Alkohol & Suchtmittel: Tödliches Gift!

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Stört dich dieser Titel? Meinst du, ich übertreibe? Dann lies die­sen Artikel und entdecke die Wahrheit!

Fiktion oder Realität?

Vielleicht kennst du dieses Thema von Diskussi­onen mit deinen Freunden oder aus den Medien, wahrscheinlich hauptsächlich aus dem Fernse­hen. Meist taucht das Thema Alkohol und Drogen auch in erfolgreichen Filmen auf. Aber wie sieht die Wirklichkeit aus? Welche Folgen haben diese Suchtmittel? Ich arbeite seit drei Jahren bei der Drogenfahndung in Neuchâtel und es liegt mir am Herzen, dich auf einige Punkte aufmerksam zu machen.

Sauberkeit von Kleidung und Wohnung.

Torsten-Lohse / pixelio.de

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Bevor ich angefangen habe auf diesem Gebiet zu arbeiten, hätte ich das, was ich bei Wohnungs­durchsuchungen von alkohol- oder suchtmittel­abhängigen Menschen alles schon sehen musste, niemals für möglich gehalten. Ekelerregender Ge­stank in der ganzen Wohnung. Berge von Abfällen auf dem Boden und auf den Möbeln, ja sogar im Bett. Eine Badewanne voller Haare und gelber Flecken, unbenutzbar. Leere Kühlschränke oder das Gegenteil, gefüllt mit verdorbenen Lebens­mitteln. Die ganze Wohnung verschmutzt mit Ex­krementen von Hunden oder Katzen. Durchlöcher­te Kleider mit Flecken in allen möglichen Farben und Gerüchen. Wenn man nur noch daran denken kann, wie man an seine Suchtmittel gelangt, wird alles andere nebensächlich. Gut, es handelt sich hier um Extremfälle; aber auch diese Leute ha­ben einmal ganz harmlos angefangen, bevor sie in diesen Teufelskreis gerieten und dann schnell bergab trudelten.

Überhaupt kein Sozialleben.

Bei meinen zahlreichen Verhören haben mir diese Leute oft erzählt, dass es absolut keine Freund­schaft gibt in diesem Milieu. Viele merken erst im Gefängnis, wie alleine sie sind und dass sie nie­mand besuchen kommt, jetzt wo sie es am nö­tigsten hätten. Wenn du Drogen hast, sind alle nett und verkehren regelmäßig mit dir. Ist das Gegenteil der Fall, ignorieren sie dich. Lügen wird schnell zur Pflicht. Der Versuch, an Drogen heran­zukommen, steht immer an erster Stelle. Da deine Freunde aus Kindheit und Jugend andere Wege eingeschlagen haben, hast du schlussendlich nur noch Kontakt zu Leuten, die in der gleichen Situa­tion sind wie du, und so versinkst du immer tiefer im Schlamassel.

Schwere Krankheiten der Organe und Zerstö­rung des Körpers.

Jorma-Bork / pixelio.de

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Sehr, sehr wenige alkohol- oder drogenabhängige Personen leben bis zur Pensionierung. Seit ich Po­lizeiinspektor bin, sind in der Gegend, in welcher ich arbeite, schon Dutzende Süchtige gestorben. Meistens sterben sie sehr jung an Krankheiten oder übermäßigem Konsum (Überdosis). Diese Substanzen schwächen das Immunsystem in großem Maße und befallen die lebenswichtigen Or­gane. Ist es normal, wenn eine 30-jährige Person schon an folgenden Krankheiten leidet: Zahnaus­fall, Hautinfektionen, Halluzinationen, Hepatitis A, B und C, Schlaflosigkeit während 60 Stunden, HIV-Virus etc.? Ich habe alle diese Krankheiten bereits bei Rauschgiftsüchtigen in meinem Alter gesehen. Das ist kein Film, sondern harte Realität.

Verkehrsunfälle.

Auch heute noch finden viel zu viele Menschenle­ben auf den Schweizer Straßen ein jähes Ende. Alkohol- und Drogenkonsum sind Hauptursachen der Autounfälle, in die junge Erwachsene verwi­ckelt sind. Der Schuldige zerstört sein Leben und oft auch jenes unschuldiger Menschen, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Du denkst vielleicht, dass so etwas nur anderen passiert. Ei­nes Tages aber bist du dieser andere, auch wenn du es nicht wahrhaben willst, doch dann ist es zu spät. Nimm also dieses große Risiko nie auf dich! Fahre nur nüchtern, aus Respekt vor den an­deren und dir selbst. Ein Unfall dauert nur eini­ge Sekunden, die Folgen sind jedoch oft Jahre, ja vielleicht sogar das ganze Leben lang zu spüren. Es gibt Dinge, die nie wieder gut gemacht werden können, wie zum Beispiel Paraplegie – eine Last, die sehr schwer zu tragen ist. Denke daran, bevor du dich in einem schlechten Zustand ans Steuer setzt.

Kurz gesagt.

Wenn du schon einmal Drogen konsumiert und/oder übermäßig viel Alkohol getrunken hast, ist es Zeit STOPP zu sagen. Verschiebe die Entschei­dung nicht auf später, triff sie jetzt! Wenn du diesen Fallen bis jetzt ausweichen konntest, hal­te durch – du bist auf dem richtigen Weg! Alko­hol- und Drogenabhängigkeit haben tatsächlich zerstörerische Folgen und wenn nicht ein Wunder geschieht, endet alles allzu oft in einem traurigen und verkürzten Leben.

Laurent Daerendinger

2 Kommentare
  1. saskia schneider
    saskia schneider sagte:

    Hi, es geht jetzt nicht um Drogen, doch ich habe eine Frage. Meiner ungläubige Freundin sagt oft Schimpfwörter. Wenn ich sie dann ermahne, so etwas nicht zu sagen, meint sie nur, dass es ganz normale Wörter wären. Stimmt das?

    • Andrea Hanek
      Andrea Hanek sagte:

      Hallo Saskia,
      ich weiß ja nicht, welche Wörter deine Freundin so verwendet, aber es kommt immer auch auf die Absicht an, mit der man sie sagt. Es kann schon sein, dass es sich für sie um „normale“ Wörter handelt, aber das Argument zählt eigentlich nicht, wenn sie diese Wörter zum Fluchen verwendet.
      Ich will jetzt auch nicht sagen, dass ich so etwas gut finde, aber manchmal muss man einfach „Dampf ablassen“, da kann einem schonmal ein Schimpfwort über die Lippen kommen. Sobald das aber zur Angewohnheit wird oder Menschen dadurch verletzt bzw. schlechtgemacht werden, ist das auf jeden Fall nicht mehr in Ordnung! So etwas lässt auch denjenigen nicht gut dastehen, der die gehässigen Worte ausspricht, denn wer hat schon gern mit solchen Menschen zu tun?! Vielleicht sollte deine Freundin sich überlegen, ob es wirklich so „cool“ ist, viel zu fluchen, oder ob es im Endeffekt nur ihrem eigenen Ruf schadet…?
      Schöne Grüße,
      Andrea (Team)

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