Mein Zyklus und ich

Mein Zyklus – lästiges Übel oder faszinierendes, von Gott geschenktes Wunder?

Ich habe keine Ahnung wer von sich sagen kann: ich freue mich über meine Regel.

©Terramara/Pixelio.de

Ich selbst habe sie gehasst als Teenager und Jugendlicher, sie war mir ein lästiges Übel, das  Schmerzen und ein Unbehagen am ganzen Körper mit sich brachte und das mir etwas von meiner Freiheit raubte, mit meinem Körper tun zu können was ich wollte. Kurz gesagt: sie schränkte mich beim Baden ein und auch bei sportlichen Aktivitäten, weil ich in diesen Tagen nicht so leistungsstark war. Außerdem setzte sie immer zum ungünstigsten Zeitpunkt ein, gerade dann, wann ich es nicht wollte.

Anfang Zwanzig hatte ich eine Zeit, in der ich meinen Körper ausdauersportlich aufs Maximum trainierte. Der Auslöser dafür war eine sehr prägende Persönlichkeitskrise, die nicht spurlos an mir vorüber ging.

Dies äußerte sich in innerer Angespanntheit und Unruhe, chronisch gereizter Magenschleimhaut und unruhigem Schlaf.

Als Folge blieb auch meine Regel einfach aus. Und das über Jahre hinweg.

Dies beunruhigte mich nicht wirklich, ehrlich gesagt genoss ich es sogar, dieses lästige Übel los zu sein. Allerdings war mir bewusst, dass mir wichtige Östrogene und andere Hormone fehlten, was sich langfristig gesehen auf meinen Körper negativ hätte auswirken können. Und es bestand die Gefahr unfruchtbar zu werden. Beides machte mir doch ein wenig Angst.

Ich hatte auch mit einer Hormonbehandlung begonnen, um dem Ganzen medizinisch entgegenzuwirken, aber das habe ich schnell wieder aufgegeben, weil es mich innerlich noch unruhiger machte, als ich es eh schon war.

Schließlich habe ich das ganze Problem verdrängt.

©Jens Drescher/Pixelio.de

Ab und zu habe ich zwar gebetet, dass Gott dies alles doch heilen möge, aber ich hatte ja keine Ahnung wie das möglich sein könnte.

Im Laufe der Zeit hat Gott doch begonnen mich mehr und mehr heil zu machen, zunächst meine innere Unruhe. Damit wurden auch zunehmend meine Schlafzeiten entspannter und ruhiger und ich wurde mehr und mehr heil (inklusive meinem Magen).

In dieser Zeit hatte ich dann plötzlich wieder Mut und Ausdauer Gott zu bitten mir doch die Regel wieder zu schenken. Und tatsächlich, nach ca. 6 Jahren Pause setzte sie urplötzlich ganz von selbst wieder ein.

Seitdem ist mein Zyklus völlig normal. Ich habe immer noch Schmerzen und es ist ab und zu auch immer noch unangenehm, aber ich bin Gott von Herzen dankbar, dass mein Körper wieder so funktioniert, wie Gott sich das ausgedacht hat. Und ich freue mich von Herzen darüber, eine Frau zu sein, die nun eben mal den Kreislauf des Zyklusses in sich trägt.

©Paula Cioca/Stock.xchng

Es ist faszinierend, wie perfekt Gott in unserem Körper einprogrammiert hat, dass ein Ei sich bilden kann, wachsen kann und sich zu einem neuen Lebewesen entwickeln kann; und auch wieder abgestoßen wird, wenn es nicht befruchtet wird. Und das alles schafft der Körper völlig alleine, ziemlich geregelt und in einem perfekten System.

Gott ist echt genial und ich danke ihm für den faszinierenden Körper, den er mir geschenkt hat.