Gruppenzwang

Debbies wahre Geschichte

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Debbies Freunde beschlossen nach einem Football-Spiel, einen trinken zu gehen. Obwohl Debbie nicht zu der Sorte von Mädchen gehörte, die abends lange von zu Hause weg blieben, mochte sie nicht, dass ihrer Freunde meinten, sie wolle nicht dazu gehören. Also ging sie mit. Sie betranken sich mit Schwarzkirschwein und Cognac – an einer wenig befahrenen Landstraße. Dann schlug jemand vor, „chicken out“ (Hasenfußrennen) zu spielen. Bestimmt kennst du dieses verrückte Spiel: Zwei Autos müssen mit großer Geschwindigkeit aufeinander zu rasen. Der erste Fahrer, der ausweicht, ist der „Hasenfuß“ und hat verloren. An jenem Abend wich keiner dem anderen aus. In dem darauffolgenden Unfall kamen alle Freunde von Debbie um, sie selbst wurde für ihr Leben entstellt und gelähmt.

Die Tränen rollten ihr über die Wangen, als sie mir erzählte, wie sehr sie sich gewünscht hätte, die Party zu verlassen. An jenem Abend hatte sie verschiedene Male vor, jemanden zu bitten, sie heim zu begleiten, doch sie fürchtete sich davor, was ihre Freunde dann von ihr gedacht hätten. Auch nachdem das Spiel angefangen hatte, konnte sie trotz ihrer Angst nicht den Mut aufbringen, einfach darum zu bitten, das Auto verlassen zu dürfen.

Gruppenzwang

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Bedenke, welche Macht Gruppenzwang haben kann! Die Autos waren sich vorher zweimal ausgewichen, bevor sie schließlich zusammenstießen. Debbie konnte sehen, dass ihr Leben in Gefahr war; sie hatte mehrere Gelegenheiten auszusteigen. Dennoch entschied sie sich, eher ihr Leben zu riskieren, als ihre Freunde zu verlieren. Das Traurige ist, dass die meisten jungen Leute, die in diesen Autos saßen, wahrscheinlich auch nicht dort sein wollten. Doch auch sie hatten Angst, sich von den anderen abzuheben. Als sie beschlossen, nichts zu sagen, unterschrieben sie ihr eigenes Todesurteil. Es waren keine Schlimmlinge – es waren freundliche Kids, die dem Gruppenzwang nachgaben und die falsche Wahl trafen.

Sag „Nein“ zum Gruppenzwang

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Ich bin mir sicher, jeder von uns hat diesen Gruppenzwang schon mal gespürt – vielleicht nicht wie bei Debbie, aber in anderer Art und Weise.

Ich möchte dich ermutigen: Wenn du etwas nicht mit deinem Gewissen vereinbaren kannst, was deine Freunde tun, dann mach nicht mit!

Wenn du etwas tun sollst, wovon du weißt, es ist nicht Gottes Wille: mach nicht mit!

Das ist echte Größe und Stärke und gefällt Gott, wenn wir die richtigen Dinge tun und das ist manchmal eben nicht das, was die Mehrheit tut!

(Aus teens!aktiv)