JESUS – Endstation Sehnsucht

twinlili/pixelio.de

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Während ich diese Zeilen schreibe habe ich so richtig fett Sehnsucht. Wonach? Nach meiner Frau. Ja wirklich! Und das nach 28 Jahren Ehe. Ganz schön krass, oder? Aber morgen um diese Zeit wird die Sehnsucht gestillt. Denn ich werde nach drei Wochen meine Frau wieder in die Arme schließen. Ein cooler Gedanke. Aber natürlich nur für mich. Dir wird das völlig egal sein. Denn du kennst weder mich noch meine Frau. Aber Sehnsucht? Kennt jeder!

Wonach sehnst du dich gerade?

—- (30 Sekunden nachdenken …) —-

Fertig? Und? Was ist dir eingefallen? Eine Beziehung? Urlaub am Meer? Frieden in der Familie? Einen Ausbildungsplatz? Die Rückkehr deiner Freundin? …. Ja – das sind gute Sehnsüchte. Ich wünsche dir von Herzen, dass wenigstens einige davon in Erfüllung gehen. Aber es gibt noch viel tiefere Sehnsüchte.

Ich habe in vielen Gesprächen mit jungen und alten Menschen immer wieder gesehen, wie sehr sich jeder Mensch nach Zugehörigkeit, Liebe, Annahme und Glück sehnt. Nach etwas, was dauerhaft zufrieden macht. Die Toten Hosen haben das sehr treffend formuliert in ihrem Lied „Warum werde ich nicht satt?“. Dort heißt es: Ich bin dankbar für mein Leben, hab vieles mitgenommen. Aus allen Abenteuern immer heil herausgekommen. Jede Menge Partys und Drogen sowieso. Und auch mit den Frauen war meistens etwas los. Ich habe wirklich tolle Freunde, man kümmert sich sehr nett. Und auf dem Friedhof ist der beste Platz reserviert für mich. Warum werde ich nicht satt?

Nazariy-Kryvosheyev/pixelio.de

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Warum werden wir nicht satt?

Seit über 20 Jahren leite ich eine Wohngemeinschaft für drogenabhängige oder straffällig gewordene junge Männer. Die Jungs dort haben mir immer wieder genau das bestätigt, was die Hosen ins Mikro brüllen: „Unsere Seele ist nie satt geworden“. Der schnelle Kick in der Droge, im Sex, im Zocken – letztendlich hat es nicht erfüllt. Und ich erinnere mich an völlig bürgerliche Menschen. Dicke Karre in der Garage, fettes Haus, Vorzeigefrau und ein dickes Bankkonto. Aber wenn es still wird und keiner zuhört, sagen sie: Nein – satt macht das nicht. Es ist manchmal cool so zu leben. Aber oft auch nicht. Denn die Seele ist immer noch leer. Warum werden wir nicht satt?

Wir tauschen: Gott gegen X

Ein Blick auf die ersten Seiten der Bibel – das Buch unseres Schöpfers – gibt eine einfache Antwort. Als Gott den Menschen schuf, setzte er ihn in eine wunderbare Beziehung zu sich – zu einem Partner an seiner Seite. Genau so war es „sehr gut“. Mit dem Sündenfall ging alles in die Brüche. Die Beziehung zu Gott zerbrach. Es entstanden belastete Beziehungen unter den Menschen. Es folgten so viele weitere Brüche. Vertrauensbruch. Ehebruch. Wortbruch. Was blieb? Die Sehnsucht nach dem, was einmal war. Die Sehnsucht nach bedingungsloser Liebe, Annahme und Frieden. Gottes Platz an der Seite des Menschen – der war und ist jetzt frei. Was soll an seine Stelle treten? Was ist vergleichbar mit dem, was Gott einmal für uns Menschen war? Die Suche begann. Vermeintlich gute Sehnsuchtsstiller haben Gottes Platz eingenommen. Der schnelle Kick auf Drogen, beim Sex oder im Internet. Alles keine Lösung! Also einfach aufhören mit den Drogen? Klingt einfach – war‘s aber nicht. In der Suchthilfe weiß man schon lange, dass es nicht genügt, zu sagen: Hör das saufen oder Kiffen auf. Ändere dich! Die Ursachen liegen viel tiefer. Sucht kommt nicht von Drogen, sondern von betäubten Träumen, verdrängten Sehnsüchten, verschluckten Tränen, erfrorenen Gefühlen. Das ist total wichtig zu checken! Denn wer das kapiert hat, weiß auch, was sich ändern muss. Nicht nur das Verhalten! Sondern nur eins: Back to the roots.

Klaus-Uwe-Pacyna/pixelio.de

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Gott sagt: Jesus = X

Zurück zum Anfang. Zurück zu Gott. In Jesus ist das möglich. Er starb am Kreuz für unsere Brüche und wird für den, der glaubt zum Retter und Heiland. Zu dem, der heil macht, was kaputt gegangen ist. Er ist kein billiger Seelentröster wie der hochprozentige Stoff aus dem Aldi für 3,99 €. Jesus ist das Wasser des Lebens, welches den Durst nach Leben stillt und die Seele satt macht. Nicht für ein paar Stunden, sondern für die Ewigkeit. Jesus stillt alle unsere Sehnsüchte. Klingt fromm. Ist auch fromm. Und zu 100 Prozent wahr!

Sind damit alle anderen Sehnsüchte – die nach Beziehung, Freizeit, Urlaub, Spaß unwichtig? Nein. Das wäre falsch. Diese Dinge sind wichtig und gehören zu einem erfüllten Leben. Aber sie bekommen eine andere Priorität. Wer Jesus kennt, muss nicht nach dem letzten Kick suchen, weiß, dass jede Beziehung ihre Grenzen hat und kein noch so guter Freund alles Glück dieser Welt bereithält. Wer Jesus kennt, kann lernen, im Vertrauen auf ihn auch mit unerfüllten menschlichen Sehnsüchten zu leben. Geduld zu haben. Denn er weiß: Gott hat mich lieb und will das Beste für mich.

Deine Endstation

Was kannst du tun? Rede mit Freunden über deine Träume, Sorgen, Probleme und Sehnsüchte. Freundschaftspflege hilft gegen das Abgleiten in Süchte! Lebe eine ehrliche Beziehung mit Jesus. Auch mit ihm kannst du über das reden, was dich bewegt. Beten – reden zu Gott – das geht alleine oder zusammen. Jesus hat versprochen, dass er dich kennt, sieht, lieb hat und bei dir ist. Das darfst du glauben. Daran kannst du dich festhalten. Immer! Gott segne dich.

 

Martin Homberg

Hilft dabei die Sehnsucht von kaputten Menschen auf Jesus zu richten.

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