Die könnten ja denken…

…ich sei nicht ganz nor­mal. Dabei will ich doch nur sein wie alle andern. Oder etwa doch nicht?

Klaus-Steves / pixelio.de

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Ich sitze mit Freunden im Restaurant. Sie glau­ben nicht an Gott, soll ich trotzdem meinen Kopf senken und leise mein Tischgebet sprechen? Die könnten ja denken, dass mit mir etwas nicht stimmt. Es könnte ihnen peinlich sein mit mir gesehen zu werden. Sie könnten mich darauf an­sprechen und dann wäre es vielleicht mir peinlich. Außerdem sind wir gerade in ein Gespräch verwi­ckelt, da kann ich wohl kaum einfach die Augen schließen, dies wäre unanständig. Wären dies jetzt alles Christen, wäre es etwas ganz anderes. Ich würde ernsthaft den Kopf senken und beten. Ich würde noch etwas mit geschlossenen Augen verweilen und schon mal ans leckere Essen den­ken. Danach würde ich lächelnd den Kopf heben, denn ich wäre wie die anderen. Aber zurück in die Wirklichkeit. Ich spreche mein Gebet unsichtbar, lächelnd und mit offenen Augen, denn ich will sein wie die anderen.

Es kommt nicht darauf an, wie und wo ich bete. Gott hört mein Gebet, egal ob ich die Augen offen halte oder ob ich sie schließe. Gott interessiert sich für meine Absicht. Bete ich vor anderen um zu zeigen, was für ein guter Christ ich bin? Bete ich nur wenn ich alleine bin, weil ich nicht ge­sehen werden will? Gott möchte, dass wir beten um mit ihm zu sprechen und nicht um andere zu beeindrucken. Gott will aber auch nicht, dass wir ihn ignorieren, nur um bei unseren Freunden nicht aufzufallen. Will ich denn sein wie die anderen, die Gott nicht kennen und das Beste im Leben und nach dem Leben verpassen?

Welchen Einfluss haben deine Freunde auf deine  Beziehung mit Gott?

Claudia Lehmann

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