Beziehung zu Gott

©Tuingu/Stock.xchng

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Jeder Mensch steht in mehr oder weniger guten oder schlechten Beziehungen. Was ist aber eigentlich das Wesen von Beziehung?

Beziehung wird folgendermaßen definiert:

  • Kontakt zwischen zwei Personen (Wiktionary)
  • Zwei oder mehr Menschen teilen ihr Leben (Tom Marshall „Harmonische Beziehungen“ S.10)

Mit Menschen ist das ja eine ziemlich logische Sache. Aber wie schaut das mit Gott, mit Jesus Christus aus?

Ist eine Beziehung mit Gott möglich?

Ein Interview mit Esther:

(Sie ist hauptberuflich in der christlichen Kinder- und Jugendarbeit tätig.)

teensgeneration: Was meinst du? Kann man eine Beziehung zu Gott haben?

Esther: Ich bin mir sicher, dass man eine Beziehung zu Gott haben kann.

In erster Linie deshalb, weil ich selbst eine Beziehung mit Gott lebe und Gott selbst diese Beziehung prägt und führt. Beziehung kann man immer nur erleben. Man kann sie nicht beweisen und auch nicht erklären – genauso wie bei zwei Menschen, die sich lieben. Aber man kann die Auswirkungen sehen – spüren – erleben. Das alleine wäre mir aber zu wenig.

Gott ist ein Gott, der zuerst Beziehung zu uns Menschen sucht. Das geschieht auf ganz vielfältige Art und Weise. Alle Menschen aber haben in sich eine mehr oder weniger verborgene Sehnsucht, Gott kennen zu lernen und zu erfahren. Diese Sehnsucht wird ein Stück weit gestillt, wo ich Beziehung mit Gott lebe und erlebe.

Ein weiterer Grund, weshalb für mich Beziehung möglich ist, ist der, dass Gott sich in der Bibel vorstellt als ein Gott, der uns Menschen zur Beziehung mit ihm gemacht hat. Was ich in der Bibel lese ist identisch mit dem, was ich in der Beziehung zu Gott erfahre und was auch andere Menschen erleben.

Jesus hat versprochen durch den heiligen Geist bei uns zu sein und für uns erfahrbar zu sein. Wenn ich mich auf die Beziehung einlasse, kann ich das erleben.

teensgeneration: Wer ist Gott für dich?

Esther:

  • mein Schöpfer, Beginn, Ziel und Sinn meines Lebens
  • mein Vater, der mich liebt, für mich sorgt, mich prägt und „erzieht“ (nach seinem Charakter)
  • Fels und Halt, wenn ich haltlos und schutzlos bin
  • Zufluchtsort, wenn ich mit mir und meiner Umwelt nicht klarkomme
  • Der Erlöser meiner Schuldfrage, die mich zunächst von ihm getrennt hat

teensgeneration: Wie hast du Gott/die Beziehung zu Gott kennen gelernt?

Esther: In erster Linie im Elterhaus, bei Eltern, Opa und Verwandten, die mir Beziehung zu Gott vorlebten und von Ihm erzählten. Später habe ich selbst begonnen, in der Bibel zu lesen.

Ich hatte Gott und Jesus als Kind schon lieb gewonnen, aber ich wollte Ihm mein Leben nicht anvertrauen. Ich wollte selbst Chef sein.

Später verstand ich dann, dass das nicht möglich ist. So habe ich entschieden, dass ich mich Ihm anvertrauen und Ihn kennen lernen möchte.

Am meisten waren mir Menschen Vorbild, denen man abspürte, dass Gott in ihnen lebt.

Wirklich kennen gelernt habe ich Gott erst da, als ich eine ziemlich einschneidende Lebenskrise hatte, die mir förmlich den Boden unter den Füßen wegzog.

©Konrad Mostert/Stock.xchng

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Damals war ich so lebensmüde, dass ich von mir aus Beziehung zu Gott gar nicht leben konnte, nicht mehr wollte und sogar Gottes Existenz und Liebe zu mir überhaupt anzweifelte.

Aber ich erlebte, wie Gott mir Halt, Sinn, Wert, Lebensfreude, Hoffnung und Zukunft gegeben hat. Nicht von jetzt auf gleich, sondern Schritt für Schritt. Ich war so unfähig Beziehung zu Gott zu leben, dass ich mir sicher bin, dass es von Ihm ausging. Das ist für mich der größte Beweis seiner Macht, Liebe und Existenz.

teensgeneration: Kannst du uns kurz erzählen, wie du die Beziehung zu Gott lebst?

Esther: Das ist nicht leicht kurz zu beantworten.

Gott wurde für mich mehr und mehr eine erfahrbare Realität in meinem Leben. Ich erlebe, dass er zu mir redet, wenn ich in seinem Wort lese. Nicht mystisch und auch nicht akustisch hörbar. Aber so, dass das, was ich in der Bibel lese, etwas mit mir zu tun hat; dass es mir Antworten gibt auf Fragen, für mich verstehbar wird in meinem Alltag, mir Hilfestellung, Ermutigung oder Korrektur gibt.

Ich erlebe, dass Er manchmal sogar spürbar da ist, aber das sind wirklich Sternstunden für mich. Ich lerne mehr und mehr, Ihm zuzuhören (ist ein Lernprozess, der immer noch andauert☺). Ich spüre regelrecht eine fast schmerzhafte Sehnsucht, wenn ich keinen Kontakt zu Ihm habe.

©José Hosttas/Stock.xchng

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Ich erzähle Ihm alles was mich beschäftigt und erlebe, wie Er gemeinsam mit mir Lösungen findet, Situationen verändert, mich selbst verändert. Manche Dinge lässt Er auch zu, die ich aushalten kann, weil er mit mir aushält.

Ich lerne mehr und mehr mit Allem zu Ihm zu gehen, weil ich erfahre, dass Er die Weisheit ist, die ich brauche. Ich versuche Ihm die Möglichkeit zu geben, zu mir reden zu können und mich prägen zu dürfen. Das ist manchmal total schön und manchmal total schmerzhaft, aber heilsam. Und ich wünsche mir, das noch mehr zu tun.

teensgeneration: Danke für das Interview!

Zwei Seiten der Beziehung zu Gott

Beziehung zwischen zwei Personen – Gott ist Person – hat immer zwei Beteiligte. Beleuchten wir mal die zwei Seiten:

Gottes Seite

Gottes Wunsch ist es, seitdem es Menschen gibt, Gemeinschaft mit ihnen zu haben – schließlich hat Er sich jeden einzelnen kunstvoll ausgedacht und geschaffen und zwar als Gegenüber. Das ganze Alte Testament ist ein Bericht darüber, wie Gott mit Menschen in Kontakt sein möchte. Wie Er sie sucht, sie ruft, sie beauftragt und mit ihnen ist, wenn sie den Auftrag ausführen. Wir lesen auch viel von Gottes Ringen um die Menschen, die sich wieder von ihm entfernten. Von seiner Gnade, von immer wieder neuen Chancen, wenn sie zu Ihm zurück kamen.

Gott liebt jeden einzelnen Menschen und möchte ihm Gutes tun, für ihn da sein – wie ein Vater.

Die Seite des Menschen

In 1. Mose 1,26.27 lesen wir:
Dann sprach Gott: »Nun wollen wir Menschen machen, ein Abbild von uns, das uns ähnlich ist! Sie sollen Macht haben über die Fische im Meer, über die Vögel in der Luft, über das Vieh und alle Tiere auf der Erde und über alles, was auf dem Boden kriecht.« So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, als Gottes Ebenbild schuf er sie und schuf sie als Mann und als Frau.

Hier wird drei mal wiederholt: „nach seinem Bild“. Wenn Gott etwas drei mal sagt, dann heißt das, dass es ganz bestimmt so ist. Und die Auslegung wird gleich mitgegeben: „Gott ähnlich“. „Uns“ bedeutet hier, Gott existierte schon immer in Gemeinschaft – in Beziehung: Vater, Sohn, Heiliger Geist!

„Nach seinem Bild“ heißt, in den Eigenschaften ähnlich und das heißt eben auch: zur Gemeinschaft miteinander geschaffen. In 1. Mose wird berichtet, wie nah Gott den ersten Menschen war. Da stand nichts dazwischen. Gott redete mit den Menschen, sie hatten Gemeinschaft – paradiesisch!

Jedoch wird auch berichtet, wie dann der Mensch der Verlockung des Satans nachgab und sich entschied, eigene Wege zu gehen. Anstatt Gott zu vertrauen und ihm zu gehorchen.

Das war eine folgenschwere Entscheidung. Gott entfernte daraufhin den Menschen aus der ungebrochenen Gemeinschaft mit ihm. Schließlich hatte sich der Mensch gegen Ihn entschieden. So entstand für alle Nachkommen Adams ein Graben zwischen Gott und den Menschen!

Entscheidung gegen Gott, Ihm nicht zu vertrauen, eigene Wege ohne Gott zu gehen, nennt die Bibel Sünde.

Diese Entscheidung beeinträchtigt in jedem Fall die Beziehung zu Gott. Denn sie sagt: „Ich weiß es besser als Gott!“. Und da stimmt was nicht, denn Gott hat dich geschaffen und steht über den Dingen. Er weiß, was du brauchst und was am Besten für dich ist.

Diese Entscheidung treffen wir leider immer wieder, auch wenn wir mit Gott leben. Wir brauchen jeden Tag die vergebende Gnade Gottes.

Wenn Menschen wie Esther Beziehung zu Gott leben –

Wie komme ich dann zu Gott zurück?

Es gibt einen Weg zu Gott zurück. Die Entscheidung von Adam und Eva – den ersten Menschen – Gottes Gebot zu missachten, dass sie nicht von dem Baum essen sollen – bewirkte, dass in der Zukunft alle Menschen, die geboren werden, nicht automatisch in der Gemeinschaft mit Gott leben würden.

Aber Gott selbst machte einen Weg zu Ihm zurück.

Es brauchte jemanden, der diesen Bruch in der Beziehung, diese Sünde wieder „gut machte“.

Die Konsequenz aus der Entscheidung von Adam und Eva war der Tod und noch manch andere Dinge, nachzulesen in 1. Mose 3.

Es kann nur jemand den Tod überwinden, der Macht über den Tod hat. So sandte Gott selbst Seinen eigenen Sohn, Jesus Christus. Durch Ihn hat jeder Mensch die Möglichkeit, zu Gott zurück zu kommen. Jesus sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, denn durch mich.“ (Johannes 14,6)

Entscheide dich für Gottes Weg!

Nun ist es aber so – auch wenn du durch Seinen Sohn Jesus Christus errettet bist vom Tod und mit Gott lebst – tust du immer noch Dinge, die dich von Gott trennen. Aber auch für diese Schuld ist Jesus am Kreuz gestorben. Und wenn du ehrlich bekennst und bereust, was schief gelaufen ist, dann vergibt dir Gott gerne. Und du darfst wieder neu beginnen.

Aspekte einer Beziehung, eines Lebens mit Jesus Christus

Was ist wichtig für eine gelingende, erfüllende, tiefe, gute Beziehung zu Jesus Christus?

©S. Hofschlaeger/Pixelio.de

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Das lässt sich gut an den 5 Fingern einer Hand aufzeigen:

Daumen: ist der stärkste Finger der Hand: Bibellesen macht deinen Glauben stark!

Zeigefinger: zeigt nach oben: Beten ist wichtig für dein Leben mit Gott! Du kannst ihm alles sagen und er redet auch zu dir!

Mittelfinger: steht ganz gerade und fest: Stehe gerade für deinen Glauben, bekenne dich zu Jesus in Wort und Tat

Ringfinger: ist bei den meisten Menschen etwas krumm: Wir werden gekrümmt durch Sünde, die wir immer wieder tun. „Bitte vergib!“ ist ein wichtiges tägliches Gebet!

Kleiner Finger: steht etwas abseits – Faust machen: Brauche Andere! Als Christ allein gehst du ein. Du brauchst die Gemeinschaft mit Anderen, die auch an Jesus glauben und mit ihm leben.

©Andre Yutzu/Stock.xchng

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Nochmal die 5 Bs:

  • Bibellesen
  • Beten
  • Bekenne dich zu Jesus
  • Bitte vergib!
  • Brauche Andere!

Grundlagen einer Beziehung mit Gott

Liebe

Die Beziehung zu Menschen und auch die zu Gott ist auf Liebe gegründet – sie sollte es auf jeden Fall sein. Gott hat dich zuerst geliebt. Sein Sohn starb für uns, als wir noch Sünder waren. Und in der Bibel wird es als die größte Liebe bezeichnet, wenn einer sein Leben für seine Freunde lässt….

Außerdem sagt Jesus, das höchste Gebot ist: Gott zu lieben und seinen Mitmenschen wie sich selbst.

Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. (Jeremia 31,3)

Lies dazu auch Psalm 139!

Jesus sagte: „Das wichtigste Gebot ist dieses: Höre, Israel! Der Herr ist unser Gott, der Herr und sonst keiner. Darum liebt ihn von ganzem Herzen und mit ganzem Willen, mit ganzem Verstand und mit aller Kraft. Das zweite ist: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst! Es gibt kein Gebot, das wichtiger ist als diese beiden.“ (Markus 12,29-31)

Vertrauen

Gott ist ein Gott, dem wir vertrauen dürfen! Er ist allmächtig, Er hat dich gemacht und Er liebt dich von ganzem Herzen. Gott wünscht sich nichts mehr, als dass wir Ihm von ganzem Herzen vertrauen. Er möchte es mit deinem Leben gut machen. Vetrau‘ ihm ganz!

Verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern setze dein Vertrauen ungeteilt auf den Herrn! (Sprüche 3,5)

Gehorsam

©Abcdz2000/Stock.xchng

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Gott redet durch sein Wort, Er redet zu deinem Herzen.

Er gibt uns Richtlinien und Aufträge. Nicht um uns zu ärgern, sondern zu unserem Besten und zum Besten für den Nächsten und die Gemeinschaft. Diese Gebote sind gut und du wirst auch feststellen: Wenn du Gott gehorchst, ist es das Beste, was du hast tun können. Er liebt die, die Ihm gehorchen und Seinen Willen tun.

Die Welt ist erfüllt von der Gier der Triebe und Sinne, von der Gier der Augen, vom Prahlen mit Geld und Macht. Das alles kommt nicht vom Vater, sondern gehört zur Welt. Die Welt vergeht und mit ihr die ganze Lust und Gier. Wer aber tut, was Gott will, wird ewig leben. (1. Johannes 2,17)

Jesus sagt:

Ich kann nichts von mir selber tun. Wie ich höre, so richte ich, und mein Gericht ist recht; denn ich suche nicht meinen Willen, sondern des Vaters Willen, der mich gesandt hat. (Johannes 5,30)

Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht dass ich meinen Willen tue, sondern den Willen des, der mich gesandt hat. (Johannes 6,38 )

Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mein Bruder, Schwester und Mutter. (Matthäus 12,50)

Ihr braucht Kraft zum Durchhalten, damit ihr weiterhin tut, was Gott von euch will, und so auch bekommt, was er versprochen hat. (Hebräer 10.36)

Er mache euch fähig, all das Gute zu tun, das er haben will; er schaffe in uns durch Jesus Christus, was ihm gefällt. Ihm gehört die Herrlichkeit für alle Ewigkeit! Amen
(Hebräer 13,21)

Für ein Kind Gottes gibt es nichts Größeres, als den Willen des himmlischen Vaters zu tun.

Führung

©Dafna Avra/Stock.xchng

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Gott lässt uns nicht alleine auf dieser Welt. Er möchte seine Kinder führen und leiten. Dies tut er durch seinen Heiligen Geist auf unterschiedliche Art und Weise.

Die Übergabe des Lebens an Gott kann man vergleichen mit dem Einsteigen in den richtigen Zug. Wenn ich in diesem Zug bin, dann ist Gott der Schaffner und Er wird dich durch Seinen Heiligen Geist leiten und dir sagen, wann du deine Koffer nehmen musst. Es ist nicht deine Verantwortung auf Weichen und Signale zu achten.

Alle, die sich vom Geist Gottes führen lassen, die sind Gottes Söhne und Töchter.
(Römer 8,14)

In der Apostelgeschichte ist oft die Rede davon, wie Gott die Apostel durch seinen Heiligen Geist leitete. Natürlich erfordert das die Bereitschaft, sich leiten lassen zu wollen. Wenn du dich immer wieder dazu entscheidest, deinen Willen dem Willen Gottes unterzuordnen, dann schaffst du die Voraussetzungen für ein von Gott geführtes Leben!

Bestätigung

Wenn Gott redet, ist es nicht so, dass du auf einen einzigen Impuls hin handeln musst. Gott hilft dir, Sein Reden zu erkennen und Er schenkt immer wieder Bestätigung auf dem Weg. Er kennt uns genau und weiß, was wir brauchen. Und das geniale ist, Er lässt uns nicht „verhungern“. Er schenkt, was wir wirklich brauchen! Und oft brauchen wir Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wenn ein Reden von Gott kommt, werden weitere Bestätigungen folgen.

Einige Bestätigungsmöglichkeiten:

  • Die Bibel
  • Der Rat anderer Christen
  • Die Umstände: Gott spricht oft durch „offene Türen“, durch andere Christen, die die gleiche Idee/den gleichen Eindruck haben oder durch Veränderung/Wendung einer Situation
  • Das Denken in Gottes Kategorien (Römer 12,2)
  • Träume
  • Innere Gewissheit, das Richtige zu tun
  • Der Friede Jesu

Gott zwingt dich nie, Er fordert keinen blinden Gehorsam. Er lässt Zeit zum Nachdenken und übergeht nicht deinen Willensapparat. Wenn Er spricht ist es wie der Vorschlag eines guten Freundes.

Buchtipp:

  • Gottfried Müller, Get started, R. Brockhaus Verlag, 2006

Der Weg mit einem Ziel

©SeVeNoo/Stock.xchng

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Schritte

Es gibt ein Ziel –
Es gibt einen Weg.

Der Schritte sind viel`,
und das Ziel ich nicht seh’.

Jeder Schritt, den ich geh’,
und sei er auch noch so klein,
soll ein Schritt hin zum Ziele sein.

Oft unter Mühen,
oft unter schrei’n –
Wohin soll das führen?
Wie kann das sein?

©Eugen Haug/Pixelio.de

©Eugen Haug/Pixelio.de

Und bin ich schwach und mutlos,
traurig und verloren,
ziellos, sinnlos,
entmutigt und allein:
Jeder Schritt, den ich geh,
und sei er auch noch so klein,
soll ein Schritt hin zum Ziele sein.

Daran halt ich fest – mein einziger Halt und Glaube ist:
Dass Einer führt und Einer lenkt
Und das Ziel schon lange kennt.

Jeden Schritt will ich geh’n
Und am Ende Sein Ziel mit mir seh’n.