Sexualität – ein Geschenk Gottes

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Zwei reiche Brüder wollten ihrer Mutter zu Weihnachten ein ganz besonderes Geschenk machen. Sie wollten sich gegenseitig überbieten und so wurde aus der Geschenksuche ein regelrechter Wettkampf, wer von den beiden das außergewöhnlichste und einzigartigste Geschenk finden würde.

Eines Tages dachte der eine Bruder, er hätte das perfekte Geschenk gefunden. Er fand einen sogenannten Zurka Vogel.

Der Zurka Vogel war kein gewöhnlicher Vogel. Er war sehr selten und ein ganz besonderes Exemplar. Er kostete ein kleines Vermögen und wurde direkt vom Amazonas eingeflogen. Er konnte fünf verschiedene Sprachen sprechen und wunderbare Opernarien singen. Er war tatsächlich ein ganz wunderbarer, außergewöhnlicher Vogel.

Der Bruder entschloss sich, den Zurka Vogel zu kaufen. Er ließ ihn pünktlich zum Weihnachtstag zu seiner Mutter schicken. Als der große Tag gekommen war, wartete er etwas ab, damit seine Mutter in Ruhe aufwachen, frühstücken und sein Geschenk öffnen konnte. Dann hielt er es nicht mehr länger aus und rief seine Mutter an. „Mutter, wie gefällt dir mein wunderschöner Zurka Vogel, den ich dir geschenkt habe?“

Am anderen Seite der Leitung sagte die Mutter: „Danke, mein Schatz, er schmeckte köstlich!“

Gott macht uns viele geniale Geschenke.

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Nur manchmal kapieren wir leider nicht, wie wunderbar seine Geschenke sind und gehen nicht so damit um, wie er es sich ursprünglich dachte. Zum Beispiel unsere Sexualität. Da hat sich Gott etwas wirklich Tolles ausgedacht. Ja, nicht Adam und Eva und schon gar nicht Brad Pitt und die schöne Angelina haben das erfunden, nein, das hat Gott sich ausgedacht. Und er hatte die Idee, dass Sex etwas ist, das Ausdruck von Liebe und Einheit ist. Zwei Menschen, die ihre Sexualität miteinander teilen, geben sich ganz hin, und kommen sich so nahe, wie es nur möglich ist. Dazu gehört nicht nur miteinander schlafen, dazu gehört viel mehr. Und Gott, der sich das alles ausgedacht hat, möchte, dass wir uns daran freuen!

So wie sich die Mutter am Zurka Vogel (der ganz köstlich geschmeckt hat) nie so erfreut hat, wie es eigentlich gedacht war, genauso machen sich viele über Sex her (was auf den ersten Blick auch köstlich sein kann), ohne sich jemals so daran zu erfreuen, wie Gott es sich gedacht hat. Wenn du dich fragst, wie sich Gott das gedacht hast, dann entdeckst du die Antworten in der Bibel.

In seinem Wort gibt uns Gott klare Vorstellungen mit davon, wie er sich eine Beziehung zwischen Mann und Frau vorstellt. Vor allem in den ersten Kapiteln der Bibel wird uns da Grundsätzliches verraten. Gott schafft die Welt, den Menschen – mit allem, was dazu gehört – auch mit ihrer Sexualität. So entdecken wir Sexualität als ein von Gott gewolltes Geschenk an uns. Dazu gibt es bestimmte Spielregeln:

  • Es gehört in die Ehe
  • Es besteht zwischen einem Mann und einer Frau
  • Es ist auf Lebenszeit

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Sex nur in der Ehe? Zwischen einem Mann und einer Frau? Wo gibt’s denn so was? Heute nicht mehr – zumindest nicht in den Filmen, Serien und Zeitschriften. Aber ich kenne einige Paare, die das so leben, wie Gott sich das vorstellt, und weißt du was: Es funktioniert!

Eine Beziehung, in der auch Sexualität ihren Platz hat, bedeutet in Gottes Augen:

GRÖSSTE VERBINDLICHKEIT:         

Das heißt, wenn zwei Menschen sich entschieden haben für eine Beziehung und sich verbindlich festmachen,  bei uns geschieht das durch eine Heirat, dann drücken sie aus: „Ja, wir gehören zusammen und wollen unser Leben teilen.“ Zuerst muss natürlich genau geprüft werden, wer der andere ist, was der andere will und ob er auch meine Lebensziele teilen kann. Eine Ehe gibt sozusagen einen sicheren Rahmen für die Beziehung.

Und INTIMSTE VERTRAUTHEIT:

Dann erst hat die intimste Vertrautheit Platz. Auch die Sexualität kann dann in diesem sicheren Rahmen erlebt werden. Der sichere Rahmen gibt die Sicherheit, sich ganz zu öffnen und sich ganz herzuschenken, ohne Angst zu haben, der andere haut morgen ab.

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Und jetzt mal ehrlich: Kannst du schon jetzt sagen, für welchen Partner du dich mal fix entscheiden wirst? Wenn nicht, hat in Gottes Augen auch die intime Vertrautheit noch nicht Platz in einer Beziehung. Warte, bis du dich fix entschieden hast und ihr gemeinsam in dem Rahmen seid, den Gott für diese Nähe gedacht hat.

Die Frage ist: Glaubst du und vertraust du Gott?

Glaubst du und vertraust du, dass er für dich nur das Beste geplant hat? Wenn ja, dann gilt das hoffentlich auch für den Umgang mit deiner Sexualität. Gott weiß, wie wir uns an der Sexualität am meisten freuen können und deshalb trau ihm doch auch zu, dass seine Spielregeln gut sind für dich und deinen zukünftigen Partner! Immerhin hat ER sich dieses wunderbare Geschenk für uns überlegt.

4 Kommentare
  1. Inthujan Kulasingam
    Inthujan Kulasingam sagte:

    ich finde das man mit sex in ehe einüben sollte also wo man verheiratet ist. ich mein wenn ich eine Freundin hätte die vorher schon mit ihren exen geschlafen hat würde ich sie als schlampe betrachten. ich mein wie soll man später in eheleben vertrauen entwickeln.

    es tut mir leid für einen ausdruck ich wollte nicht die mädels beleidigen. die jungs können auchsolche verhalten haben.

  2. Elly
    Elly sagte:

    Ich finde „die Ehe gut“, doch auf wen oder was ist sie zurückzuführen? Gibt es einen entsprechenden Hinweis in der Bibel?

    • Andrea Hanek (TG Team)
      Andrea Hanek (TG Team) sagte:

      Liebe Elly,
      ich weiß jetzt nicht, welche Bibelübersetzung du zu Hause hast, aber in der „Schlachter 2000“ wird für 1. Mose 2,18ff die Überschrift „Die Erschaffung der Frau und die Einsetzung der Ehe“ verwendet. Auch wenn „Ehe“ in der Bibelstelle selbst nicht wörtlich vorkommt, geht es hier eindeutig um dieses Thema. Die „Urform“ der Ehe ist ja das Zusammenleben in einer intimen (auch körperlichen) Partnerschaft. Adam und Eva wurden von keinem Pastor getraut, trotzdem waren sie „Mann und Frau“.
      Die Form von Ehe, die wir heute kennen (als rechtlich abgesicherte Beziehung) ist erst später entstanden und eigentlich mehr eine Hilfe für uns Menschen. Streng genommen zählt der „Bund“, den zwei Menschen eingehen, wenn sie miteinander schlafen, vor Gott gleichviel, wie eine Trauung vor einem Geistlichen oder Standesbeamten. Das zeigt sich darin, wie „Ehebruch“ definiert wird, bzw. dass z.B. laut Bibel ein Mann eine Frau heiraten musste, wenn er mit ihr geschlafen (oder sie vergewaltigt) hatte (5.Mose 22,22ff).
      Ich hoffe, ich habe deine Frage beantworten und dir weiterhelfen können.

      Schöne Grüße,
      Andrea (Team)

  3. Judith
    Judith sagte:

    „Immer mehr Paare leben unverheiratet zusammen. Auch wenn dies moralisch heute nicht mehr anstößig ist, belegen zahlreiche Studien, dass nicht eheliche Gemeinschaften problematischer sind als eheliche. Beispielsweise treten häufiger Konflikte auf, und die Partner fühlen sich einander weniger verpflichtet.In welchen Fällen das ehelose Zusammenleben schadet oder nützt, haben amerikanische Paar- und Familienforscher um Brian Willoughby untersucht.
    Sie befragten 1365 Paare, die zusammenlebten und nie verheiratet waren, und stellten fest: „Ernste Absichten tun der Partnerschaft gut.“
    Auschnitt aus dem Artikel „Heirat nicht ausgeschlossen“ aus dem Heft „Psychologie Heute“ 6/2012

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