Die evolutionäre Entwicklung des Fahrrades

Die Stunde 0:

 ——– Urknall (Big Bang)

aus dem Nichts werden riesige Energiemengen frei, Atome bilden sich, verbinden sich zu Molekülen, Materie entsteht

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©Bubi/Pixelio.de

Die Entwicklungsstufen jeweils Millionen Jahre später:

———- Zeitalter der Metallus Klumpi

aus Eisenerzen haben sich durch Hitze und Druck Metallklumpen gebildet

———–Zeitalter der Metallus Stangi

durch Hitze, Druck und Erdverschiebungen haben sich zufälligerweise Metall-Stangen geformt, die sich rasch vermehren

———–Zeitalter der Metallus Rohrii

Genmutationen bei den Stangen haben zu einer hohlen Röhrenform geführt, die aufgrund höherer Stabilität und geringerem Gewicht überlebensfähiger war und sich zunehmend durchsetzte

———–Zeitalter des Rahmus Ordinari

zufällig hatten sich einige Metallrohre zu einem Rahmen zusammengefunden; der Zusammenhalt erhöhte die Überlebenschancen, die Rahmen vermehrten sich explosionsartig

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©Rewolve44/Pixelio.de
ein ausgegrabenes Exemplar des späten schon hochentwickelten Rahmus Ordinari mit ersten Anlagen für Auswüchse

———– Zeitalter des Rahmus Radus singuli

bei weiteren Mutationen entwickelte sich an einem Ende eines Rahmens ein Auswuchs, der erst sechseckig war, sich aber über weitere zufällige Mutationsschritte über eine vier- und dann dreieckige Form zu einer runden Form entwickelte und wissenschaftlich Radus genannt wurde. Die Rahmen wurden dadurch mobiler und konnten ihren Lebensraum vergrößern.

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Rekonstruktion Rahmus Radus singuli sechsecki

 ———- Zeitalter des Rahmus Radus duali

als sich dann ein Rahmenmutant bildete, der über zwei runde Fortsätze verfügte, begann der Siegeszug der Metallrahmen auf der Erde. Die hohe Mobilität ließ sie in die entferntesten Lebensräume vorstoßen. Weitere Mutationen und ihre Anpassungsfähigkeit führten zu immer weiterer Entwicklung (Gummi bildete sich auf den Rädern, in eisigen Gegenden wuchsen daraus sogar Metallstifte…)

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 ©John Netteleship/Stock.xchng
Weiblicher Rahmus Radus singuli mit Rundfortsatz am Hinterteil
89634_R_K_by_Jens-Korallus_pixelio.de©Jens Korallus/Pixelio.de
78486_R_by_Thomas-Max-Müller_pixelio.de©Thomas Max Müller/Pixelio.de

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©Excellentis/Pixelio.de
ausgestorbene Mutanten des Rahmus Radus duali, bzw. des Rahmus Radus triali

———— Zeitalter Rahmus Radus duali techniki

weitere Mutationen und evolutionäre Selektionsprozesse führten zu der heutigen Form der Gattung Metallrahmen. Es wuchsen verschiedene weitere Rahmen-Verästelungen (beispielsweise vorne eine Querstange und eine so genannte Gangschaltung…), deren Sinn der Wissenschaft heute noch Rätsel aufgibt. Besonders auch dieser höckerartige, etwas ledrig wirkende Auswuchs, der im hinteren oberen Teil zu finden ist, kann in seiner Funktion wissenschaftlich noch nicht erklärt werden.

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Tomizak/pixelio.de

Aber auch wenn die Wissenschaft vielleicht noch Jahrzehnte brauchen wird, um allen Geheimnissen dieses Wunderwerkes der Evolution auf die Spur zu kommen, so kann man doch sagen, dass diese Spezies Rahmus Radus duali techniki (volkstümlich „Fahrrad“ genannt) unsere volle Bewunderung verdient hat.

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©Thomas/Pixelio.de

Unsere Archäologen werden mit Sicherheit in den nächsten Jahren bei ihren Ausgrabungen auch noch die „Missing Links“ („Fehlenden Verbindungen“) finden, um die letzten Zweifler von ihrer irrwitzigen Behauptung abzubringen, dass das Rahmus Radus dualus technikus nicht zufällig in einem evolutionären Selektionsprozess entstanden wäre, sondern dass die Entwicklung „intelligente“ Eingriffe erfordert hätte, das heißt, dass es da einen Erfinder gebe, der es geschaffen hätte.

Theorie oder Wahrheit?

Eine interessante Theorie, dass sich ein Fahrrad zufällig und aus sich selbst heraus entwickelt haben könnte. Ein Werk ohne einen Hersteller!

Eine Vorstellung über die man belustigt lachen kann. Oder?

Aber wie ist es denn mit der Theorie, dass sich das Leben in alle seinen wunderbaren Formen zufällig und selbständig entwickelt hat?

Das ist natürlich was ganz Anderes! Oder doch nicht?

Wenn sich ein einfaches Fahrrad nicht selbst entwickeln kann, wie dann ein tausendmal komplizierterer Mensch?