Mit Jesus erlebt von Christina B.

„Bittet Gott, und er wird euch geben! Sucht, und ihr werdet finden! Klopft an, und euch wird die Tür geöffnet! Denn wer bittet, der bekommt. Wer sucht, der findet. Und wer anklopft, dem wird geöffnet.“ Matthäus 7, 7-8

Mein Erlebnis mit Jesus, (was für mich persönlich an ein Wunder grenzt) von dem ich erzählen möchte, erstreckte sich über fast ein Jahr hin…

Gott hat mir persönlich Unterricht in Finanzverwaltung gegeben.

Ich habe mir vorher kaum Gedanken über das Geld gemacht, es war einfach nicht wichtig für mich. Ich hielt nichts von Sparen, war eher verschwenderisch. Habe das Leben genossen: bin oft ausgegangen, hab gespendet, mir schöne Kleider gekauft usw. hatte also genug, um es bequem zu haben. Und wenn eine Notsituation da war, da war auch mein Vater mit seiner Hilfe nicht weit!

Während meiner dreimonatigen beruflichen Auszeit im Ausland, hat mich die Realität eingeholt. – Ich musste mir eingestehen, dass ich fahrlässig Schulden gemacht habe und zu planlos mit meinem Geld umgegangen bin. Ich sah nur noch ein Vakuum auf meinem Konto und das Ende dieses Dilemmas war nicht in Sicht. Man kann gar nicht beschreiben, was einem da durch den Kopf geht, wie man sich gezwungen fühlt zu kapitulieren. Und der Seelenfeind hatte auch noch ein paar absurde Vorschläge, wie man schnell zu Geld kommt. Ein täglicher Kampf um das Überleben begann, dabei musste ich immer wieder an die Worte Jesu in Matthäus 7 denken.

Also, habe ich gebetet wie ein Weltmeister, aber daran geglaubt habe ich nicht wirklich. Ich habe versucht zu Vertrauen, aber die Existenzangst hat mich gepackt.

Das darauf folgende halbe Jahr habe ich für einen kleinen Lohn gearbeitet und mit dem Minimum gelebt, um meine Schulden zurück zu zahlen. Ich war nun gezwungen mich mit dem Thema Geld auseinander zusetzten, dabei bin ich auf eine Bibelstelle in Maleachi 3,10 gestoßen, wo Gott sein Volk herausfordert, ihn auf die Probe zu stellen: Sie sollen ihm den zehnten Teil ihrer Ernte geben und dann wird er die Schleusen des Himmels öffnen und sie überreich beschenken – dieser Text hat auch mich herausgefordert. Also habe ich angefangen den Zehnten regelmäßig zu geben und mir nur die nötigsten Lebensmittel zu kaufen.

Es war unglaublich, was da in meinem Alltag geschah – Gott hat mich jeden Tag versorgt! Ohne zu wissen, wie es mir finanziell geht, haben meine Mitmenschen mich unterstützt:

Ich wurde oft zum Essen eingeladen, Verwandte haben mir kleine Geldbeträge geschickt, meine Heimatgemeinde (600km entfernt) hat beschlossen mir eine Spende zu schicken (nochmal: ohne zu wissen, dass ich Geld brauche!), meine Strom- und Müllkosten wurden vom Arbeitgeber übernommen, mein Auto ging endgültig kaputt (so hatte ich keine Reparaturkosten noch Strafzettel mehr zu zahlen), die Auflösung sämtlicher (unnötiger) Versicherungen und Verträgen haben dazu geführt, dass ich das Minus auf dem Konto decken konnte  – es war genau der Betrag, den ich gebraucht habe!

Zu allerletzt war es nach dieser schwierigen Zeit für mich noch möglich, mir einen dreimonatigen Bibelschulkurs zu leisten. Preist den HERRN!

Ich habe in dieser Zeit Gottes Treue und Nähe so intensiv erlebt, wie ich es mir nie hätte erträumen können. Er hat mich außerdem mit vielen intensiven Momenten während dem Gebet sowie mit Dingen und Menschen beschenkt, er hat wirklich die Schleusen des Himmels geöffnet. Und das kann ich bezeugen. Sein Wort ist wahr und er hält, was er verspricht!

Zum Schluss noch ein Zitat von P.T. Forsyth: „Er versteht nicht nur voll und ganz unsere Verhältnisse und unsere Probleme, sondern er hat sie in der Tat aktiv und endgültig gelöst.“

Christina (23 Jahre, Gesundheits- und Krankenpflegerin)