Volle Pulle

Tim-Reckmann_pixelio.de

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Darf ich vorstellen? Oskar, 18 Jahre alt. Mädelsschwarm. Jedes Wochenende geht er raus auf die Piste. Der Alkohol fließt in Strömen und er ist mittendrin.
Er schüttet alles in sich, Hauptsache es knallt. Seine Freundin spricht ihn drauf an und meint, dass es reicht. Oskar ignoriert das und behauptet seine Grenzen zu kennen. Allerdings merkt er nicht, wie viel er schon getrunken hat… Das nächste, was er sieht, ist ein Krankenhauszimmer. Diagnose: Alkoholvergiftung.

Wahrscheinlich denkst du jetzt: „So krass wie Oskar bin ich doch gar nicht.“ – Okay, das mag sein, aber das Phänomen ist nicht selten. Vielleicht hast du selbst aber ‚nur‘ einmal „einen über den Durst getrunken“. Alkohol spielt in unserer Gesellschaft eine große Rolle. Fast auf jedem Fest wird getrunken – feiern ohne Alkohol scheint für manche gar nicht vorstellbar. Alkohol wird auch benutzt, um seine Stimmung zu beeinflussen. Dazu kommt noch, dass für Alkohol massiv geworben wird. Das beeinflusst uns und geht nicht spurlos an uns vorbei.

Wenn wir in die Bibel schauen, dann wird Wein (oder Alkohol) in über 150 Bibelstellen erwähnt. Grundsätzlich ist Alkohol in der Bibel etwas Gutes und in 50 % der Stellen wird er positiv dargestellt. Er dient zur Freude, gehört zum Essen dazu oder wird als Medizin verwendet. Jesus selbst verwandelte bei der Hochzeit zu Kana Wasser zu Wein (Johannes 2,1–11). In den weiteren 50% der Stellen wird er negativ dargestellt oder davor gewarnt. Vor allem dann, wenn man sich am Alkohol berauscht und nicht mehr Herr seiner eigenen Sinne ist. Daher unterscheidet die Bibel zwischen einem Alkoholgebrauch (1. Timotheus 5,23) und einem Alkoholmissbrauch (Epheser 5,18). Ganz deutlich wird das in Sprüche 20,1: „Ein Biertrinker wird unangenehm laut, und ein Weinsäufer redet Blödsinn; wer sich betrinkt, ist unvernünftig!“

Die Frage, die wir uns stellen sollten, heißt also nicht: „Ist Alkohol verboten oder erlaubt?“ Sondern: „Was kann ich vor Gott verantworten?“ Es liegt also in meiner Verantwortung, wie ich mit Alkohol umgehe. Niemand kann mir diese Entscheidung abnehmen. Wir dürfen den Alkohol als Gabe Gottes genießen, sollen ihn aber nicht missbrauchen. In der Bibel gibt es einen genialen Maßstab, wie viel Alkohol ich trinken darf. In 1. Korinther 10,31 lesen wir: „Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes!”

Wir sollen so trinken, dass Gott dadurch geehrt wird. Mit einem Saufgelage funktioniert das nicht. Auch wenn es bei uns noch lange nicht so extrem ist wie bei Oskar, sollten wir uns immer wieder die Frage stellen: Wird Gott durch meinen Umgang mit Alkohol geehrt? Sprich mit ihm darüber und lass im Zweifelsfall die Finger von Bier, Wein und Hochprozentigem.

Christian Nicko
schätzt „edle Tropfen“ und liebt es Entdeckungen in Gottes Wort zu machen

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