Ich möchte abnehmen

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„Ich möchte abnehmen“. Wie oft hören wir das im Alltag vor allem von Mädls, aber auch immer mehr von Burschen. Und wenn sie es nicht sagen, dann denken sie wohl: „Ich muss abnehmen, denn ich möchte aussehen wie…“.  Ob dass die richtige Motivation zum Abnehmen ist? Wer soll wie abnehmen und wer soll besser lernen sich zu akzeptieren wie er/sie ist?

Unterschiedlichkeit der Geschlechter

Gott hat die Geschlechter unterschiedlich bestimmt (vgl. auch 1. Mose 3,16-19). Der Mann hat die Aufgabe, unter Anstrengung Nahrung für die Familie zu besorgen. Deshalb weist der männliche Körper im Vergleich mehr Muskeln auf. Nur die Frau kann schwanger werden und Kinder gebären, dazu braucht sie aber viel Energie, welche überwiegend im Fett gespeichert wird. Dieses Fett befindet sich vor allem in Beinen/Po-Bereich. (Am Rande erwähnt: die meisten Männer bevorzugen die runden Kurve.) Dies ist ein günstiger Platz, da das Bauchfett, eher das schlechtere Fett ist.

Bauch versus Beine/Po

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Die „Bierbäuche“ oder „Schwimmreifen“ sind für jeden ungesund und unbeliebt. Da lohnt sich das Abnehmen. Die Taille soll für Männer <102 cm (besser noch <94 cm) und für Frauen <88 cm (besser noch <80 cm) sein. Erst dann wird, anhand einer Formel, aufs Gewicht geschaut: Körpergewicht (kg) dividiert durch Körpergröße (m) im Quadrat. Dieser Body Mass Index (BMI) wäre zwischen 19,5-25 ideal. Da gibt es aber dennoch den Wunsch Beine und Po zu straffen. Dazu soll man aber eher auf Muskelaufbau statt einer Diät setzen, da das Fett im Beine/Po-Bereich sich nur dadurch beeinflussen lässt. Täglich eine halbe Stunde einfache Bewegung hilft da schon. Früher war diese Bewegung automatisch im Alltag integriert, heute muss man diese bewusst einplanen.

FAZIT: Wenn die Körpermaße nicht den Gesundheitsstandards entsprechen, wäre Abnehmen angesagt.

Gesunder Lebensstil statt Diät

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Mit jeder Diät kann man abnehmen, aber die Gesundheit erhalten ist viel schwieriger. Bei einer Diät besteht die Gefahr, dass man einen Mangel an wichtigen gesundheitsschützenden Nährstoffen entwickelt. Deshalb wird heute mehr auf einen gesunden Lebensstil, statt einer Diät gesetzt. Dabei soll man nur dreimal am Tag essen mit jeweils ca. 4-6 Stunden Karenz dazwischen. Das verbessert die Fettverbrennung. Dadurch wird Übergewicht langsam (ca. ½-1 kg/Woche) reduziert, Untergewicht und gesundes Gewicht optimiert. Die Mahlzeiten sollen laut Ernährungspyramide zusammengestellt werden. Interessanterweise entspricht die wissenschaftlich entwickelte Ernährungspyramide im Großen und Ganzen den biblischen Ernährungsgesetzen des Alten Testamentes. Die österreichische Ernährungspyramide folgt die 6-5-4-3-2-1-Regel am Tag:

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  • 6x: 250-300 ml Trinkflüssigkeit, bevorzugt ohne Zucker.
  • 5x: Obst und Gemüse, bevorzugt drei Faust Gemüse/Salat und zwei Faust Obst.
  • 4x: Vollkornprodukte im Form von einem handgroßen Stück Brot oder zwei Fäusten Beilage.
  • 3x: Halbfette Milchprodukte, bevorzugt einmal Käse (zwei Scheiben) und zwei „weiße“ Produkte, wie Joghurt, (Butter)Milch oder Topfen (Quark).
  • 2x: Esslöffel Oliven- oder Rapsöl (evtl. Kürbiskernöl) bzw. Butter oder doppelte Menge an Nüsse.
  • 1x: Fleisch/Wurst (max. 450g pro Woche), Fisch (1-2x pro Woche) oder Ei, Topfen (Quark), Tofu, Bohnen.

Zusätzlich soll man sich gestattet (nicht jeden Tag) etwas Süßes, Salziges oder Fettiges zu genießen!

In diesem Sinne: Mahlzeit und bleib gesund!

Über Jacqueline Stolk

Teamleiterin BEG Jugend / Diätologin
www.beg.or.at/teams/jugend.html