Verliebtsein oder Die rosa Brille

Oft wird „Verliebtsein“ mit „Liebe“ verwechselt. Doch Liebe beweist sich dann, wenn die Gefühle nicht mehr von den „Schmetterlingen im Bauch“ beherrscht werden…

Verliebtsein

…ist grundsätzlich etwas sehr Schönes – wenn man nicht unglücklich verliebt ist.

Es kann aber auch sehr trügerisch sein. Diese Gefühle lassen sich schnell wecken, sie irritieren, blenden und lassen sich sogar missbrauchen.

Heute ist Andreas der große Schwarm und zwei Wochen später schon der Thomas.

Eine junge Frau blickte auf zahlreiche Beziehungen zurück und beschrieb, dass sie nach einer gewissen Zeit ein „Beziehungsschema“ entwickelte. Das funktionierte ziemlich radikal: Nach drei Monaten war Schluss mit dem Typen, danach gab es „einen Neuen“. Das tat sie, weil sie bemerkte, dass nach ca. drei Monaten die Phase der „Schwärmerei“ jedes Mal abkühlte.

Liebe

©Billy Alexander/Stock.xchng

…kann nicht mit Verliebtsein ersetzt werden. Auf der Klassenfahrt wird dir klar: Das ist er! Nach zwei Wochen hast du immer weniger Lust E-Mails zu schreiben. Der Neue in der Nachbarschaft, der Austauschstudent, eine Urlaubsbekanntschaft… Immer wieder packt es dich. Das Gefühl der einzigen Liebe. Doch eigentlich ist es nur eine immer wieder kehrende Schwärmerei.

Vielleicht versuchst du aus diesem Kreislauf auszubrechen, es gelingt dir aber nicht. 
Deine Gefühle machen längst mit dir, was sie wollen. Du reagierst nur noch als Befehlsempfänger. Verheerend, wenn sich in die Jagd nach diesem „Verliebtsein-Erlebnis“ die Bereitschaft zum Sex mischt.

Es geht mir nicht darum, Gefühle systematisch zu unterdrücken. Doch sie ungefiltert wuchern zu lassen, sie vor der Zeit zu wecken und sich von der Laune des Augenblicks leiten zu lassen – das ist ein riskantes Spiel.

© Pixelio.de/Paul Marx

Viel entspannender ist es, über der Gefühlswelt Grundsätze zu installieren, die unabhängig von jeder Wetterlage gelten.

Man könnte das mit folgender Geschichte vergleichen:

„Wer auf mich hört und danach handelt, ist klug und handelt wie ein Mann, der ein Haus auf massiven Fels baut. Auch wenn der Regen in Sturzbächen vom Himmel rauscht, das Wasser über die Ufer tritt und die Stürme an diesem Haus rütteln, wird es nicht einstürzen, weil es auf Fels gebaut ist. Doch wer auf mich hört und nicht danach handelt, ist ein Dummkopf; er ist wie ein Mann, der ein Haus auf Sand baut. Wenn der Regen und das Hochwasser kommen und die Stürme an diesem Haus rütteln, wird es mit Getöse einstürzen.“ Die Bibel, Matthäus 7,24-27

Das, was Jesus sagt, was Gott in der Bibel offenbart und was er selbst ist, das möchte dir ein festes Lebensfundament sein. Auch in den Fragen der Partnerwahl.