Wer sagt, was schön ist?

©Eva Kaliwoda/Pixelio.de

Sitzt Du gerade allein an deinem Computer? Ja? Dann heb mal kurz Dein T-Shirt, Deinen Pulli– nur ein wenig – nur soviel, dass Du Deinen Bauchnabel siehst. Siehst Du ihn? Ja?

Sitzt Du gerade nicht allein an deinem Computer? Dann fühl mal auf deinem Bauch, ob du Deinen Nabel fühlst. Ja?

Gut – denn den Bauchnabel, den brauchst du noch, wenn du den Artikel weiterliest (was ich Dir sehr empfehle!)

Schönheit im Wandel der Zeit

Ich las mal einen interessanten Artikel in der Zeitung: „Schönheit im Wandel der Zeit“ (OÖNachrichten, 19.10.2007). Fand‘ ich voll witzig – darum ein paar Sätze daraus:

„In der Renaissance (15./16. Jahrhundert) galt das Doppelkinn als sexy.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren rundliche Formen hoch im Kurs – Marilyn Monroe trug Größe 42. (Sie war sozusagen ein Supermodel ihrer Zeit, heute würde sie als „Elefant“ gelten!)

Und seit Ende der 60igerJahre ist knochig, hager und flachbusig die Schönheitsdevise.“

Wer sagt, was schön ist?

©Jimi Backhouse/Stock.xchng

Was die meisten Leute (also die „Gesellschaft“) einer Zeitspanne als schön empfinden, ändert sich.

Und das ständig. Meistens ist das DAS Schönheitsideal, was Reichtum zum Ausdruck bringt.

Früher (zur Zeit des „Doppelkinns“) war ein Ausdruck von Reichtum, wenn man dick war – man zeigte dadurch, dass man mehr als andere zu essen hatte und nicht so hart arbeiten musste.

Heute ist es ein Ausdruck von Reichtum, wenn man dünn ist – man zeigt dadurch, dass man mehr Zeit hat als andere, um den Body zu stylen oder mehr Geld hat, um sich eine Schönheits-Operation leisten zu können.

Und dabei wird uns immer von anderen gesagt, was als schön zu gelten hat oder nicht.

Weil wir uns sagen lassen, was schön ist…

…bekommen wir Stress: denn man will ja in sein, cool sein, dazugehören.

Schönheits-Stress: In-Sein-Stress, Cool-Sein-Stress, Dazugehören-Stress.

Dieser Schönheitsstress – wo kann der hinführen?

©Michael P./Stock.xchng

Dazu noch ein Satz aus dem Zeitungsartikel:

„Spätestens als Modemacher in den 1990ern den „Magersucht-Schick“ einer Kate Moss priesen, wurde klar, dass der sich über’s Schlanksein definierende Begriff von Schönheit ein gesundheitsschädliches Stadium erreicht hatte.“

vereinfacht heißt das: schön=schlank=gesundheitsschädigend (wenn übertrieben)

Weil wir uns von Supermodels, Werbung usw. sagen lassen, was schön ist…

…werden wir unzufrieden, meinen ständig, abnehmen zu müssen (was bei manchen zu Essstörungen wie Magersucht oder Bulimie führen kann), ändern ständig unsere Haarfarbe usw.

Kann’s das sein?

Wenn wir uns von Gott sagen lassen, was schön ist…

…können wir aus diesem  Schönheits-Stress rauskommen.

©Eric W./Butterfly

So, und nun brauchst Du deinen Bauchnabel. Kontrolliere noch mal, ob er eh noch da ist. Ja? Gut! Denn zum Bauchnabel gibt’s eine total nette Geschichte (ist zwar nicht aus der Bibel – aber unterstreicht das, was die Bibel über Deine und meine Schönheit sagt).

„Gott schuf den Menschen – und als der Mensch da so lag, schön, vollkommen, vollendet – stupste Gott ihn noch mal mit dem Zeigefinger auf den Bauch: So, genau so habe ich dich gewollt … sagte Gott, hochzufrieden mit dem Menschen, den er da geschaffen hatte.“

Hast du einen Bauchnabel? Ja, dann hat Gott auch dich angestupst, dann hat Gott auch zu Dir gesagt: So, genau so hab ich dich gewollt. So, genau so bist du schön, vollkommen, vollendet.

Im Psalm 139 schreibt ein Mensch, der das erkannt hat:

„Ich danke Dir, dass ich wunderbar gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke. Das erkennt meine Seele.“

Gott sagt, was schön ist – Du!

©Jesse Therrien/Stock.xchng

Darum lass dir keinen Stress machen von den Vorstellungen über Schönheit dieser Zeit – das ändert sich sowieso immer wieder (heute musst du schlank sein, übermorgen brauchst du vielleicht schon ein Doppelkinn).

Gott sagt ja zu Dir, so wie du bist! – Sag Du auch ja zu Dir, so wie Du bist!

Mach es so wie der Mensch, der Psalm 139 geschrieben hat: Danke Gott, dafür, dass Du bist wie Du bist. Immer wieder. Dann wirst du es entdecken … es stimmt!