Abtreibung

congerdesign/pixabay

Ungewollt schwanger – schon kommt der Ratschlag: „Lass es doch wegmachen…!“ Ist das wirklich so einfach? „Es“ wegmachen?
Auf dem Bild hier seht ihr die Nachbildung eines 12 Wochen alten Babys.

Warum treiben Frauen bzw. Mädchen ab?

Die meisten Frauen, die sich für eine Abtreibung entschieden haben, geben folgende Gründe an:

  • „Ich kann mir ein Baby jetzt nicht leisten.“
  • „Ich bin noch nicht bereit für die Verantwortung.“
  • „Ein Baby würde mein Leben ändern.“
  • „Ich bin nicht alt genug für ein Baby.“

(Quelle: www.hli.at)

So sehr es auch wichtig ist, die Situation der schwangeren Frau (oder des Mädchens) zu verstehen, wird hier doch deutlich: Bei den Fragen, die sich um das Thema Abtreibung auftun, geht es in Wirklichkeit schon viel früher los. Wenn ich Sex habe, muss ich auch damit rechnen, schwanger zu werden. Kein Verhütungsmittel ist 100%ig sicher.

Sex hat in unserer Gesellschaft heute einen unheimlich hohen Stellenwert, nicht zuletzt vermittelt durch die Medien. Doch Sex ist nicht die Grundlage einer echten, tragfähigen Beziehung, sondern da sind ganz andere Dinge wie Vertrauen, Liebe und Treue viel, viel wichtiger. Sex kann man biologisch schon früh haben, aber das heißt noch lange nicht, dass man auch schon die Verantwortung für eine Familie und die Erziehung des Kindes übernehmen kann. Ist es da nicht viel besser, zu warten, bis die Zeit reif ist und man den Partner fürs Leben gefunden hat?

(Siehe auch: Sexualität – ein Geschenk Gottes)

Vitus Maria Huber/pixelio.de

Nach einer Abtreibung…

Vielen Frauen wird erst hinterher  klar, dass der „Klumpen“ in ihrem Bauch ein winziger Mensch ist, lebendig und schon mit allem ausgestattet, was er zum Leben braucht. Die meisten Kinder, die abgetrieben werden, sind älter als 8 Wochen. Alle Organe sind bereits vorhanden, das Kind hat Todesangst und Schmerzen.

Frauen, die abgetrieben haben und dies nun realisieren, kämpfen mit Schuldgefühlen und vielen anderen körperlichen und seelischen Schwierigkeiten, die sich nach einer Abtreibung einstellen können.

Abtreibung in Zahlen

Nach Schätzungen der WHO (2005) werden jährlich etwa 210 Millionen Frauen schwanger. Etwa ein Drittel aller Schwangerschaften ist ungeplant und etwa ein Fünftel aller schwangeren Frauen entschließt sich zu einem Abbruch. Dies entspricht jährlich etwa 42 Millionen Schwangerschaftsabbrüchen! Das sind so viele Kinder, wie Südafrika oder Kolumbien Einwohner haben.

lumix2004 stock.xchng

In Deutschland beträgt die Abtreibungsquote 7,6 (Abtreibungen pro tausend gebärfähige Frauen), in Frankreich 16,2, und in Großbritannien 16,6. In Russland beträgt sie 54,2, in Rumänien 51,6, gefolgt von Österreich, wo die Quote zwischen 17 und 23 liegt (es gibt keine offiziellen Zahlen). Die niedrigste Abtreibungsquote Europas hat die Schweiz mit 6,8 (2003).

In Deutschland sind im Jahr 2011 109.000 Kinder abgetrieben worden – das sind so viele Kinder, wie die Städte Erlangen, Trier oder Jena (ca. 105.000) Einwohner haben.

(Quelle: Wikipedia)

Link zum Bericht von einer Frau: „Ich habe abgetrieben“

Gott und Abtreibung

Wer in der Bibel das Wort Abtreibung nachschlagen möchte, wird vergeblich suchen.

Trotzdem finden wir einige wichtige Aussagen, die wir auf dieses Thema anwenden können.

„Du hast alles in mir geschaffen und hast mich im Leib meiner Mutter geformt… Du hast mich gesehen, bevor ich geboren war. Jeder Tag meines Lebens war in deinem Buch geschrieben. Jeder Augenblick stand fest, noch bevor der erste Tag begann.“ Psalm 139,13+16

Auch in Jeremia 1,5 lesen wir davon, dass Gott Jeremia schon gekannt hat, ehe er geboren war. Gott hatte nicht nur einen Plan für Jeremia, sondern für jeden Menschen und zwar schon bevor es ihn überhaupt gab. Gott kennt dich persönlich, schon bevor du geboren warst. Er hat dich im Mutterleib geformt!

Natürlich sind wir gebildete Menschen und wissen, wie ein Baby in den Bauch der Mutter kommt. Doch dies schließt nicht Gottes Wirken aus, das weit über unser menschliches Denken hinausgeht. Wer sich dessen bewusst ist, und so leben möchte, wie es Gott gefällt, der wird auch entsprechend über das „ungeborene Leben“ und das Thema Abtreibung denken.

Übrigens, die Frage, wann das Leben eines Menschen beginnt, ist damit also auch erledigt.

Das zweite Gebot: „Du sollst nicht töten.“ (2. Mose 20,13) trifft hier also voll zu.

CFalk/pixelio.de

Was tun?

Vielleicht steckst du wirklich in der Klemme. Du bist total verzweifelt, weil der Schwangerschaftstest positiv ist. Bitte bleib damit nicht alleine. Wende dich an jemanden, dem du vertrauen kannst. Kennst du eine gläubige Christin, der du vertraust?

Unten siehst du Links zu verschiedenen Internetseiten. Dort kannst du mit Leuten in Kontakt treten, die dafür ausgebildet sind, in solchen Situationen zu helfen.

Hast du schon einmal abgetrieben und hast deswegen Schuldgefühle?

…dann darfst du wissen, dass Gott nicht mit dem erhobenen Zeigefinger dasteht. Er vergibt dir, wenn du dich Ihm zuwendest und ehrlich um Vergebung bittest. Komm zu Ihm. Hab keine Angst, Er weiß sowieso darum. Er möchte dir vergeben und dir helfen.

„Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“ 1. Johannes 1,9

Suche die Gemeinschaft mit Christen; dort wirst du Hilfe bekommen und Gottes Liebe erfahren. Vielleicht weißt du ja von einer christlichen Gemeinde in deiner Nähe?

Link: Was ist, wenn eine Frau vergewaltigt wurde?

 

Weitere Links:

Buchtipps:

Glenda Revell, Ungewollt und doch geliebt, Betanien Verlag, ISBN: 978-3-935558-94-5;  Auch als Hörbuch erhältlich: ISBN: 978-3-935558-22-8

Dieter Koch, Abtreibung (Band 10/2002), CV Dillenburg, ISBN: 978-3-89436-374-1

Erwin W. Lutzer, Lass die Vergangenheit hinter dir, CV Dillenburg, ISBN: 978-3-89436-687-2

 

7 Kommentare
  1. Steven
    Steven sagte:

    Ich bin meiner Mum sehr dankbar.

    Das Geld um mich zu entfernen lag quasi schon auf dem Tisch. Doch, danke Mama, ICH LEBE!
    Du hast Dich für mich entschieden.
    Mittlerweile bin ich sogar zum zweiten Mal geboren und kann sagen: DANKE JESUS! ICH LEBE!

    Da die Bibel als Gottes Wort und Wahrheit die Wissenschaft bestätigt und nicht umgekehrt hier ein paar Gedanken aus Psalm 139. Hier ist der Beter im Gespräch mit seinem Schöpfer:

    13 Denn du hast meine Nieren gebildet; du hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
    14 Ich danke dir dafür, daß ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl!
    15 Mein Gebein war nicht verhüllt vor dir, als ich im Verborgenen gemacht wurde, kunstvoll gewirkt tief unten auf Erden.
    16 Deine Augen sahen mich schon als ungeformten Keim, und in dein Buch waren geschrieben alle Tage, die noch werden sollten, als noch keiner von ihnen war.
    17 Und wie kostbar sind mir deine Gedanken, o Gott! Wie ist ihre Summe so gewaltig!

    Was Gott schon so hoch achtet – wer sind wir es gering zu achten…

    Gott segne Euch,
    Steven

  2. Rob
    Rob sagte:

    „Gehorsam dem Wort Gottes“! Bei aller Sympathie, bitte bitte studiert die Bibel etwas genauer!
    In der Bibel und bei Jesus wird nirgends festgeschrieben, dass vorgeburtliches Leben einem Menschen gleich ist: das Abtreibung  unter das biblische Tötungsverbot fällt. Und das, obwohl Abtreibung damals allgmein bekannt war! Eher das Gegenteil ist der Fall.
    Voraussetzung für das Menschsein ist im AT die Atmung bzw. das Vorhandensein von Geist oder Seele: „Gott der Herr machte den Menschen aus einem Erdenkloß, und blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele“ (Gen. 2:7). „Da kam Odem in sie und sie wurden lebendig“ (Ez. 37:10).
    Jesus lehrte, dass das bloße Fleisch niemals mit Gott verbunden ist, sondern nur die fühlende und denkende Seele, die in der Liebe und im Geist Gott erfährt, z.B.  „Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist.“ (Joh 3,6)“Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist die Liebe.“ (1 Joh. 8)   „Der Geist ist es, der lebendig macht“ (Joh. 6:63). Kann eine befruchtete Eizelle schon lieben? Kann ein Foetus unter 10. Wochen schon lieben? Ist er nicht nur bloßes Fleisch? Liebe und Geist, die nicht von dieser Welt sind, sondern von Gott sind, sind noch nicht in ihm!
    Paulus sah das auch so: „Und was du säst, ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, […]. Es wird gesät ein natürlicher Leib, und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Ist ein natürlicher Leib, so ist auch ein geistlicher Leib. […] Aber der geistliche Leib ist nicht der erste, sondern der natürliche; darnach der geistliche“ (1. Kor. 15:37, 44, 46). Das „Korn“ ist noch kein geistbegabter, beseelter Mensch. Das bloße Fleisch kann  noch nicht lieben und denken!
    Ungeborenes Leben hat im AT generell nicht denselben Stellenwert wie ein Mensch, z.B. bei einer fahrlässig provozierten Fehlgeburt: „Wenn zwei Männer raufen und sie verletzen dabei ein schwangeres Weib, sodass eine Fehlgeburt eintritt, aber kein weiterer Schaden entsteht, so soll es mit Geld gebüsst werden; was der Ehemann dem Täter auferlegt, das soll dieser geben für die Fehlgeburt. Entsteht aber ein weiterer Schaden, so sollst du geben Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn“ (2. Mos. 21:22-25). Es wird deutlich: Der Verlust des Fötus wird dem Ehemann bloss als materieller Schaden vergütet. Der Tod der schwangeren Frau hingegen wird mit der Todesstrafe geahndet.
    Schließlich befiehlt Gott im AT sogar den Schwangerschaftsabbruch bei Verdacht auf Ehebruch (4. Mose 5): Durch das fluchbringende Wasser wird die Schwangerschaft mit einem möglichen unehelichen Kind abgebrochen…

    • TG Team
      TG Team sagte:

      Hallo Rob, danke für deinen Kommentar. Gern möchte ich dir antworten und werde dabei deine Bitte (Zitat: „…bitte bitte studiert die Bibel etwas genauer!“) berücksichtigen.
      Bibelstudium heißt: Bibel nehmen, lesen was dasteht, den Zusammenhang beachten und das Gelesene heute anwenden. Das alles begleitet von Gebet, also im Austausch mit Gott.
      Also, schlagen wir die Bibel auf / altes Testament:
      1.Mose 2,7 “Gott der Herr machte den Menschen aus einem Erdenkloß, und blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele”.
      Dieser Vers berichtet von der Schöpfung des ersten Menschen. Gott nimmt einen Erdklumpen und belebt diesen indem er ihm den lebendigen Odem einhaucht. Das Ergebnis ist eine lebendige Seele – hier wird übrigens nicht ein Teil des Menschen, sondern der ganze Mensch als lebendige Seele bezeichnet (nicht haben, sondern sein).
      Zum besseren Verständnis: Ein Erdklumpen ist eine tote, nicht lebensfähige Masse. Erst als der lebendige Gott seinen Lebensatem dazu gegeben hat, ist der Erdklumpen zu einer lebendigen Seele geworden! Das Ergebnis der Schöpfung Gottes war ein erwachsener Mensch.
      Dieses in der gesamten Menschheitsgeschichte einmalige Ereignis ist sozusagen die Initialzündung für das menschliche Leben und hat mit einem heranwachsenden Menschen im Mutterleib nichts zu tun! Denn da verschmelzen ja bekanntlich eine lebendige Eizelle und eine lebendige Samenzelle miteinander, also „lebende Masse“ vereint sich zu einem neuen Lebewesen. Dieses Lebewesen bekommt nicht den Atem Gottes eingeblasen, damit es lebt. Sondern es ist im Mutterleib so verankert, dass es von Anfang an mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird (auch mit Sauerstoff). Wenn ein Baby den Mutterleib verlässt, beginnt es dann ganz von allein zu atmen. Das Leben fängt damit aber nicht erst an, sondern wird von nun an selbstständig, also getrennt von der Mutter, „weitergelebt“.
      Fazit: Dieser Vers hat in der Diskussion um Abtreibung nichts zu suchen.

      Hesekiel 37,10 “Da kam Odem in sie und sie wurden lebendig”.
      Diese Worte stammen vom Propheten Hesekiel und beschreiben einen Traum, den Gott ihm gegeben hat: Hesekiel steht auf einem Feld und dort sieht er weit und breit nichts als Knochen, also tote Menschen. Die Erklärung, zu diesem Bild ist gleich im nachfolgenden Vers 11 zu finden: „…diese Gebeine sind das ganze Haus Israel. Siehe jetzt sprechen sie, unsere Gebeine sind verdorrt und unsere Hoffnung ist verloren und es ist aus mit uns.“
      Es geht hier um das Volk Israel, das seine Beziehung zu Gott nicht mehr ernst nimmt. Sie führen ein gottloses Leben und bemerken plötzlich, dass sie dadurch den Lebenssinn verlieren. Sie fühlen sich verdorrt und sind ohne Hoffnung auf Zukunft. Dieses Bild beschreibt also lebendige Menschen, die am Leben verzweifelt sind und sich nach Gott sehnen; nach einem erfüllten Leben. Gottes Odem soll hier also nicht körperlich tote, sondern seelisch tote beleben! Das ist ein wichtiger Unterschied. Die Bibel kennt im Blick auf den Menschen zwei Arten von Leben und Tod. Diese zu verwechseln führt unweigerlich zu verdrehten Schlussfolgerungen.
      Fazit: Dieser Satz hat ganz offensichtlich mit dem Thema „vorgeburtliches Leben“ nichts zu tun.

      2. Mose 21:22-25: “Wenn zwei Männer raufen und sie verletzen dabei ein schwangeres Weib, sodass eine Fehlgeburt eintritt, aber kein weiterer Schaden entsteht, so soll es mit Geld gebüßt werden; was der Ehemann dem Täter auferlegt, das soll dieser geben für die Fehlgeburt. Entsteht aber ein weiterer Schaden, so sollst du geben Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn”
      Du kommentierst diese Verse so: „Es wird deutlich: Der Verlust des Fötus wird dem Ehemann bloß als materieller Schaden vergütet. Der Tod der schwangeren Frau hingegen wird mit der Todesstrafe geahndet.“
      Gegenfrage: Welche Strafe wäre denn für den Verlust des Ungeborenen angemessen? Die Tötung eines weiteren Fötus?
      Die Regelung „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ ist aufgestellt worden, um ein Eskalation der Gewalt zu verhindern. Es darf also nur gleiches mit gleichem vergolten werden, nicht mehr!
      Im Falle einer Fehlgeburt ordnet dieser Vers die Zahlung von Schmerzensgeld an. Der Geschädigte bekommt also nicht das Recht, Gleiches mit Gleichem zu vergelten! Das Geld beschreibt hier also nicht den Wert eines ungeborenen Lebens, sondern es verpflichtet den Geschädigten, das ungeborene Kind seines Gegners nicht anzutasten! Damit wird ungeborenes Leben geschützt!
      Fazit: Wenn dieser Vers schon ins Gespräch gebracht wird, dann klar zum Schutz für das ungeborene Kind!
      4. Mose 5,27: Dieses Kapitel ist ohne seinen Zusammenhang nur schwer zu verstehen. Ganz einfach, weil es in unser heutiges Denken gar nicht hineinpasst. Grundsätzlich ist zu sagen, in diesem Text wird nicht das Thema Schwangerschaftsabbruch, sondern Ehebruch behandelt. Es wird beschrieben, wie überprüft werden soll, ob eine Frau fremdgegangen ist oder nicht. Dabei soll die Frau ein sogenanntes „fluchbringendes Wasser“ trinken, welches zweierlei zur Folge haben kann. Ist sie fremdgegangen, wird das Wasser ihr schaden. Sie wird mit Unfruchtbarkeit bestraft. Ist sie nicht fremdgegangen, wird ihr dieses Wasser nicht schaden und sie wird nicht mit Unfruchtbarkeit bestraft.
      Schwangerschaft wird im gesamten Text hier mit keinem Wort erwähnt. Allerdings kann das Thema uneheliche Schwangerschaft / Schwangerschaftsabbruch nicht ganz ausgeschlossen werden.
      Wenn dieser Text allerding als Argument für eine Abtreibung herangezogen wird, ist dabei dringend der damalige Kontext zu beachten! Das beschriebene „Ritual“ ist Teil der Gesetze des Mose und gehört in die Geschichte des Volkes Israel. Als Jesus einmal auf das Gesetz zum Ehebruch angesprochen wird, gibt er eine ganz bekannte Antwort (lies dazu Johannes 8)! Jesus begnadigt die Frau und anstatt des „Strafvollzuges“ schenkt er der ihr das Leben.
      Fazit: Tatsächlich kann in diesen Text ein Schwangerschaftsabbruch hineingelesen werden. Aber eine allgemeine Befürwortung des Schwangerschaftsabbruches ist hier nicht zu finden. Auch der neutestamentliche Kontext steht solchem Denken klar entgegen.
      Neues Testament.
      Johannes 3,6: “Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist.” Lesen wir den Kontext zu dieser Bibelstelle, bemerken wir schnell, dass es hier nicht um das körperliche Leben geht, sondern es wird ausdrücklich davon gesprochen neu geboren zu werden (Vers 7). Das bedeutet, ein Mensch, der bisher ohne Gott gelebt hat, lebt sein Leben von nun an mit Gott. Hier wird beschrieben, was geschieht, wenn ein Mensch zum Glauben an Gott kommt. Dies geschieht nicht dadurch, dass der Mensch noch einmal von seiner Mutter geboren wird, sondern durch den Geist Gottes „geistlich belebt wird“.
      Weitere Verse: ”Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist die Liebe.” (1. Joh. 8). “Der Geist ist es, der lebendig macht” (Joh. 6,63). Du fragst dazu: „Kann eine befruchtete Eizelle schon lieben? Kann ein Fötus unter 10 Wochen schon lieben? Ist er nicht nur bloßes Fleisch?“
      Als „bloßes Fleisch“ beschreibt die Bibel nicht den ungeborenen Menschen, sondern alle geborenen Menschen, die nicht an Gott glauben. Genau das sagen die angegebenen Bibelstellen aus! Es geht gerade nicht um einen Fötus, sondern um geborene Menschen, die ohne den Geist Gottes geistlich tot sind! Auch 1.Kor. 15 geht genau in die gleiche Richtung und bedarf in diesem Zusammenhang keiner weiteren Erklärung.
      Fazit: Alle angeführten Verse aus dem neuen Testament beziehen sich in keiner Weise auf ungeborene Menschen, sondern auf nicht wiedergeborene Menschen. Eine Anwendung dieser geistlichen Wahrheiten für den Umgang mit ungeborenen Menschen ist absolut unzulässig!
      Das Bibelstudium zu den angeführten Zitaten hat gezeigt, nur eine, der vielen Stellen kann mit dem Thema Abtreibung in Verbindung gebracht werden (4. Mose 5). Doch selbst dieses Kapitel wird aufgrund des gesamtbiblischen Zusammenhanges (z.B. Johannes 8) für den heutigen Leser nicht als Argument dienen können.
      Es lohnt sich also tatsächlich die Bibel genau zu studieren. Ich wünsche dir und allen Lesern, viel Freude beim weiteren tiefgründigen Forschen in der Bibel! Noch ein kleiner Hinweis: In Jakobus 1,5 steht geschrieben, dass Gott uns gern mit Weisheit beschenken möchte, wir dürfen ihn ganz einfach darum bitten.
      Gottes Segen! Die Redaktion

  3. Luise
    Luise sagte:

    Clement,soso wissenschaftlich gesehen ist das also so,ja?
    Dann erklär mir mal bitte was einen „richtigen lebendigen“ Menschen deiner Ansicht nach ausmacht?
    Wenn du das erklären kannst,dann lass ich dein Argument gerne gelten.;-)

  4. Paul
    Paul sagte:

    Das es überhaupt zu einer Schwangerschaft kommt, könnte mit einer angemessenen und verstandenen Aufklärung verhindert werden. Leider ist dies einigen Eltern nicht klar. Ich bin der Meinung, dass dies dennoch jedem Kind ermöglicht werden sollte, selbst wenn es aus einem religiösen Elternhaus stammt. Viele kennen ihren Körper nicht gut genug, da die Sexualaufklärung nicht ausreichend war. Zudem muss man heutzutage gar nicht mehr auf Pille, Kondom und Co. zurückgreifen, um einer Schwangerschaft vorzubeugen. So besteht auch die Möglichkeit zu einer natürlichen Verhütungsmethode wie die symptothermale Methode.

    • Hanna
      Hanna sagte:

      Ich finde Abtreibung nicht besonders gut, denn nach drei Wochen schlägt das Herz vom kleinem zwei Milimeter Embryo. Für mich heißt, dann Abtreibung einen Menschen zu töten.

      • Clément
        Clément sagte:

        Wieso denn? Es ist wissenschaftlich gesehen kein richtiger lebendiger Mensch. Wenn eine Frau sich kein Kind wünscht, dann braucht sie es auch nicht kriegen. Ich finde es vollkommen in Ordnung, und es mit Töten zu vergleichen viel zu übertrieben.

Kommentare sind deaktiviert.