Ein Gott, der Wunder tut

Wunder … „Wunder sind Hokuspokus, so was ist gefährlich! Das ist vom Teufel!“ oder „Wenn du keine Wunder erlebst, dann stimmt etwas nicht!“ Hast du so was auch schon gehört???

Tut Gott Wunder?

Margot-Kessler / pixelio.de

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«Gepriesen sei Gott, der HERR, der Gott Israels. Er tut Wunder, er allein!» (Psalm 72.18) Gott ist allmächtig! Für ihn ist nichts unmöglich! Er hat sein Volk trocken durchs rote Meer geführt und 40 Jahre in der Wüste versorgt. Er hat den kleinen Hirten David gegen den gigantischen Kriegshelden Goliath mit einer Steinschleuder zum Sieg geführt. Er hat die Witwe von Zarpat mit Mehl und Öl versorgt, ohne dass es ausging. Er hat 5000 Männer und ihre Familien mit fünf Broten und zwei Fischen ernährt. Er tut Wunder, er allein! Auch heute noch!!!

Zielorientiert!

Weißt du überhaupt, wann die meisten Wunder in der Bibel geschahen? Viele geschahen nämlich zurzeit Jesu und beim Beginn der Gemeinde. Aber warum? Sie waren dazu da, das Wirken von Gott zu bestätigen. Die Wunder hatten und haben immer ein Ziel. Je mehr aber vom neuen Testament geschrieben wurde, desto weniger Wunder kamen vor. Denn Gott möchte, dass wir uns auf ihn und auf sein Wort verlassen und nicht auf seine Wunder. «Doch es bleibt dabei: Der Glaube kommt aus dem Hören der Botschaft; und diese gründet sich auf das, was Christus gesagt hat.» (Römer 10.17)

Gott hat seinen eigenen Willen.

Ein junger Mann fiel aus dem Fenster und starb dabei, weil Paulus so lange gepredigt hatte. Da hob Paulus den toten Burschen auf und er lebte wieder. (Apostelgeschichte 20.7-12) Trotzdem gelang es ihm nicht, seinen Freund Trophimus zu heilen. Und er musste ihn krank zurücklassen. (2.Timotheus 4.20) Auch Jesus hat nicht alle Menschen geheilt. (Johannes 5.1-16) Also liegt es schließlich an Gottes Willen und nicht am Menschen. Gott hat alles im Griff! Er weiß, warum er Leute heilt und andere nicht. «Das eine aber wissen wir: Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, zum Guten.» (Römer 8.28)

Fehlendes Vertrauen.

Jörg-Kleinschmidt / pixelio.de

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Ein aufgebrachter Mann kommt zu Jesus und bittet ihn, seinen Sohn von einem Dämon zu befreien. Die Jünger haben es bereits versucht, sind aber kläglich gescheitert. Also treibt Jesus den Dämon aus und heilt den Jungen. Da wollen seine Jünger sofort wissen, warum es ihnen denn nicht gelang. Jesus antwortet: «Weil ihr nicht wirklich glaubt. Wenn euer Glaube nur so groß wäre wie ein Senfkorn, könntet ihr zu diesem Berg sagen: «Rücke von hier dorthin!» und es würde geschehen. Nichts wäre euch unmöglich!» (Matthäus 17.14-21) Obwohl es von Gottes Willen abhängt, ob ein Wunder geschieht oder nicht, kann auch bei uns selbst das Problem liegen. Es ist also möglich, dass Gott gewisse Wunder nicht tut, weil wir ihm zuwenig vertrauen.

Priorität!

Jesus hat 72 seiner Jünger losgeschickt, um ihm in den Städten und Dörfern zu dienen. Die Jünger kommen nun voller Freude zu Jesus zurück, weil die Dämonen ihnen gehorchen. Jesus holt die Jünger auf den Boden der Realität zurück. Die Jünger sollen auf keinen Fall darauf stolz sein, denn Jesus hat ihnen diese Autorität gegeben. «Freut euch vielmehr, dass eure Namen im Himmel aufgeschrieben sind.» (Lukas 10.17-20) Auch wir sollen uns daran freuen, dass wir gerettet sind und zu Gott gehören. Nicht unsere Gaben oder unsere Macht sind entscheidend. Das Vertrauen und die Beziehung zu Gott haben klare Priorität.

Neues Auto.

sikapaulus / pixelio.de

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Mein Freund Ernst arbeitet viel mit Kindern zusammen, um sie für Jesus zu gewinnen. Dabei holt und bringt er viele Kinder von zuhause zu den Events. Doch sein Auto ist nicht besonders praktisch und auch nicht mehr das Neuste. Also bittet er Gott um ein neues Auto, damit er die Arbeit unter Kindern besser weiterführen kann. Kurze Zeit später erhält er 40`000.- Franken! Wow, Gott ist treu! Ernst kauft sich damit ein neues, großes Auto, womit er Gott noch besser dienen kann.

Was nun?

Wie sollst du nun mit Wundern umgehen? Vertrau mit ganzem Herzen darauf, dass Gott wirklich Wunder tut. Auch heute noch! Trau es ihm zu! Gründe dein Vertrauen aber immer wieder auf Gottes Wort. Lies darin und lebe danach! Pflege deine Beziehung zu Gott und freue dich, dass du ihn kennen darfst! Teile deine Sorgen mit ihm und bitte ihn ruhig um Wunder in deinem Leben. Aber akzeptiere auch ein «Nein». Denn Gott weiß, was dir am besten weiterhilft.

Philippe Otti

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