Bär oder Hirngespinst?

©Rudis Fotoseite/Pixelio.de

In den Zeitungen liest man immer wieder mal von einem Bären, der mal wieder durch unsere Wälder streift. Ich selbst habe eher wenig Angst vor Tieren, aber wenn mir ein Bär begegnen würde, hätte ich mehr als Angst!

Der Bär ist los!

Jetzt stell dir mal vor, du hast gerade in der Zeitung gelesen, dass ein Bär in unseren Wäldern unterwegs ist. Du gehst in der Dämmerung ein bisschen im Wald spazieren, plötzlich hörst du ein lautes Knacken und du siehst, wie sich etwas – etwas Großes – vor dir zwischen den Bäumen bewegt. Du überlegst nicht lange, drehst dich um und rennst davon, so schnell wie noch nie in deinem Leben. Das muss der Bär sein, von dem du in der Zeitung gelesen hast! …
Erst einige Minuten später, als du schön langsam außer Atem kommst, sickert langsam der Gedanke in dein Hirn, ob es nicht vielleicht doch nur der Nachbarhund war, der hier immer in den Wäldern herumstreunt ….oder ist bei Bären derzeit ein langer, wedelnder Schwanz Mode?!

Was nehmen wir wahr?

©Tokamuwi/Pixelio.de

In einer Fernsehsendung wurde mal ein ziemlich witziger Versuch unternommen: Zwei Menschen unterhielten sich in einem Studio, dahinter lief ein Mensch in einem Affenkostüm durch das Bild. Das faszinierende dabei war: der Mensch im Affenkostüm wurde nicht gesehen. Erst als im Nachhinein darauf hingewiesen wurde, dass hier gerade ein Affenmensch durchgelaufen war und die Szene dann noch mal vorgespielt wurde, konnte ich ihn sehen.

Das Auge nimmt mehr war, als das Gehirn verarbeiten könnte. Deshalb filtert es Dinge, die absolut nicht möglich sein können – so wie Affenmenschen in einer nüchternen Fernsehdiskussion – einfach heraus und leitet die Wahrnehmung erst gar nicht an das Gehirn weiter.

Hast du schon mal mit jemand diskutiert, der ein fixes Bild von etwas hatte. Er hört sich deine Meinung gar nicht mehr richtig an. Er ist so von seinem Bild überzeugt, dass er das, was nicht zu diesem Bild passt, gar nicht mehr richtig wahrnimmt.

Wie ist eigentlich dein Bild von Gott?

Stellst du dir einen alten senilen Mann vor, der nix mehr mitkriegt? Oder einen strengen Überwacher? Oder einen lieben Opa, der alles vergibt?

Hast du ein fixes Bild? So ist Gott für dich und das Thema ist abgehakt?

Mit dieser Einstellung verpasst du etwas. Du nimmst dir die Chance Gott so kennen zu lernen, wie er wirklich ist.
Sag zu Gott: „Zeig mir, wie du bist!“, und dann mach dich darauf gefasst, dass er vielleicht ganz anders ist, als du es bis jetzt für möglich gehalten hast.

„Der Herr ist unser Gott, der Herr allein.“
(5. Mose 6,4)

Tipp: