Gott ist… Hirte

Bestimmt fällt dir sofort der bekannte Psalm 23 ein, der mit den Worten beginnt: „Der Herr ist mein Hirte…“. Der Psalm beschreibt wunderschön, wie Gott für uns sorgt.

©Albrecht E.-Arnold/Pixelio.de

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König David, der dieses Lied gedichtet hat, war früher ein Schafhirte gewesen, zur Zeit des Alten Testaments ein ehrenhafter Beruf. Mose und Aaron, Josefs Brüder und Abel, der Sohn Adams waren Schafhirten. Für uns heute ist dies ein nicht mehr so geläufiges Bild, da wir ganz anders leben und nicht täglich mit Schafen und Hirten zutun haben.

Deshalb ist es gut und wichtig, sich einmal näher mit dem „Hirten“ zu befassen, gerade wenn Gott sich uns als solcher vorstellt.

Z. B. in Jesaja 40,11: „Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte: Die Lämmer wird er im Arm tragen und sie auf seinem Schoß halten, die Mutterschafe wird er freundlich leiten.“

Der Hirte ist Tag und Nacht für seine Schafe da

Er verbringt die meiste Zeit bei seiner Herde. Den Hirten zeichnet die Nähe zu seinen Schafen aus. Tag und Nacht ist er für seine Schafe da, bei gutem und bei schlechtem Wetter. Er kennt auch keine Feiertage. Er bleibt zum Teil sogar nachts auf der Weide. Oder er legt sich vor den Eingang des Pferchs und wird so selbst die Tür. Um mit den Schafen mitziehen zu können, hat der Hirte keinen festen Wohnsitz.

Die Schafe brauchen den Hirten. Wenn sie eine gute halbe Stunde auf dem Feld das Gras gefressen haben, muss die Herde mit ca. 500 Tieren weiterziehen, weil sie sonst den Boden praktisch vollständig zerstören. Der Hirte führt sie zu neuem Weideland und beschützt sie vor wilden Tieren. Der Hirtenstab, manchmal eine Schleuder und der Hund helfen ihm dabei.

Der Hirte lebt in Treue und Fürsorge ganz für die Schafe, die ihm anvertraut sind.

©Bev Lloyd-Roberts/Stock.xchng

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So ist es auch mit unserem großen Hirten. Tag und Nacht ist Gott für uns tätig. Ruhe gibt es für ihn nicht. Bei jedem Wetter – nennen wir es die Umstände, in denen wir uns befinden – ist ER bei uns. Geht es uns gut, wacht Er über uns, damit es zu unserem Guten ist. Sind wir äußerlich bedrängt, nimmt Er sich als Hirte unser an, damit wir tragen können. Geht es uns innerlich nicht gut, kümmert ER sich um uns, damit wir wieder zu Kräften kommen.

Der Hirte sieht, wenn Schafe krank sind und nichts mehr essen.

Der Hirte merkt, wenn ein Schaf nicht gesund ist, wenn es nicht mehr richtig Gras frisst. Es ist dann lustlos und steht träge auf der Wiese herum, statt mit den anderen Schafen umherzulaufen.

Vielleicht merken wir es manchmal gar nicht richtig, aber unser Hirte sieht es sofort, wenn wir aufhören „zu fressen“. Unsere geistliche Nahrung ist das Wort Gottes. Und ganz schnell werden wir krank und „verzichten“ auf geistliche Nahrung, wenn wir andere Interessen in unserem Kopf oder unserem Herzen haben.

Schnell werden wir Christen, die sich gar nicht mehr richtig über Jesus freuen. Wann hast du dich das letzte Mal über das gefreut, was Jesus für dich am Kreuz getan hat?

Wir treffen uns nicht mehr mit den anderen Schafen… Aber unser Hirte sieht das und kümmert sich um uns, damit wir wieder neue Freude bekommen und wieder aufnahmefähig für Sein Wort werden.

Sag es Jesus, wenn dir die Freude an Ihm fehlt und das Bibellesen zäh ist. Bitte Ihn um neue Freude und neue Sehnsucht nach Seinem Wort. Strecke dich nach Ihm aus.

Der Hirte ist Anziehungspunkt für die Schafe

©Rosel Eckstein/pixelio.de

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Wenn der Hirte weiterzieht, um die Abendraststätte aufzusuchen, dann hört das ziellose Treiben der Schafe auf und die ganze Herde macht sich dorthin auf, wo der Hirte hin geht. Sicher, er benutzt auch die Hunde und manchmal seinen Stock. Aber der Drang der Tiere ist eindeutig.

So ist es auch mit denen, die fest auf Gott, ihren Hirten, vertrauen. Wenn er sich weiter bewegt, dann auch sie. Manchmal muss er den „Hund“ oder seinen Stock benutzen, um uns in die richtige Richtung zu lenken. Manchmal wirft er auch „ein bisschen Erde“ an eine Stelle, damit wir uns vor dieser hüten. Aber ein echtes Schaf, kennt die Stimme seines Hirten und läuft zu ihm, wenn er deutlich macht, dass es weiter gehen soll.

Im Neuen Testament stellt sich Jesus in Johannes 10 als der gute Hirte vor: „Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte opfert sein Leben für die Schafe.“ (Vers 11)

Abschließend einige zusammenfassende Gedanken:

–         Jesus, der gute Hirte, möchte eine enge Beziehung zwischen sich und seinen Nachfolgern.

–         Bei ihm sind wir vollkommen geborgen.

–         Er leitet und führt uns.

–         Jesus ist IMMER da.

–         Gott ist in ständiger Sorge um uns und opfert sich in Liebe für uns auf.

 

Psalm 23 zum Anhören und Ansehen