Es war einmal…

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Leere, Dunkelheit und plötzlich eine Erde, ein Himmel, Sonne, Mond, Wasser, Pflanzen und Tiere. Ach, ich habe den ersten Menschen und seine Gefährtin ganz vergessen. Das alles in sechs Tagen, unheimlich gewaltig! Ziemlich unwahrscheinlich, nicht?

Zugegeben, auch den überzeugtesten Christen lässt die Beschreibung der Schöpfung in der Bibel ein wenig nachdenken. Deshalb versuchen die Menschen, weil wir ja von Natur aus ziemlich neugierig sind, zu verstehen, wie das Universum entstanden ist. Und da die Evolutionstheorie nun Antworten liefert, die unserem hoch entwickelten Hirn logisch erscheinen, ist die Lösung ja gefunden. Oder etwa nicht?

Auf den ersten Blick erscheint das Problem ziemlich einfach. Auf der einen Seite steht die «Wissenschaft» und ihre Evolutionstheorie, auf der anderen Seite der Glaube mit seiner Schöpfungstheorie. Welches sind die Unterschiede zwischen den beiden Ansätzen?

Die Wissenschaft wird wohl versuchen Phänomene, physische Gesetze, die Prinzipien, denen wir unterworfen sind, zu beschreiben. Sie wird das Wie unserer Existenz beschreiben. Aber nie wird sie unseren Durst nach Lebenssinn, Hoffnung stillen können. Der Glaube hingegen vertieft sich in die existentiellen Fragen, die den Sinn unseres Lebens auf dieser Erde, die Existenz eines Gottes, unsere Beziehung zu ihm betreffen. Er spricht vom Warum unserer Existenz.

Die Grenzen der Wissenschaft.

©Werner Braun/Stock.xchng

Warum hat aus dem Nichts heraus plötzlich etwas existiert? Warum ist das Universum entstanden? Die Wissenschaft und alle ihre Gesetze sind unfähig zu erklären, wie ein «Etwas» entstanden ist aus dem «Nichts». Auch das kleinste Atom konnte nie künstlich nachgebaut werden.

Doch man hat herausgefunden, dass die Kräfte und Gesetzmäßigkeiten, die im Universum wirken, genau im Gleichgewicht sind: Wenn man nämlich die Kräfte, die in den Atomen herrschen, um 1% erhöhen würde, gäbe es den Wasserstoff, das kleinste Atom nicht mehr. Die Bildung von Wasser wäre nicht mehr möglich, es gäbe keine DNA und deshalb auch kein Leben mehr. Würde man die Kräfte um 1% senken, käme die Kernfusion zum Stillstand, der Prozess, der jeden Stern zum Leuchten bringt. Es gäbe so keine Sterne, keine Sonne und darum kein Leben mehr.

Der Astrophysiker Trinh Xusan Thuan hat daraus den Schluss gezogen: «Um die wunderbare Genauigkeit dieses Geichgewichts zu erklären, muss man die Existenz eines schöpferischen und organisierenden Prinzips voraussetzen.» Dass das Universum durch Zufall entstanden ist, sei etwa so unwahrscheinlich, wie wenn ein Bogenschütze mit einem Pfeil eine 1x1cm grosse Zielscheibe am Ende des Universums treffen würde. Ebenso gut könnte man sagen, dass diese Chance gleich null ist. Er wird ergänzt durch Francis Crick, einem Nobelpreisträger für Biologie, der sagt: «Der Ursprung des Lebens scheint ein Wunder zu sein, da so viele Bedingungen erfüllt sein müssen, um Leben zu ermöglichen.» Hier erkennen wir die Grenzen der Wissenschaft. Der folgende Teil ist nicht wissenschaftlich, es geht um den Glauben. Die Bibel sagt uns (Hebräer 11,3): «Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, so dass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist.»

Und der Glaube…

©Ilker/Stock.xchng

Ich wäre wirklich unfähig, dir zu beweisen, dass Gott existiert. Dir zu beweisen, dass er der Schöpfer der Erde und all ihrer Herrlichkeiten ist. Ich wäre ebenso unfähig, dir die Existenz des Windes zu beweisen. Ich habe ihn nie gesehen, ich habe nur die Möglichkeit, seine Wirkung zu beobachten.

Ich habe mich entschieden, den Bericht über die Schöpfung, wie er in der Bibel beschrieben ist, zu glauben. Ich habe keine Beweise, die aufzeigen, dass meine Überzeugung richtig ist, aber ich konnte ihre Auswirkungen in meinem Leben beobachten. Ich weiß, dass mein Leben so einen Sinn hat.

Die Entscheidung liegt bei dir. Ohne Zweifel ist auch für dich der Moment gekommen, deinen Standpunkt zu wählen. Auch wenn du von der Existenz eines Schöpfergottes nicht völlig überzeugt bist, lade ich dich ein, mit ihm zu sprechen. Ganz einfach, indem du ihm deine Zweifel mitteilst und ihn bittest, dich von seiner Existenz zu überzeugen. Er hat versprochen, dir zu antworten!

 

Laetitia Steiner
Auch wenn sie vor einigen «wunderbaren» Geschöpfen Gottes (Spinnen usw.) große Angst hat, ist sie glücklich zu wissen, dass auch diese nicht aus Versehen auf der Erde sind …

aus: „Friends for ever„, Ausgabe 01/2006, Mit freundlicher Genehmigung.

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