Abtreibung

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Ungewollt schwanger – schon kommt der Ratschlag: „Lass es doch wegmachen…!“ Ist das wirklich so einfach? „Es“ wegmachen?
Auf dem Bild hier seht ihr die Nachbildung eines 12 Wochen alten Babys.

Warum treiben Frauen bzw. Mädchen ab?

Die meisten Frauen, die sich für eine Abtreibung entschieden haben, geben folgende Gründe an:

  • „Ich kann mir ein Baby jetzt nicht leisten.“
  • „Ich bin noch nicht bereit für die Verantwortung.“
  • „Ein Baby würde mein Leben ändern.“
  • „Ich bin nicht alt genug für ein Baby.“

(Quelle: www.hli.at)

So sehr es auch wichtig ist, die Situation der schwangeren Frau (oder des Mädchens) zu verstehen, wird hier doch deutlich: Bei den Fragen, die sich um das Thema Abtreibung auftun, geht es in Wirklichkeit schon viel früher los. Wenn ich Sex habe, muss ich auch damit rechnen, schwanger zu werden. Kein Verhütungsmittel ist 100%ig sicher.

Sex hat in unserer Gesellschaft heute einen unheimlich hohen Stellenwert, nicht zuletzt vermittelt durch die Medien. Doch Sex ist nicht die Grundlage einer echten, tragfähigen Beziehung, sondern da sind ganz andere Dinge wie Vertrauen, Liebe und Treue viel, viel wichtiger. Sex kann man biologisch schon früh haben, aber das heißt noch lange nicht, dass man auch schon die Verantwortung für eine Familie und die Erziehung des Kindes übernehmen kann. Ist es da nicht viel besser, zu warten, bis die Zeit reif ist und man den Partner fürs Leben gefunden hat?

(Siehe auch: Sexualität – ein Geschenk Gottes)

Vitus Maria Huber/pixelio.de

Nach einer Abtreibung…

Vielen Frauen wird erst hinterher  klar, dass der „Klumpen“ in ihrem Bauch ein winziger Mensch ist, lebendig und schon mit allem ausgestattet, was er zum Leben braucht. Die meisten Kinder, die abgetrieben werden, sind älter als 8 Wochen. Alle Organe sind bereits vorhanden, das Kind hat Todesangst und Schmerzen.

Frauen, die abgetrieben haben und dies nun realisieren, kämpfen mit Schuldgefühlen und vielen anderen körperlichen und seelischen Schwierigkeiten, die sich nach einer Abtreibung einstellen können.

Abtreibung in Zahlen

Nach Schätzungen der WHO (2005) werden jährlich etwa 210 Millionen Frauen schwanger. Etwa ein Drittel aller Schwangerschaften ist ungeplant und etwa ein Fünftel aller schwangeren Frauen entschließt sich zu einem Abbruch. Dies entspricht jährlich etwa 42 Millionen Schwangerschaftsabbrüchen! Das sind so viele Kinder, wie Südafrika oder Kolumbien Einwohner haben.

In Deutschland beträgt die Abtreibungsquote 7,6 (Abtreibungen pro tausend gebärfähige Frauen), in Frankreich 16,2, und in Großbritannien 16,6. In Russland beträgt sie 54,2, in Rumänien 51,6, gefolgt von Österreich, wo die Quote zwischen 17 und 23 liegt (es gibt keine offiziellen Zahlen). Die niedrigste Abtreibungsquote Europas hat die Schweiz mit 6,8 (2003).

In Deutschland sind im Jahr 2011 109.000 Kinder abgetrieben worden – das sind so viele Kinder, wie die Städte Erlangen, Trier oder Jena (ca. 105.000) Einwohner haben.

(Quelle: Wikipedia)

Link zum Bericht von einer Frau: „Ich habe abgetrieben“

Gott und Abtreibung

Wer in der Bibel das Wort Abtreibung nachschlagen möchte, wird vergeblich suchen.

Trotzdem finden wir einige wichtige Aussagen, die wir auf dieses Thema anwenden können.

„Du hast alles in mir geschaffen und hast mich im Leib meiner Mutter geformt… Du hast mich gesehen, bevor ich geboren war. Jeder Tag meines Lebens war in deinem Buch geschrieben. Jeder Augenblick stand fest, noch bevor der erste Tag begann.“ Psalm 139,13+16

Auch in Jeremia 1,5 lesen wir davon, dass Gott Jeremia schon gekannt hat, ehe er geboren war. Gott hatte nicht nur einen Plan für Jeremia, sondern für jeden Menschen und zwar schon bevor es ihn überhaupt gab. Gott kennt dich persönlich, schon bevor du geboren warst. Er hat dich im Mutterleib geformt!

Natürlich sind wir gebildete Menschen und wissen, wie ein Baby in den Bauch der Mutter kommt. Doch dies schließt nicht Gottes Wirken aus, das weit über unser menschliches Denken hinausgeht. Wer sich dessen bewusst ist, und so leben möchte, wie es Gott gefällt, der wird auch entsprechend über das „ungeborene Leben“ und das Thema Abtreibung denken.

Übrigens, die Frage, wann das Leben eines Menschen beginnt, ist damit also auch erledigt.

Das zweite Gebot: „Du sollst nicht töten.“ (2. Mose 20,13) trifft hier also voll zu.

CFalk/pixelio.de

Was tun?

Vielleicht steckst du wirklich in der Klemme. Du bist total verzweifelt, weil der Schwangerschaftstest positiv ist. Bitte bleib damit nicht alleine. Wende dich an jemanden, dem du vertrauen kannst. Kennst du eine gläubige Christin, der du vertraust?

Unten siehst du Links zu verschiedenen Internetseiten. Dort kannst du mit Leuten in Kontakt treten, die dafür ausgebildet sind, in solchen Situationen zu helfen.

Hast du schon einmal abgetrieben und hast deswegen Schuldgefühle?

…dann darfst du wissen, dass Gott nicht mit dem erhobenen Zeigefinger dasteht. Er vergibt dir, wenn du dich Ihm zuwendest und ehrlich um Vergebung bittest. Komm zu Ihm. Hab keine Angst, Er weiß sowieso darum. Er möchte dir vergeben und dir helfen.

„Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“ 1. Johannes 1,9

Suche die Gemeinschaft mit Christen; dort wirst du Hilfe bekommen und Gottes Liebe erfahren. Vielleicht weißt du ja von einer christlichen Gemeinde in deiner Nähe?

Link: Was ist, wenn eine Frau vergewaltigt wurde?

 

Weitere Links:

Buchtipps:

Glenda Revell, Ungewollt und doch geliebt, Betanien Verlag, ISBN: 978-3-935558-94-5;  Auch als Hörbuch erhältlich: ISBN: 978-3-935558-22-8

Dieter Koch, Abtreibung (Band 10/2002), CV Dillenburg, ISBN: 978-3-89436-374-1

Erwin W. Lutzer, Lass die Vergangenheit hinter dir, CV Dillenburg, ISBN: 978-3-89436-687-2

 

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