er alle möglichen Entbehrungen in Kauf. Er lebte in der Wüste, ernährte sich von Heuschrecken und landete schließlich im Gefängnis, wegen seiner entschiedenen Art keine Kompromisse einzugehen. In dieser schwierigen Situation überkamen Johannes Zweifel, ob sich sein ganzer Einsatz gelohnt hatte. War Jesus es wert, alles für ihn aufzugeben? Er ließ Jesus fragen: “Bist du der Retter, der kommen soll, oder müssen wir auf einen anderen warten?“ (Lukas 7,20) Und wie reagierte Jesus darauf? Er nahm seine Fragen ernst und schickte einen Boten zu Johannes ins Gefängnis, der ihm bestätigte, dass Jesus der verheißene Messias sei. Johannes brauchte eine erneute Bestätigung seines Glaubens und Jesus kam ihm entgegen.

Die Ungläubige: Sara

Sara und Abraham hatten von Gott die feste Zusage erhalten einen Nachkommen zu bekommen. Alles sprach dagegen, dass sie in ihrem hohen Alter noch Mutter werden könnte. Sara zweifelte an der Aussage Gottes. Der Herr fragte Abraham: „Warum lacht Sara? Warum zweifelt sie an meinen Worten, dass sie noch ein Kind bekommen wird?“ (1. Mose 18,13) Doch Gott zeigte, dass er über alle Zweifel erhaben ist und schenkte den beiden einen Sohn. Es dauerte eine lange Zeit, aber Gott zeigte Sara, dass er zu seinem Wort steht. Wie muss Sara sich gefühlt haben? Bestimmt war sie beschämt weil sie Gott so wenig vertraute. Gott tadelte Sara nicht für ihre Zweifel, er griff ein und überraschte sie einfach.

Der Kleingläubige: Petrus

RebeccaPhillips/stockxchng

RebeccaPhillips/stockxchng

Petrus wollte alles richtig machen – und doch geriet er immer wieder in Situationen, in denen sein Kleinglaube deutlich und beschämend zu Tage trat. Zum Beispiel eines Tages am See Genezareth. Vom Boot aus sahen die Jünger Jesus auf dem Wasser gehen. Sie bekamen Angst, bis sie seine Stimme hörten: „Seid getrost, ich bin’s; fürchtet euch nicht!“ Aber Petrus wollte mehr: Er wollte auf dem Wasser gehen. Erst funktionierte es, dann erschrak Petrus und drohte in den Wellen zu versinken. „Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?“ (Matthäus 14,31) Petrus hätte es besser wissen müssen, aber seine Zweifel brachten ihn ins Schleudern. Jesus erweist sich als vertrauenswürdig. Wenn unser Glaube nicht ausreicht, dann hilft er uns trotzdem
wieder auf.

 

Jens Kehlen

kennt Gott persönlich, seit er 17 Jahre
alt ist. Nun sehnt er sich danach, dass auch seine
Freunde Jesus finden.

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