Die Könige des AT

Großer Stratege, Visionär, Angsthase, unglaublich weise, grausam und blutig…über die Könige im Alten Testament gibt es einiges zu sagen. Insgesamt 43 jüdische Könige herrschten über Israel und Juda. Dabei können wir sowohl von sehr guten, als auch von sehr bösen und gottlosen Königen lesen. In dieser Woche wollen wir uns daher 7 Könige etwas näher unter die Lupe nehmen, um aus ihren guten Taten und auch Fehlern zu lernen.

 

Tag 1: König Saul

Das Volk hatte sich entschieden. Sie wollten einen König. In 1.Samuel 10,17-27 beauftragt Gott Samuel, den neuen König durch Lose auszuwählen. Die Wahl fällt auf den stattlichen Saul, der sich allerdings recht ungewöhnlich verhält. Wie wirkt Saul auf dich?

Die erste Herausforderung als König Israels ließ nicht lange auf sich warten. Die Ammoniter standen vor der Tür. In 1.Samuel 11,11-15 kannst du lesen wie Saul reagiert. Wie wirkt Saul in dieser Situation auf dich? Kannst du die Veränderung sehen? Überlege auch, wie Saul zu so einer Reaktion fähig ist.

Kaum hatte Saul die Ammoniter geschlagen, wartete mit den Philistern auch schon der nächste Feind. Doch statt auch diesem Feind mit festem Gottesvertrauen und furchtlos entgegenzutreten, lesen wir in 1.Samuel 13,6-14 von einer ganz anderen Reaktion. Warum denkst du, handelte Saul so? Schau dir auch an, welche Konsequenzen das für Saul hatte.

Wo suchst du Hilfe, wenn du ängstlich bist? Glaubst du, dass mit Gottes Kraft alles möglich ist? Lies zum Abschluss 2.Korinther 12,9.

 

Tag 2: König David

Gott hatte sich entschieden, Saul seine Königsherrschaft zu nehmen und einen anderen König einzusetzen. In 1.Samuel 16,1-13 kannst du nachlesen, wie und wen Gott dafür auswählt. Kannst du erkennen, worauf Gott dabei vor allem achtet? Was ist Gott wichtig?

Wieder einmal herrscht Krieg in Israel. Voller Angst steht das israelitische Heer dem Feind gegenüber. Da kommt plötzlich David und alles ändert sich. Schau dir in 1.Samuel 17,42-52 an, was nun passiert. Ist das nicht völlig verrückt? Überlege, warum David dazu fähig war.

Eindrucksvoll bewies David sein Vertrauen zu Gott. Doch auch große Gottesmänner können straucheln. Lies dir die Geschichte aus 2.Samuel 11,1-5 durch und überlege dir, wie es dazu kommen konnte. Gibt es Dinge, die dich zu Fall bringen wollen? Wie kannst du dich dagegen schützen?

Trotz seiner Fehler wird David ein Mann nach Gottes Herzen beschrieben. Überlege dir ganz konkret zwei Dinge, die du von David lernen willst oder die dir wichtig geworden sind.

 

Tag 3: König Salomo

Wofür würdest du dich entscheiden, wenn du einen Wunsch frei hast? In 2.Chronik 1,1-12 kannst du von genauso so einer Geschichte lesen. Was wünschte sich Salomo? Überlege dir, was das über seine Beziehung zu Gott sagt.

Salomo liebte Gott und wurde reich gesegnet. Sogar Menschen aus weit entfernten Länder hörten von Salomo und seinem Gott. Lies dir die Geschichte aus 2.Chronik 9,1-8 durch. Erkennst du, welche Auswirkung eine starke Beziehung zu Gott haben kann? Überlege dir, wie du in deinem Alltag Zeugnis sein kannst, damit andere sehen, dass du Jesus liebst und mehr über ihn erfahren möchten.

Salomo hätte sich alles wünschen können, aber nur eines war ihm wichtig. Er wollte ein Haus für seinen Gott bauen und ihm die Ehre geben. Überlege dir, was deine Ziele im Leben sind. Spielt Gott dabei eine Rolle? Mache es wie Salomo und setze Gott an die erste Stelle in deinem Leben. Du wirst sehen, ein Leben mit Gott lohnt sich!

 

Tag 4: König Joasch

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Stell dir vor du bist sieben Jahre alt und wirst König. Könntest du dir vorstellen, bereits in diesem Alter Entscheidungen für ein ganzes Land zu treffen? In 2.Könige 12 kannst du von König Joasch lesen, der genau das tun musste.

Erstaunlich oder? Obwohl er noch so jung war, hatte er alles im Griff und vor allem eine feste Beziehung zu Gott. Was meinst du woran das lag (Vers 3)? Wenn du möchtest kannst du dazu auch noch das Kapitel 11 lesen.

Wie schon zuvor bei Salomo, lag auch Joasch viel am Tempel Gottes. Voller Eifer setzte er sich dafür ein. Aber wie auch bei Salomo gab es im Leben von Joasch Dinge, die nicht gut waren. Nenne eine Sache, die Recht war in Gottes Augen und eine Sache, die Gott missfiel.

Hast du einen Lehrer/Mentor, der dich im Glauben unterweist und stärkt? Gibt es in deinem Leben Sünde, die du nicht als solche wahrnimmst oder nicht konsequent aus deinem Leben tust? Wie wird es in deinem Leben sichtbar, dass du Gott nachfolgst?

 

Tag 5: König Ahasja

Ahasja hatte keinen guten Start in seine Amtszeit. Durch einen Unfall wurde er schwer krank. In 2.Könige 1 kannst du lesen, wie er daraufhin Diener losschickte, um einen seiner Götzen zu befragen. Was sagt das über seine Beziehung zu Gott aus?

Nach einiger Zeit kommt der Bote mit einer Nachricht zurück. Anders als erwartet stammt diese aber nicht von einem Götzen, sondern von einem Propheten Gottes. Was lässt dieser ihm ausrichten und wie reagiert Ahasja darauf?

Voller Zorn auf die Botschaft des Propheten schickt Ahasja Soldaten, um Elias zu töten. Doch dann passiert etwas Unglaubliches. Welches Schicksal ereilt die Soldaten und wie reagiert der König darauf?

Ist das nicht grausam? Auch ein zweites und drittes Mal schickt der König seine Soldaten los. Wie schaut es bei dir aus? Hörst du, wenn Gott dir etwas sagt oder tust du es ungeachtet der Konsequenzen wieder und wieder?

 

Tag 6: König Manasse

Als ein neuer König sein Amt antrat, folgte er zunächst meist dem Vorbild seines Vaters. Schau dir zunächst einmal 2.Könige 20,1-7 an und beschreibe Manasses Vater. In was für einem Umfeld wuchs Manasse auf?

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Doch in diesem Fall schon. Lies dir 2. Könige 21,1-9 durch. Wie würdest du Manasses Beziehung zu Gott beschreiben?

Sünde hat Folgen. Wie du in 2.Könige 21,10-18 sehen kannst, bleiben auch Manasses Taten nicht unbestraft. Ist es nicht verwunderlich, dass Manasse sich so entwickelt, wo ihm doch sein Vater ein Leben mit Gott vorlebte? Was kannst du daraus lernen?

 

Tag 7: König Josia

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Wie schon bei Manasse, entwickelte sich Josias anders, als man es auf Grund seines Umfelds erwarten würde. Was kannst du darüber in 2.Chronik 33,21-34,3 herausfinden? Beschreibe Josias Beziehung zu Gott.

Josia meint es wirklich ernst und lässt Gottes Tempel renovieren. Während den Arbeiten dann die Überraschung. Ein sensationeller Fund. Um was handelt es sich in 2.Chronik 34,4-29? Was war Josias Reaktion darauf? Wie regierte Gott wiederum darauf?

Erneut beschließt Josia, Gottes Willen nachzufolgen. In 2.Chronik 34,30-33 kannst du lesen, wie Josia gegen den Götterkult ankämpfte. Bereits viele Könige vor Josia bekämpften den Gottesdienst. Was war der kleine aber feine Unterschied bei Josias Kampf gegen den Götzenkult (V33)? Welche Auswirkung hatte das auf das Volk?

Die Hingabe eines Mannes hatte positive Auswirkungen auf ein ganzes Volk. Wie sieht es bei dir aus? Kannst auch du die Leute um dich herum durch dein Leben positiv beeinflussen? Bist du wie Josia konsequent und streichst alles aus deinem Leben, was dich von Gott wegzieht?

Biblische Wahrheiten

Täglich werden wir zugeschüttet mit Informationen. Doch was behalten wir? Was ist wichtig? Was ist wahr und was nicht? Heutzutage wird es immer schwieriger, diese Fragen zu beantworten. Doch es gibt eine Quelle, der wir immer und bedingungslos vertrauen können – die Bibel. Diese Woche werden wir uns deshalb sieben biblische Wahrheiten anschauen. Sie sollen uns ermutigen und helfen, ein richtiges Bild von Gott zu bekommen und es auch zu bewahren…

 

Day 1: 360° von Gott umgeben

David hatte es nicht leicht in seinem Leben. Besonders zu Zeiten Sauls war David oft in Gefahr. Lies einmal 1.Samuel 21,1-10.

David befand sich gerade auf der Flucht vor Saul. Wie bewertest du Davids Verhalten gegenüber dem Priester aus Nob?

Davids Flucht vor Saul war keine einmalige Sache. Immer wieder musste David in seinem Leben fliehen. Immer wieder kamen Dinge auf David zu, die er sich so bestimmt nicht gewünscht hatte. In anderen Situationen holten David auch Dinge ein, von denen er sicherlich nicht wollte, dass sie passieren. Lies dazu einmal 1.Samuel 22,6-20.

Trotz dieser schweren Situationen in seinem Leben zeichnete David eine Sache ganz besonders aus. Schau dir dazu einmal Psalm 139 an und denke daran, wenn du in einer schweren Situation steckst.

 

Day 2: Mehr als alles behüte dein Herz

Das Herz ist eines unserer wichtigsten Organe. Ohne das Herz gibt es kein Leben. Kommt das Herz einmal aus dem Rhythmus, herrscht höchste Alarmbereitschaft. Dann kommt das Leben aus dem Takt. Lies einmal Sprüche 4,23 und schau, was die Bibel über das Herz sagt.

Was ist dir in deinem Leben wichtig? Überlege dir, was du bereit wärst zu tun, um diese Sache zu beschützen. Noch mehr sollst du dein Herz beschützen. Warum, das kannst du in Matthäus 15,19-20 nachlesen.

Da wir nun wissen wie wichtig das Herz ist, müssen wir uns die Frage stellen, mit was wir unser Herz füllen. Welche Dinge bereiten dir Freude? Mit was beschäftigst du dich in deiner Freizeit? Woran hängt dein Herz? Nimm dir Zeit, um über diese Fragen nachzudenken. Lies zum Schluss noch einmal die Verse 23 und 24 aus Psalm 139 und bitte Gott ggf. um Korrektur.

 

Day 3: Aus wenig wird viel

Ob durch die Speisung der 5000 oder die Verwandlung von Wasser zu Wein – Jesus kann aus wenig viel machen. Das gilt auch für unser Leben. Lies einmal Markus 12,41-44 und 1.Könige 17,7-16.

Beide Witwen gaben etwas, dass sie sich eigentlich nicht leisten konnten. Was war Gottes Reaktion darauf? Was denkst du: wird es Gott belohnen, wenn wir ein Teil unseres Geldes für andere geben? Was hindert dich daran?

Bereits die ersten Gemeinden lebten das, wozu Petrus in 1.Petrus 4,8-10 auffordert. Lies dazu auch noch Apostelgeschichte 2,44-47. Welche Auswirkungen hatte das Verhalten dieser ersten Christen? Überlege dir ganz praktisch, was du neben Geld für die Gemeinde und das Reich Gottes geben kannst. Erlebe, wie Gott aus kleinen Gaben Großes tut.

 

Day 4: Nachläufer oder Nachfolger?

Kennst du das Gefühl, nicht gemocht zu werden? Oder weißt du vielleicht sogar wie es ist, nicht geliebt zu werden? Bei Gott ist für diese Gefühle kein Platz. Bei Gott dürfen wir wissen, woran wir sind. Lies dazu einmal 1.Korinther 1,9, Johannes 15,13-14 und Römer 8,23.

Gott gibt uns Liebe, die unseren Verstand übersteigt. Aber er möchte im Gegenzug auch unsere Liebe (2.Thessalonicher 3,5). Er möchte der wichtigste Teil in unserem Leben sein. Lies zum Schluss die Stelle aus Matthäus 6,24.33a.

Welche Rolle spielt Gott in deinem Leben? Bist du ein Nachläufer oder ein Nachfolger? Bedenke: Du kannst überall da sein, wo auch Gott ist und trotzdem alleine sein. Das entscheidende ist die persönliche Beziehung zu Gott. Mache ihn zum Mittelpunkt deines Lebens. Verbringe deine Zeit mit Gott und laufe mit ihm durchs Leben statt hinter ihm her.

 

Day 5: Zur Freiheit berufen

Tun können, was ich will. Sein, wer immer ich sein will. Haben, was mir gefällt. Kurz gesagt: Freiheit. Zumindest ist so das allgemeine Verständnis über Freiheit. Doch was sagt eigentlich Gott über Freiheit? Schau einmal rein in 2.Korinther 3,17 und Galater 1.13. Stelle fest, was und wo wirklich Freiheit ist.

Oft sehen Menschen das „Christ sein“ als eine Art Sklaverei an. Tu dies nicht, tu das nicht… Doch wozu hat Gott uns berufen? Wo können wir wirklich Freiheit finden? Warum denkst du, hat Gott uns bestimmte Begrenzungen gegeben?

Lies dir zum Schluss einmal folgenden Artikel durch: https://teensgeneration.com/gott-und-bibel/die-sehnsucht-nach-freiheit/. Versuche in eigenen Worten unsere „Freiheit in Christus“ zu erklären. Erlebe die Freiheit, die nur durch Jesus Christus erlebt werden kann – beurteilt nach Liebe, nicht verurteilt aus Leistung.

 

Day 6: Gottes Stimme hören

Kennst du das: Du betest für etwas, aber es passiert nichts. Vielleicht bekommst du Angst, weil du denkst, dass Gott bereits gesprochen und du ihn nicht gehört hast. Vielleicht nimmst du das aber auch als Anlass dafür, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen und das zu tun, was du sowieso wolltest. Schau einmal was Gott in Johannes 10,27-28 über dieses Thema sagt.

Wenn der Hirte nach seinen Schafen pfeift, kommen alle sofort angelaufen. Würde eine andere Person pfeifen, würden die Schafe nicht reagieren. Woran denkst du liegt es, dass die Schafe auf die Stimme des Hirten hören? Warum können sie seine Stimme so gut von der Stimme eines anderen unterscheiden?

Nur wenn du Gott immer besser kennen lernst, kannst du ihm bedingungslos vertrauen und folgen. Um Gott besser kennen zu lernen, benötigt es wiederum Zeit und Gemeinschaft mit ihm. Überlege dir diese Woche ganz praktisch drei Dinge, die dir helfen, zusätzlich Zeit mit Gott zu verbringen. Du wirst merken, wie du Gottes Stimme wieder hören wirst. Bedenke: auch zwischenzeitliches Schweigen kann eine Antwort sein.

 

Day 7: Ein Gott, der Hoffnung gibt

Nicht immer läuft im Leben alles glatt. Notsituationen, Trauer, Angst und auch Schmerz sind normale Bestandteile des Lebens. Wie schön zu wissen, dass wir trotz solcher Dinge die Hoffnung nicht verlieren brauchen. Lies dazu einmal Jesaja 40,32, 1. Petrus 1,3 und Epheser 1,18.

Hoffnungslosigkeit ist wahrscheinlich eines der schlimmsten Dinge, die einem Menschen passieren können. Ohne Hoffnung ist kein Leben möglich. Es ist also existenziell wichtig, auf was man seine Hoffnung setzt.

Was für eine Hoffnung dürfen wir haben, wenn wir auf Gott vertrauen? Auf wen oder was setzt du deine Hoffnungen?

Schau dir passend dazu noch einmal folgendes Video an…

Fragen

Egal ob in der Schule, im Studium oder im Alltag – immer wieder muss man sich als Christ mit einer Vielzahl an auftretenden Fragen auseinandersetzen. Meist sind es ähnliche Fragen, die andere oder auch man selbst an sich stellt. Gibt es einen Gott? Warum lässt Gott Leid zu?… In Anlehnung an das Buch „Fragen, die immer wieder gestellt werden“ von Werner Gitt, wollen wir uns diese Woche mit sieben zentralen und immer wieder auftretenden Fragen im Leben eines Christen beschäftigen…

 

Day 1: Woher willst du wissen, dass Gott überhaupt existiert?

Wie auch der Jünger Thomas, wollen viele Menschen immer erst handfeste Beweise haben, bevor sie an etwas glauben. Gerade wenn es um den Glauben geht, rechtfertigen viele Menschen ihren „Unglauben“ aufgrund mangelnder Beweise. Lies dazu einmal die Stelle aus Römer 1,18-31.

Schon immer haben die meisten Menschen in irgendeiner Form an einen Gott oder etwas Übernatürliches geglaubt, das über ihnen steht. Auch völlig unerreichte und abgeschottete Urwaldstämme sind sich einer übernatürlichen Macht bewusst. Was wird in diesem Textabschnitt als der Beweis für Gottes Existenz genannt? Was ist der Grund dafür, dass viele Menschen dennoch nicht an Gott glauben?

Egal wo du bist, überall siehst du Beweise von Gottes Existenz. Bäume, Berge, Flüsse, Blumen und vieles mehr sind Teile von Gottes Meisterwerk. Jeden Tag siehst du viele Teile davon, aber bringen sie dich noch zum staunen? Wenn du dich an der Natur freust, lobst du auch den Schöpfer, der sie gemacht hat? Lebst du in diesem Bewusstsein, dass Gott existiert?

Starte diese Woche ein Experiment. Gehe jeden Tag bewusst durch die Natur und danke Gott für alles, was du als schön empfindest. Bedenke zudem, dass wir aus der Schöpfung etwas über Gottes Kraft, Macht und Kreativität schließen können, aber nicht wirklich über sein Wesen (Liebe, Treue, Gnade…). Versuche daher zusätzlich auch täglich in Gottes Wort zu lesen und erlebe, wie du Gott wieder viel bewusster danken kannst.

 

Day 2: Wie kann ich feststellen, ob die Bibel die Wahrheit sagt?

Ob etwas stimmt oder nicht, kann meist nicht einfach durch bloßes Argumentieren entschieden werden – ein Experiment muss her. In der Bibel gibt es einige Methoden, wie gerade durch Experimente der Wahrheitsgehalt der Bibel überprüft werden kann. Lies dazu einmal folgende Stellen aus Josua 1,8/ Johannes 7,16-17/ Johannes 8,31-32/ Apostelgeschichte 17,11/Römer 10,17.

Auch wenn sich die meisten Bibelstellen ähneln, so könnte man sie doch als unterschiedliche „Prüfungsmethoden“ bezeichnen, durch die sich die Bibel auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen lässt. Versuche für jede Stelle herauszufinden, welche Methode dahintersteckt.

Wie du festgestellt hast, wird man die Wahrheit der Bibel nur feststellen, wenn man sich damit beschäftigt und sich auf das Experiment einlässt. Nimm dir nun eine Bibelstelle heraus und beginne selbst, dass Experiment durchzuführen. Erlebe wieder neu, dass Gottes Wort voller Wahrheit ist und motiviere andere, sich auch auf die Bibel einzulassen.

 

Day 3: Warum leben wir auf der Erde?

Gott hat die Schöpfung auf wunderbare Art und Weise gemacht. Doch wir Menschen haben dafür gesorgt, dass diese Schöpfung Stück für Stück kaputt geht. Da stellt sich doch die Frage: „warum lässt uns Gott, der allwissend ist, dann überhaupt auf der Erde leben? Lies dazu einmal die drei Bibelstellen aus 1.Mose 1,26-27, Jeremia 31,3 und Johannes 3,16.

Gott hatte einen Grund dafür, uns zu schaffen. Was kannst du aus den beiden Bibelstellen schließen? Warum hat Gott uns gemacht?

Gott hat uns also aus einem ganz bestimmten Grund gemacht. Der Schöpfer liebt seine Geschöpfe und er möchte auch Zeit mit ihnen verbringen. Nimm dir diese Woche ganz bewusst jeden Tag 15min zusätzlich Zeit, um Gemeinschaft mit Gott zu haben. Du kannst das z.B. tun, indem du daran zurückdenkst, was Gott schon alles für dich getan hat und ihn dafür anbetest. Du wirst merken, wie du bald Schwierigkeiten damit haben wirst, nur 15min mit Gott zu verbringen.

 

Day 4: Ist auch das Böse von Gott geschaffen?

„Wenn Gott alles gemacht hat, dann doch auch das Böse, oder?“ Sicherlich hast du diese Frage auch schon einmal gehört. Auch darauf liefert uns die Bibel eine deutliche Antwort. Lies dazu einmal folgende Stellen aus 1.Johannesbrief 1,5, Jesaja 6,3 und Jakobus 1,17.

Was denkst du nun? Kann von Gott etwas Böses kommen? Trotzdem bleibt die Frage, wie das Böse in die Welt kommen konnte. Lies dazu einmal die Geschichte aus Hesekiel 28,15-19 und Jesaja 14,14. Von wem ist hier die Rede?

Weil Adam und Eva auf die Versuchung des Teufels eingingen, kam die Sünde in die Welt. Unser ganzes Leben befinden wir uns daher in einem geistlichen Kampf gegen den Teufel und seine sündigen Verlockungen, mit denen er uns von Gott wegziehen möchte. Lies zum Schluss einmal Epheser 6,12.

Wir befinden uns in einem „geistlichen“ Kampf. Wie auch ein Soldat niemals unbewaffnet in einen Kampf ziehen würde, so sollen auch wir stets ausgerüstet und bereit sein, mit Gottes Hilfe dem Satan entgegenzutreten. Nimm dir diese Woche bewusst vor den Tag mit Gott zu starten und um seine Hilfe für den neuen Tag zu beten. Zusammen mit ihm wirst du den Tücken und Listen des Teufels widerstehen können.

 

Day 5: Warum lässt Gott nicht einfach alle Menschen in den Himmel kommen?

Um diese Frage zu beantworten, wollen wir uns erst einmal eine grundlegende Tatsache vor Augen rufen. Lies dazu einmal den Abschnitt aus Römer 3,21-32.

Halte einmal fest: Für wen ist Jesus am Kreuz gestorben? Was müssen wir tun, um Gottes Angebot der Sündenvergebung anzunehmen?

Jesus hat alles für uns am Kreuz getan. Doch er hat uns Menschen den freien Willen gegeben und jeder muss sich selbst entscheiden, ob er Gottes Angebot annimmt, oder nicht. Gott möchte Freiwillige Menschen, die Buße tun und sein Angebot der Liebe und Versöhnung durch den Glauben annehmen. Im Himmel wird es keine „Zwangseinquartierten“ geben.

Überlege dir einmal, was du ganz praktisch tun kannst, um deinen Freunden um dich herum eine Entscheidung für Jesus „schmackhaft“ zu machen. Was könntest du ihnen sagen, wenn sie dich fragen, warum sie sich für Jesus entscheiden sollten. Kannst du ihnen auch durch dein Leben zeigen, dass es sich lohnt, an Jesus zu glauben?

 

Day 6: Was ist der Sinn für mein Leben?

Woher komme ich? Wozu lebe ich? Wohin gehe ich? Schon immer fragten verschiedene Menschen nach dem Sinn des Lebens. Heute wollen wir darauf eine Antwort finden.

Überlege dir erst einmal, was die meisten Menschen als Sinn des Lebens bezeichnen würden. Lies nun die Verse aus 1.Timotheus 2,3-4, Psalm 100,2, Matthäus 28,19, Matthäus 22,39, Johannes 15,8 und Matthäus 6,19-20. Versuche nun durch die Bibelstellen eine Aussage über den Sinn des Lebens zu formulieren.

Wir werden einmal bei Jesus sein. Wir sind also nur vorübergehend auf der Erde, denn unser Bürgerrecht ist im Himmel (Philipper 3,20-21). Daher macht es Sinn, schon jetzt mit Jesus zu leben und Frucht zu bringen, da nur das letztlich Bestand haben wird. Überlege dir einmal ganz praktisch, wie du in deinem Alltag Frucht bringen kannst. Setzte deinen Plan in die Tat um!

 

Day 7: Ist Glauben und Wissen nicht ein Unterschied? Wie kann man den Glauben als „gewiss“ darstellen?

Als letztes wollen wir uns mit einer Frage beschäftigen, die vor allem Philosophen im Laufe der letzten hundert Jahre immer wieder stellten. Dabei muss man beachten, dass eine Frage auch immer von der Voreinstellung des Fragestellers abhängt. Lies einmal die Bibelstellen aus 1.Korinther 1,18, 1.Korinther 2,14.

Was kannst du aus den Bibelstellen schließen? Lies nun die Stellen aus Johannes 16,3 und 1.Korinther 3,11. Was ist das Problem vieler Menschen, bzw. warum können sie viele Dinge bezüglich des Glaubens nicht verstehen? Was muss passieren, damit sie es verstehen?

Nun wollen wir aber zu der eigentlichen Antwort auf die Frage kommen. Lies Hebräer 11,1 und versuche nun in eigenen Worten eine Antwort auf die Ausgangsfrage zu geben.

Wie steht es mit dir? Ist dein Glaube eine feste Zuversicht oder hast du auch mit Zweifeln zu kämpfen? Überlege dir eine Maßnahme für die nächste Woche, wie es dir gelingen kann, dass du dir noch mehr Zeit für Gemeinschaft mit Gott nehmen kannst. Du wirst sehen, wie du Gott immer mehr kennen lernst, wenn du Zeit mit ihm verbringst und dein Glaube zur Gewissheit wird.

 

Außenseiter in der Bibel

Nicht „cool“ genug, zu klein, zu dünn, zu dick, zu groß, Ausländer oder zu schüchtern… es gibt viele „Gründe“, warum Menschen andere Menschen ausschließen. Auch in der Bibel können wir von einigen Außenseitern lesen. Vor allem können wir aber auch sehen, dass es in Gottes Augen überhaupt keine Außenseiter gibt und dass es gerade solche Menschen sind, durch die Gott wirkt. Diese Woche wollen wir uns daher sieben vermeintliche Außenseiter anschauen und von ihnen lernen…

 

Day 1: Die Aussätzigen von Samaria

Israel befindet sich gerade in einer verzwickten Lage. Lies 2.Könige 6,24-7,2 und verschaffe dir einen Eindruck von der vorherrschenden Situation. Wie würdest du die Lage mit nur einem Wort beschreiben?

Nicht nur in der Stadt herrschte große Not. War jemand in Israel aussätzig, so musste er außerhalb der Stadt leben und meist betteln, um seinen Lebensunterhalt zu sichern. Auch zu dieser Zeit gab es einige Aussätzige vor den Toren Samarias, die nun in der Zwickmühle saßen. Lies dazu einmal den Textabschnitt aus 2.Könige 7,3-20.

Die vier Aussätzigen hatten nichts zu verlieren und riskierten alles, in dem sie zum Heerlager der Aramäer gingen. Was fanden sie dort vor und in wie fern hätte es ihr Leben verändern können? Wie war ihre Reaktion darauf?

Wie würdest du reagieren, wenn dir von jemanden Unrecht getan wird und du plötzlich die Möglichkeit hast, zurückzuschlagen? Hätten die Aussätzigen nichts gesagt, wären vermutlich alle in der Stadt verhungert. Nimm dir das Verhalten der vier Männer zum Vorbild. Schlag nicht zurück, wenn du die Möglichkeit dazu hast, sondern lerne, anderen zu vergeben.

Seid stattdessen freundlich und mitfühlend zueinander und vergebt euch gegenseitig, wie auch Gott euch durch Christus vergeben hat [Epheser 4,23]

 

Day 2: Mefi-Boschet

Aufgrund seines Versprechens zu Jonatan kümmerte sich David um Mefi-Boschet. Lies dazu einmal die Verse aus 2.Samuel 4,4 und 9,13.Was dachte dieser über sich selbst und wie veränderte sich seine Situation?

Mefi-Boschet ging es besser, als er sich es hätte erträumen lassen. Doch leider musste Mefi-Boschet sehr bald erneut einen Rückschlag hinnehmen. Lies die Verse aus 2.Samuel 16,1-4 und 19,25-31. Was war Mefi-Boschet wiederfahren?

Mefi-Boschet war seinem König immer treu ergeben. Es muss schlimm für ihn gewesen sein, als sein Knecht ihn so schlecht beim König machte. Als dann endlich die Wahrheit ans Licht kam, reagierte Mefi-Boschet vermutlich ganz anders, als man es erwarten würde. Was ist seine Reaktion auf Davids Urteil und was sagt das über ihn aus?

Mefi-Boschet kümmert es gar nicht, dass er seinen Besitz teilen muss. Freiwillig ist er bereit, sogar alles zu geben. Ihm ist nur wichtig, dass sein Herr wieder da ist und es ihm gut geht. Was für ein Vorbild! Wir haben Gottes Zusage, dass es uns an nichts fehlen wird. Lasst uns wie Mefi-Boschet sein und uns über unseren Herrn freuen, anstatt uns über andere Dinge sorgen zu machen.

Freut euch allezeit! Betet unablässig! Sagt in allem Dank! Denn dies ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.
[1.Thessalonischer 5,16-18]

 

Day 3: Mordechai

Mordechai war ein Jude, der im Exil in Babylon lebte. Er gehörte nicht zu dem dort ansässigen Volk und könnte daher auch als Außenseiter bezeichnet werden. Doch wie du in Ester 2,5-7 und 15-23 feststellen kannst, war auch Mordechai zu großen Taten fähig.

Was tat Mordechai, als er von dem Anschlag auf den König hörte? Wie war die Reaktion des Königs darauf, bzw. was bekam Mordechai dafür?

Bei Gott ist nichts verborgen. Lies nun noch die Geschichte aus Ester 6,1-11. Worin kannst du hier Gottes Wirken erkennen?

Mordechai hätte den Anschlag auf den König einfach zulassen können. Schließlich war der König ja nicht von seinem Volk, sondern gehörte sogar zu dem Volk, das Israel verschleppt hatte. Doch Mordechai war treu und loyal und warnte den König.

Kennst du das? Manchmal kommt man in Situationen, wo man anderen eine große Hilfe sein könnte. Doch man sträubt sich dagegen, weil man die Person nicht mag, keine Lust hat oder irgendetwas anderes einen davon abhalten möchte. Nimm dir in nächster Zeit bewusst vor, jede Möglichkeit zu nutzen, in der du anderen Gutes tun kannst. Erlebe die Freude, die im Geben steckt.

Tut eure Arbeit mit Eifer und Freude, als würdet ihr Gott dienen und nicht Menschen. Vergesst nicht, dass der Herr euch mit dem himmlischen Erbe belohnen wird. Dient dem Herrn Jesus Christus! [Kolosser 3,23-24]

 

Day 4: Die arme Witwe

Wenn wir über Außenseiter reden, dann war es vor allem auch eine Witwe, die in der Gesellschaft damals einen schweren Stand hatte. Sie hatte niemand mehr der für sie sorgt und war auf die Hilfe anderer angewiesen. Wie du in Markus 12, 41-44 sehen wirst, konnte aber auch eine Witwe Großes leisten.

Stell dir einmal vor, du spendest dein gesamtes Gehalt. Ist das nicht verrückt? Genau das hat die arme Witwe hier getan. Warum denkst du war sie zu so einer Aktion fähig? Glaubst du, dass sie nun Mangel leiden wird?

Diese Witwe gab nichts aus ihrem Überfluss, sondern trotz ihres Mangels. Wie oft geben wir Gott etwas aus unserem Überfluss und sind dann noch stolz, besonders großzügig zu sein? Gott braucht und will solche Gaben nicht. Er will vor allem, dass wir ihm vertrauen. Überlege dir einmal, wofür du jeden Monat dein Geld ausgibst. Wage ein einmonatiges Experiment: Nimm alles Geld, was du für unwichtige Dinge ausgeben würdest und setze es für Gottes Reich ein. Wage es, auch einmal kein dickes Polster auf dem Konto zu haben und vertraue auf Gott. Er wird dich versorgen!

Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus. [Philipper 4,6-7]

 

Day 5: Die zehn Aussätzigen

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, waren es gerade vermeintliche „Außenseiter“, mit denen sich Jesus umgab. Lies nun einmal die Geschichte über die zehn Aussätzigen in Lukas 17,11-19.

Fällt dir auf, wie sie Jesus ansprachen? Was bekamen sie für einen Auftrag?

Es muss ein unbeschreibliches Gefühl für die Männer gewesen sein, als sie plötzlich wieder geheilt waren. Endlich wurden sie aus ihrer tiefsten Not befreit, doch trotzdem kommt nur eine Person zurück, um Jesus zu danken. Was hatte dieser einzige Aussätzige dadurch deutlich gemacht?

Wenn uns Nöte oder Probleme überfallen, dann sind wir sehr schnell darin, nach Gott zu rufen. Doch wie sieht das aus, wenn es uns wieder gut geht? Der geheilte Aussätzige hatte mit Sicherheit auch ein überwältigendes Gefühl, als er gesund wurde. Das größte Gefühl jedoch empfand er für Jesus. Lasst uns von diesem Mann lernen und Gott für sein Eingreifen in unserem Leben danken. Denke einmal an die letzten fünf Gebetserhörungen zurück und danke Gott dafür. Beginne am besten gleich damit.

Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn. [Kolosser 3,17]

 

Day 6: Zachäus

Nun kommen wir zu einer Personengruppe, die nicht auf Grund von irgendeiner Schwäche von der Gesellschaft ungern gesehen war, sondern gerade wegen ihrer Macht besonders gemieden wurde. Lies dazu einmal Lukas 19,1-10.

Zachäus war ein Zöllner. Er gehörte zu der Personengruppe, die dafür bekannt waren, anderen durch überhöhte Zollgebühren das Geld aus der Tasche zu ziehen. Doch Jesus wollte gerade mit Zachäus Gemeinschaft haben. Was bewirkte Jesus in Zachäus? Was war Zachäus bereit zu tun, nachdem Jesus ihm begegnet war?

Als Christen dürfen wir in einer Beziehung mit Jesus leben. Wir wissen, dass es nichts besseres gibt, als zu seiner Ehre zu leben. Immer mehr versuchen wir, nach seinem Willen zu leben. Doch ist das wirklich so? Leben wir noch mit der gleichen Begeisterung, wie an dem Tag, als wir Jesus als unseren Retter angenommen haben? Sind wir immer noch Feuer und Flamme dafür, unser Leben nach seinem Willen zu leben? Sind wir wie Zachäus bereit, Buße zu tun und schlechte Dinge kompromisslos sein zu lassen? Denke einmal über diese Fragen nach und bitte Gott ggf. um Veränderung.

sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr im ganzen Wandel heilig! Denn es steht geschrieben: „Seid heilig, denn ich bin heilig.“ [1.Petrus 1,15-16]

 

Day 7: Der Blindgeborene

Wie bereits die Witwe, waren auch blinde Menschen komplett auf die Hilfe anderer angewiesen und wurden in der Gesellschaft als Außenseiter gesehen. Lies dazu einmal die sehr lehrreiche Geschichte aus Johannes 9,1-41.

Als die Jünger mit Jesus unterwegs sind, fragen sie ihn eine sehr interessante Frage. Was war die Frage der Jünger und was antwortete ihnen Jesus? Fällt dir eine ähnliche Frage ein, die Heute immer wieder gefragt wird und auf die du die gleiche Antwort geben könntest?

Jesus heilt einen blinden Menschen! Selbstverständlich sorgte das für Aufsehen und so dauerte es nicht lange, bis auch die Pharisäer wieder versuchten, Jesus dafür anzuklagen. Auch der nun sehende Mann wurde ins Verhör genommen. Was war die Frage der Pharisäer und wie schaffte es der Geheilte, sie mundtot zu machen?

Die gebildeten und geschulten Pharisäer konnten keine Antwort auf die logische Schlussfolgerung des Mannes geben. Für den Blinden war klar – das was Jesus in seinem Leben bewirkt hatte, war der Beweis für seine Göttlichkeit. Wenn wir Jesus im Glauben angenommen haben, dann haben auch wir unser Leben als Beweis für Gottes Wirken. Doch wie oft teilen wir das anderen mit? Nimm dir bewusst vor, diese Woche einem Menschen Zeugnis über deine Bekehrung zu geben.

Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen und erzähle alle deine Wunder. [Psalm 9,2]

Der kleine Mann von der George Street

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was das Verteilen von Traktaten bewirken kann? Der folgende Bericht von Pastor Dave Smethurst (London) gibt eine zeugnishafte Antwort darauf.
Es ist eine sehr außergewöhnliche Geschichte, von der ich Ihnen jetzt erzähle. All das begann vor ein paar Jahren in einer Baptistengemeinde im Kristallpalast im Süden von London. Wir waren schon am Ende des Sonntagsgottesdienstes angelangt, da stand ein Mann in den hinteren Reihen auf, hob seine Hand und fragte: “Entschuldigen Sie, Herr Pastor, darf ich noch ein kurzes Zeugnis geben?” Ich schaute auf meine Uhr und willigte einschränkend ein: “Ich gebe Ihnen drei Minuten.”

Sogleich begann der Mann mit seiner Geschichte:

“Ich bin erst vor kurzem hierher gezogen. Vorher lebte ich in Sydney in Australien. Vor ein paar Monaten besuchte ich dort einige Verwandte und spazierte auf der George Street entlang. Sie erstreckt sich vom Geschäftsviertel von Sydney bis hin zu den Wohnvierteln, dem so genannten Rock. Ein etwas seltsam wirkender, kleiner, weißhaariger Mann trat aus einem Ladeneingang heraus. Er drückte mir ein Traktat in die Hand und fragte: “Entschuldigung, mein Herr, sind Sie gerettet? Kommen Sie in den Himmel, wenn Sie heute Nacht sterben?” – Ich war verblüfft über diese Worte, denn noch nie hatte mich jemand so etwas gefragt. Ich dankte ihm höflich, aber während der langen Heimreise nach London war ich darüber ziemlich verwirrt. Ich nahm daraufhin Kontakt mit einem Freund auf, der Gott sei Dank Christ ist, und er führte mich zu Christus.”

Alle applaudierten und begrüßten ihn herzlich in ihrer Gemeinschaft, denn die Baptisten mögen Zeugnisse dieser Art. Eine Woche darauf flog ich nach Adelaide im Süden Australiens. Zehn Tage später, es war gerade in der Mitte einer dreitägigen Vortragsreihe in einer der dortigen Baptistengemeinden, kam eine Frau auf mich zu und ersuchte mich wegen einiger Ratschläge. Ich fragte sie zunächst nach ihrer Stellung zu Christus. Sie antwortete darauf wie folgt:

“Ich habe einmal in Sydney gewohnt und vor ein paar Monaten besuchte ich dort einige Freunde. Auf der George Street erledigte ich noch einige Einkäufe, als ein seltsamer, kleiner, weißhaariger Mann aus einem Geschäftseingang auf mich zukam und mir ein Traktat anbot mit den Worten: ‚Entschuldigung, meine Dame, sind sie gerettet? Kommen Sie in den Himmel, wenn Sie heute Nacht sterben?‘ – Ich war durch diese Worte beunruhigt. Wieder zu Hause in Adelaide, wo ich von einer Baptistengemeinde ganz in meiner Nähe wusste, suchte ich den dortigen Pastor auf. Nach dem Gespräch führte er mich zu Christus. So kann ich Ihnen sagen, dass ich jetzt Christ bin.”

Ich war jetzt doch sehr erstaunt. Zweimal innerhalb von nur zwei Wochen und in so weit voneinander entfernten Orten hatte ich dasselbe Zeugnis gehört. Dann flog ich zu einem weiteren Dienst in der Mount Pleasant Church nach Perth im Westen von Australien. Als meine Vorträge dort beendet waren, lud mich der Gemeindeälteste zum Essen ein. Dabei erkundigte ich mich, wie er denn Christ geworden sei. Er erklärte mir:

“Mit 15 Jahren kam ich in diese Gemeinde, ohne jedoch eine wirkliche Beziehung zu Jesus zu haben. Ich machte einfach alles nur so mit, wie alle anderen auch. Aufgrund meiner geschäftlichen Fähigkeiten und Erfolge wuchs auch mein Einfluss in der Gemeinde. Vor drei Jahren war ich dann auf einer Geschäftsreise in Sydney. Ein widerlich und geradezu boshaft aussehender kleiner Mann trat aus einem Ladeneingang heraus und hielt mir eine religiöse Schrift hin – billiger Ramsch – und konfrontierte mich mit der Frage: ‚Entschuldigung, mein Herr, sind sie gerettet? Kommen Sie in den Himmel, wenn Sie heute Nacht sterben?‘ – Ich versuchte ihm zu erklären, dass ich ein Ältester bei den Baptisten sei. Er aber wollte mir gar nicht zuhören. Den ganzen Weg nach Hause von Sydney nach Perth kochte ich vor Zorn. Auf sein Mitgefühl hoffend, erzählte ich meinem Pastor von dieser merkwürdigen Begebenheit. Doch dieser wollte mir nicht zustimmen. Er hatte mich schon vor Jahren damit beunruhigt, dass ich keine Beziehung zu Jesus haben könnte, und er hatte Recht damit. So führte mich mein Pastor vor drei Jahren zu Jesus.”

Ich flog wieder zurück nach London und bald darauf sprach ich auf der Keswick-Versammlung im Lake-District. Dort berichtete ich von diesen drei sonderbaren Zeugnissen. Am Ende dieser Vortragsreihe kamen vier ältere Pastoren nach vorn und erzählten, dass auch sie, inzwischen 25 bis 30 Jahre zurückliegend, durch dieselbe Frage bei gleichzeitiger Übergabe einer kleinen Schrift auf der George Street gerettet wurden.

In der folgenden Woche flog ich zu einer ähnlichen Versammlung wie jener in Keswick und sprach vor Missionaren in der Karibik. Auch dort erzählte ich dieselben Zeugnisse. Am Ende meines Vortrags kamen drei Missionare nach vorn und erklärten, dass auch sie 15 bis 25 Jahre zuvor durch das Zeugnis und genau diese Frage eben jenes kleinen Mannes auf der George Street in Sydney gerettet wurden.

Meine nächste Vortragsreise führte mich war Atlanta, Georgia (USA). Dort hatte ich auf einer Versammlung von Schiffskaplanen zu reden. Drei Tage lang referierte ich hier zu über 1000 Schiffskaplanen. Danach lud mich der Hauptkaplan zu einem Essen ein. Bei der Gelegenheit fragte ich ihn, wie er einmal Christ geworden sei.

“Es war wie ein Wunder. Ich war Matrose auf einem Kriegsschiff und führte ein verwerfliches Leben. Wir führten Flottenübungen im Südpazifik durch und erneuerten im Hafen von Sydney unsere Vorräte. Wir ließen uns total gehen. Ich war völlig betrunken, stieg in einen falschen Bus ein und in der George Street wieder aus. Beim Aussteigen dachte ich, ein Gespenst zu sehen, als da ein Mann vor mir auftauchte, mir ein Traktat in die Hand drückte und sagte: ‚Seemann, bist du gerettet? Kommst du in den Himmel, wenn du heute Nacht stirbst?‘ – Die Furcht vor Gott ergriff mich unmittelbar. Ich war sofort nüchtern, rannte zurück zum Schiff und suchte den Kaplan auf. Er führte mich zu Christus. Bald begann ich mich unter seiner Anleitung für den Dienst vorzubereiten. Nun habe ich die Verantwortung über 1000 Schiffsgeistliche, die heute Seelen zu gewinnen suchen.”

Sechs Monate später flog ich zu einer Konferenz, zu der sich 5000 indische Missionare in einem abgelegenen Teil Nord-Ost-Indiens eingefunden hatten. Am Ende lud ihn der Missionsleiter zu einem einfachen Essen in sein kleines, bescheidenes Haus ein. Auch ihn fragte ich, wie er denn als Hindu zu Christus gekommen sei.

“Ich wuchs in einer sehr privilegierten Position auf. Im Auftrag der diplomatischen Vertretung Indiens bereiste ich die Welt. Ich bin sehr froh über die Vergebung und dass meine Sünde durch das Blut Christi abgewaschen wurde. Ich müsste mich
sehr schämen, wenn man herausfinden würde, was ich so alles getrieben habe. Ein Zeit lang führte mich der diplomatische Dienst nach Sydney. Ich erledigte noch ein paar Einkäufe und war beladen mit Spielzeug und Kleidung für meine Kinder. Ich ging gerade die George Street hinunter, als ein höflicher, weißhaariger, kleiner Mann vor mich hintrat, mir ein Traktat anbot und mir eine persönliche Frage stellte: ‚Entschuldigung, mein Herr, sind sie gerettet? Kommen Sie in den Himmel, wenn Sie heute Nacht sterben?‘ – Ich bedankte mich sehr, aber diese Sache ließ mir keine Ruhe. Zurück in meiner Heimatstadt, suchte ich unseren Hindupriester auf. Er konnte mir nicht helfen, aber er gab mir den Rat, zu einem Missionar im Missionshaus am Ende der Straße zu gehen, um meine Neugier zu befriedigen. Das war ein guter Rat, denn an diesem Tag führte mich der Missionar zu Christus. Ich gab den Hinduismus sofort auf und begann, mich für den Missionsdienst vorzubereiten. Ich verließ den diplomatischen Dienst und bin nun heute durch Gottes Gnade in der Verantwortung über all diese Missionare, die zusammen schon 100 000 Menschen zu Christus geführt haben.”

Acht Monate später predigte ich in Sydney. Ich erkundigte mich bei dem dortigen Baptistenpastor, ob er wohl einen kleinen, älteren, weißhaarigen Mann kenne, der Traktate auf der George Street verteilt. Er bestätigte mir: “Ja, ich kenne ihn, sein Name ist Mr. Genor, aber ich glaube nicht, dass er immer noch diesen Dienst tut, denn er ist schon ziemlich alt und gebrechlich.” Zwei Tage später machten wir uns auf den Weg zu seiner kleinen Wohnung. Wir klopften an die Tür, und ein winziger, gebrechlicher, alter Mann begrüßte uns. Er bat uns, Platz zu nehmen und bereitete uns einen Tee zu. Er war schon so gebrechlich und die Hände zitterten ihm derartig, dass er ständig Tee in die Untertasse verschüttete. Ich erzählte ihm von all den Zeugnissen der vergangenen drei Jahre. Dem kleinen Mann rollten die Tränen über die Wangen. Dann begann er mit seiner eigenen Geschichte:

“Ich war Matrose auf einem Australischen Kriegsschiff. Ich führte ein verwerfliches Leben. In einer Krise kam es zum Zusammenbruch. Einer meiner Kollegen, dem ich übel mitgespielt hatte, ließ mich nicht allein und half mir wieder auf. Er führte mich zu Jesus, und mein Leben änderte sich von heute auf morgen vollständig. Ich war Gott so dankbar, dass ich Ihm versprach, jeden Tag mindestens zehn Menschen ein einfaches Zeugnis von Jesus zu geben. Als Gott mir wieder Kraft gab, fing ich damit an. Manchmal war ich krank und konnte den Dienst nicht tun, doch holte ich all meinen Rückstand auf, wenn es mir wieder gut ging. Nach meiner Pensionierung war dann mein Stammplatz auf der St. George Street, wo ich jeden Tag Hunderten Menschen begegnete. Ich erfuhr dort zwar eine Menge Ablehnung, aber es gab auch viele Leute, die meine Traktate höflich annahmen. In den vierzig Jahren seitdem ich dies tue, habe ich bis zum heutigen Tag noch von keinem einzigen Menschen gehört, der dadurch zu Jesus gekommen wäre.”

Wir sehen hier, was wirkliche Hingabe ist: 40 Jahre Dankbarkeit und Liebe für Jesus zu zeigen, ohne je von irgendeinem Erfolg zu hören. Dieser einfache, kleine Mann ohne besondere Gaben hat sein Zeugnis zu etwa 150 000 Menschen gegeben. Ich denke, was Gott dem Pastor aus London gezeigt hat, war nur die Spitze von der Spitze von der Spitze des Eisbergs. Nur Gott weiß, wie viele Menschen sonst noch für Christus gewonnen wurden. Mr. Genor, der eine riesige Arbeit auf den Missionsfeldern geleistet hatte, ist zwei Wochen nach diesem Besuch gestorben. Können Sie sich den Lohn vorstellen, den er im Himmel empfangen wird? Ich zweifle, dass sein Gesicht jemals in einer christlichen Zeitschrift erschienen wäre. Ich bezweifle auch, dass jemals sein Foto mit Text in Billy Grahams “Entscheidung” aufgetaucht wäre. Niemand außer einer kleinen Gruppe von Baptisten in Sydney kannte Mr.Genor, aber ich sage Ihnen, im Himmel ist sein Name berühmt. Der Himmel kennt Mr. Genor und Sie können sich das Willkommen und den roten Teppich und die Fanfaren für seinen Empfang vorstellen, als er heimging in die Herrlichkeit.

 

Quelle:

Dieser Artikel ist mit freundlicher Genehmigung aus der Webseite „wernergitt.de“ entnommen.

Link: https://wernergitt.de/beitraege/deutsch/bibelorientiert/item/20019-der-kleine-mann-von-der-george-street

Paulus Brief an Titus

Titus war ein sehr angesehener und hochgeschätzter Mitarbeiter des Paulus. Er war bei wichtigen Ereignissen dabei und wurde zudem von Paulus mit der wichtigen Aufgabe betraut, Älteste in den Gemeinden auf der Insel Kreta einzusetzen. In dieser Woche wollen wir uns mit einem Brief von Paulus an Titus beschäftigen und einiges über praktisches Christsein und richtiges Verhalten in der Gemeinde lernen…

 

Day 1: Berufung und Auftrag

Wie in vielen seiner anderen Briefe, stellt sich Paulus erst einmal vor. Natürlich kennt er Titus sehr gut und deshalb ist seine „Vorstellung“ eher dazu gedacht, noch einmal seinen Stand und seine Berufung zu betonen. Lies nun einmal den Abschnitt aus Titus 1,1-4. Gerne kannst du hierfür auch andere Bibelübersetzungen benutzen, um den Text besser zu verstehen.

Bevor Paulus diesen Brief beginnt, spricht er erst einmal über seine Beziehung zu Gott und seine Berufung. Als was bezeichnet sich Paulus und was bedeuten diese beiden Begriffe? Welche zwei Dinge sieht Paulus hier als seinen Auftrag?

Paulus ist es sehr wichtig, dass Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Was denkst du, dass Paulus unter der „Wahrheit“ versteht? Welche zwei Aspekte von Wahrheit führt Paulus hier auf?

Am Ende des „Briefkopfes“ grüßt Paulus wie so oft den Empfänger des Briefes mit verschiedenen Segenswünschen. Wenn man die Briefe des Paulus liest, wirkt es einem schon fast als selbstverständlich, wenn Paulus seinen Freunden Dingen wie Frieden oder Segen von Gott wünscht. Doch wie selbstverständlich ist das in unserem Leben? Wünschen wir anderen Gottes Segen, Frieden oder ähnliches? Lies dazu einmal 1.Thessalonicher 5,11. Probiere es aus, jede Woche für eine bestimmte Person zu beten und diese auch zu ermutigen. Frage nach, wie es ihr geht und zeige ihr, dass du an sie denkst. Lass dich von Gott gebrauchen und erlebe die Freude, die im gegenseitigen Anteil nehmen steckt.

 

Day 2: Aufgaben eines Gemeindeleiters

Nach seiner kleinen „Einleitung“ teilt Paulus seinem Freund Titus den Grund seines Schreibens mit. Lies dazu den nächsten Abschnitt in Titus 1,5-9.

Paulus ließ Titus zurück, damit dieser in Ordnung bringen konnte, wo es den verschiedenen Gemeinden noch mangelt. Welchen Auftrag gab Paulus ihm diesbezüglich?

Damit Titus seine neue Aufgabe auch ausführen konnte, gab ihm Paulus ganz konkrete Auswahlkriterien für das Amt eines Ältesten, Gemeindeleiters oder Pastors mit. Findest du alle 15? Überlege dir auch, wie diese Dinge jeweils ganz praktisch aussehen sollten.

Auch wenn sich Paulus Anweisungen hier auf das Ältestenamt beziehen, dürfen wir wissen, dass wir ebenfalls diese Dinge für unser Leben anstreben sollten. Suche dir deshalb zwei Kriterien aus Paulus Liste aus und versuche diese Eigenschaften mit Gottes Hilfe in den nächsten Wochen ganz bewusst auszuleben. Lass dich von Gott verändern und staune über sein Wirken in dir.

 

 

Day 3: Warnung vor Irrlehrern

Die Insel Kreta war in der Antike bekannt für ihren schlechten Ruf. Bezeichnete man jemand als „du Kreter!“, bedeutete das so viel wie „du Lügner!“. Mache dir am besten selbst ein Bild davon wie die Kreter lebten und lies dazu den Abschnitt aus Titus 1,10-16.

Sicherlich wirst du nun verstehen, warum Paulus hier ausdrücklich eine Warnung an Titus aussprach. Finde heraus, was die falschen Lehren dieser „Irrlehrer“ sind (V14&16). Was sagt Paulus über ihre moralische Gesinnung und wie man sich ihnen gegenüber verhalten soll?

Im letzten Vers des Abschnittes zeigt Paulus auf, dass Titus diese Irrlehrer unter anderem daran erkennen kann, dass sie zwar vorgeben Gott zu kennen, aber ihn durch ihr Handeln und Verhalten verleugnen. Wie wir leben, zeigt, ob wir auch wirklich glauben. Lies dazu noch den Vers aus Matthäus 7,16-17.20. Überlege dir einmal ganz praktisch, wie es dir diese Woche gelingen kann, dass du nur durch dein Verhalten deiner Umgebung ein Zeugnis von Jesu Liebe sein kannst.

 

Day 4: Richtiges Verhalten in der Gemeinde

Nachdem Paulus die Gemeinde deutlich vor schlechten Einflüssen warnte, gibt er nun eine genaue Vorstellung davon, wie sich die Christen stattdessen verhalten sollten. Lies dazu den Textabschnitt aus Titus 2,1-10.

In seiner Auflistung nennt Paulus einige Anweisungen und gibt zugleich auch den Grund dafür an. Welche drei Gründe erwähnt Paulus als Ursprung seiner Anweisungen?

In seinem Auftrag an die Gemeinde wendet sich Paulus insgesamt an fünf verschiedene Gruppen. Finde jede Gruppe heraus und ordne ihnen die entsprechenden Anweisungen zu. Zu welcher Gruppe gehörst du? Nimm dir eine Anweisung heraus und überlege dir, wie du diese ganz praktisch in deinem Leben umsetzen kannst. Erlebe den Segen, der darin liegt, wenn du Gott wohlgefällig lebst.

 

Day 5: Gottes heilsame Gnade

Im Anschluss an seine genauen Anweisungen erklärt Paulus nun in den Versen 11-12, warum es so wichtig ist, nach Gottes Wort zu leben. Lies nun beide Verse und nenne den Grund für Paulus genauen „Verhaltenskatalog“.

Nachdem nun das „Warum“ geklärt ist, lies die Verse 13-1, um auch das „Wie“ herauszufinden. Wie kann es uns gelingen, immer mehr nach Gottes Wort zu leben?

Denke einmal über Folgendes nach: Jeden Sonntag denken wir in ganz besonderer Weise daran, was Jesus für uns am Kreuz getan hat. Wir loben und preisen Gott dafür und freuen uns an seinem großen „Liebesbeweis“. Doch wie schaut das im Alltag aus? Denken wir täglich an das, was Jesus für uns getan hat? Denken wir daran, dass Jesus wiederkommen wird? Woraus ziehen wir unsere Kraft und unsere Freude, täglich so zu leben, wie es Gott gefällt?

 

Day 6: Christsein im Alltag

Nachdem Paulus schon einige Anweisungen für richtiges Verhalten in der Gemeinde weitergab, kommt er nun noch auf ein ganz spezielles Thema zu sprechen. Lies dazu den Text aus Titus 3,1-8.

Paulus spricht hier über das Verhalten gegenüber dem Saat und der Gesellschaft. Wie sollen wir uns als Christen gegenüber unseren Vorgesetzten, bzw. der Obrigkeit allgemein, verhalten?

Um seine Aufforderung zu Gehorsam noch deutlicher zu machen, greift Paulus auf die Vergangenheit zurück und erinnert die Gläubigen an etwas. Warum sollen wir im Gehorsam gegenüber der Obrigkeit leben?

Kennst du das? Du fährst auf einer Landstraße und weit und breit kein Auto. Plötzlich siehst du ein Schild, dass dich auffordert nur noch 60km/h zu fahren. Es macht in deinen Augen keinen Sinn, aber trotzdem steht das Schild an dieser Stelle. Wie reagierst du? Folgst du den Regeln und Gesetzen des Staates, auch wenn du sie nicht nachvollziehen kannst? Überlege einmal in welchen Situationen es dir besonders schwer fällt, den alltäglichen Regeln und Gesetzen zu folgen. Bitte Gott darum und versuche in den nächsten Wochen dich ganz bewusst daran zu halten. Werde durch dein Verhalten ein Zeugnis für andere.

 

Day 7: Warnung vor Streitfragen

Bevor Paulus sich von seinem lieben Freund verabschiedet, gibt er ihm noch einen kleinen Rat weiter. Lies dazu nun die letzten Verse aus Titus 3,9-15.

In seinen letzten Worten spricht Paulus ein Thema an, das auch aktuell immer wieder dazu führt, dass viele Kirchen und Gemeinden zerstritten sind und lieber gegeneinander statt zusammen kämpfen. Welchen Rat gibt Paulus hier? Lies dazu auch Philipper 3,13-14.

Gibt es in deiner Gemeinde auch Streitpunkte, die eigentlich unnötig sind? Gibt es in deinem Umfeld Christen, die du meidest, weil sie in einigen Punkten anders denken? Halte dich an Paulus Rat und setze deine Kraft und Energie für das ein, was wirklich wichtig und entscheidend ist: Die Verkündigung des Evangeliums.

Reflektion: Welcher Punkt ist dir in dieser Woche besonders wichtig geworden? Konntest du schon etwas praktisch umsetzen? Lies dir noch einmal alle praktischen Anwendungen durch und bitte Gott, dass er dir bei der Umsetzung auch in der nächsten Woche hilft.

 

 

Die Schatzkammer Davids II

Wie bereits im ersten Teil, wollen wir uns auch diese Woche wieder mit sieben Psalmen aus dem Leben Davids beschäftigen. Egal ob als Hirte oder als Herrscher über Israel – David hatte eine Menge mit Gott erlebt. Er ging durch Verfolgung, kämpfte gegen einen Riesen und wurde sogar von seinem eigenen Sohn angegriffen. In allen Höhen und Tiefen blieb er dabei aber Gott treu und drückte seine Gefühlslagen und Gedanken oft in Psalmen aus. Nicht umsonst können wir seine Werke auch als „Schatzkammer“ bezeichnen…

Day 1: Psalm 11: Allein bei Gott ist Sicherheit

Dieser Psalm ist einer von vielen Psalmen, bei denen sich vermuten lässt, in welcher Situation sich David befand. Lies einmal den ganzen Psalm und rate, zu welcher Situation in Davids leben der Psalm passen könnte.

In den ersten Versen bekommt David einen Rat. Was wird ihm nahegelegt und wie reagiert er darauf? Was sagt Davids Antwort über seine Beziehung zu Gott aus?

David führt seine Antwort nun weiter aus und begründet sie zudem. Was sagt er über Gott bzw. warum braucht David selbst in der Not keine Angst zu haben?

Auch als Christen kommen wir oft in Nöte oder haben mit Problemen zu kämpfen. Wie David stellt sich dann auch für uns die Frage: fliehen wir und tun  alles, um mit der Bedrängnis fertig zu werden oder vertrauen wir auf Gott und lassen ihn für uns kämpfen? Stelle dir diese Frage einmal ganz persönlich und bete bewusst dafür, dass du in der nächsten schweren Situation von Beginn an und ganz bewusst auf Gott vertraust. Wenn du möchtest, kannst du als praktische Hilfe den letzten Vers des Psalms auswendig lernen.

 

Day 2: Psalm 16: Zuversicht in Christus

Wie bereits bei Psalm 11, gibt es auch hier die Vermutung, dass David diese Zeilen während der Flucht vor Saul geschrieben hat. Lies den ganzen Psalm 16 und du wirst feststellen, dass es trotz allem ein Psalm der Freude ist.

In den Versen 1-9 nennt David einige Gründe, warum er Zuflucht bei Gott findet. Finde heraus, warum David auch in Bedrängnis so voller Freude und Zuversicht ist.

Doch nicht nur durch Davids Zuversicht trotz Bedrängnis ist dieser Psalm ganz besonders.  Lies noch einmal Vers 10 und zusätzlich den Abschnitt aus Apostelgeschichte 2,21-36. Auf wen beziehen sich diese Verse?

David beginnt diesen Psalm mit einer Bitte um Bewahrung und beendet ihn mit der Gewissheit, dass in Gottes Gegenwart ewige Rettung ist. Durch Jesu Tod am Kreuz dürfen auch wir diese Gewissheit haben. Daraus dürfen wir unsere Freude und Zuversicht ziehen, auch wenn wir in Not und Bedrängnis sind. Hast du auch bereits diese Gewissheit auf ewige Rettung? Lies dazu einmal Johannes 3,16 und nimm Jesus Angebot an. Erlebe wie David die Zuversicht und Freude, die in Christus liegt.

 

Day 3: Psalm 19: Gott zeigt sich in seinem Wort und seiner Schöpfung

Wie die Überschrift verrät, lässt sich dieser Psalm sehr gut in zwei Bereiche aufteilen. Lies den Psalm und versuche für jeden Abschnitt die richtigen Verse zu finden.

David gibt hier einige Beispiele an, wie sich Gottes Herrlichkeit in der Natur wiederspiegelt. Versuche alle Beispiele zu finden und überlege selbst fünf weitere Beispiele, wo sich Gottes Größe in der Natur ganz praktisch zeigt.

Im „zweiten Teil“ des Psalm spricht David nun über Gottes Wort, bzw. Gottes Gesetz. Finde alle Beispiele heraus, durch die David deutlich macht, wie wertvoll Gottes Wort für ihn ist.

Anders als David, haben wir mittlerweile viel mehr Möglichkeiten sowohl Gottes Wort, als auch seine Größe in der Natur zu betrachten. Durch Filme oder Fotos können wir Gottes Herrlichkeit in der Natur noch viel intensiver bestaunen. Auch durch die Bibel haben wir das große Privileg, Gottes Reden zu vernehmen. Doch mit den Privilegien kommt auch die Verantwortung. Wir müssen uns fragen, was wir aus diesen Möglichkeiten machen. Sind für uns Berge, wunderschöne Sehen oder die Sterne in der Nacht schon Normalität geworden, so dass wir sie registrieren, aber nicht mehr bestaunen? Ist es eine Freude und Ehre für uns, täglich in Gottes Wort zu lesen oder eher eine lästige Pflicht? Nimm dir diese Woche vor, ganz bewusst durch die Natur zu gehen und Gott für seine Schöpfung zu danken. Denke auch beim Bibel lesen daran, was es für ein Privileg ist, die Bibel in den Händen zu halten. Du wirst sehen, wie dein Herz wieder dankbarer und deine Augen schärfer für Gottes Liebe werden.

 

Day 4: Psalm 23: Der gute Hirte

Diesen Psalm könnte man auch als „Dankpsalm“ bezeichnen. Lies den ganzen Psalm 23 und achte auf die Zuversicht, mit der David hier spricht.

David weiß, dass es ihm nie an etwas mangeln wird, weil Gott der gute Hirte ist. In den Versen zwei bis drei nennt David vier Beispiele dafür, wie er Gottes Güte ganz praktisch erfährt. Übertrage jedes Beispiel auf deinen Alltag und versuche die jeweilige Bedeutung herauszufinden (Beispiel: wie sieht es in deinem Alltag aus, wenn Gott dich auf „grünen Auen lagert“?).

Wie auch bereits zuvor, drückt David seine Zuversicht aus, auch wenn er in Nöten und Problemen steckt. Vor allem der letzte Vers dieses Psalms zeigt Davids festes Vertrauen auf Gott. Woraus zieht David diese Freude und worauf freut er sich?

Vermutlich kennst du Psalm 23 bereits und weißt, dass du in jeder Lage auf Gott vertrauen kannst. Doch wie sieht das wirklich und ganz praktisch in deinem Leben aus? Fühlst du sich erfüllt oder hast du doch das Gefühl, dass es dir an etwas mangelt? Denk einmal ein wenig darüber nach und rede mit Gott darüber. Verbringe Zeit mit ihm, denn er liebt dich mehr, als ein Mensch es könnte. Er schenkt dir Kraft, Freude und neuen Mut für dein Leben. Komm zu dem guten Hirten, denn er wird für dich sorgen.

 

Day 5: Psalm 30: Freude über Gottes Rettung

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Wie auch bei einigen anderen Psalmen, gibt es für die Entstehung dieses Psalms ein ganz konkretes Ereignis. David verfasste diese Zeilen zur „Einweihung des Hauses“. Lies nun einmal den ganzen Psalm.

Auch dieser Psalm lässt sich gut in verschiedene Teile einteilen. Lies noch einmal die Verse 2-6 und gib an, was David hier tut und auch warum er das macht.

Lies nun die Verse 7-11. David denkt hier an eine bestimmte Zeit zurück. Was war Davids Gedanke und was musste er jedoch erkennen? Fällt dir eine Situation in Davids Leben ein, zu der dieser Vers passt?

In den letzten beiden Versen können wir sehen, wie David voller Freude Gott lobt. In „Ewigkeit“ will er Gott preisen. David hat erkannt, dass er sehr wohl ins wanken kommt und durfte immer wieder Gottes gnädige Hand spüren. Gibt es in deinem Leben bereiche, in denen du dich stark fühlst und das Gefühl hast, nicht wirklich Gottes Hilfe zu brauchen? Lies zum Abschluss 1.Korinther 10,12-13. Verlasse dich bei allem ganz auf Gott und nicht auf deine eigene Stärke. Er wird dir immer genug Kraft geben.

 

Day 6: Psalm 54: Lobpreis selbst in Not

Als David vor Saul flieht, hält er sich unter anderem bei den Sifitern auf. Aus Angst vor Sauls Zorn, teilen die Sifiter dem König den Aufenthaltsort Davids mit (1.Samuel 23,19). David erfährt davon und verfasst während dieser Zeit diesen Psalm. Lies nun Psalm 54 und bekomme einen kleinen Einblick, was David in dieser Situation fühlte und dachte.

Obwohl dieser Psalm sehr kurz ist, können wir auch hier von David lernen. Was ist sein Anliegen, bzw. seine Bitte an Gott?

Nachdem David mit seiner Bitte zu Gott kommt, beginnt er in den Versen 6-7 damit, sich vor Augen zu halten, wie Gott ist. Wie würdest du Davids Gefühlslage anhand dieser Verse beschreiben?

In den letzten beiden Versen können wir lesen, wie David den Psalm mit Dank und fester Zuversicht beendet. Wie du sicher bemerkt hast, ist diese Einstellung in sehr vielen Psalmen von David zu finden. Ist das nicht beeindruckend? Trotz Lebensgefahr kann David hier voller Zuversicht und Freude Gott loben.

Nimm dir David zum Vorbild. Suche dir 5 Verheißungen aus dem NT heraus, die dich in Nöten und bei Problemen ermutigen würden und die deutlich machen, dass Gott immer da ist und alles in seiner Hand hat (Tipp: u.a. Philipper 4,6-7). Schreibe dir diese Verse auf und denke daran, wenn du das nächste mal in einer schweren Situation steckst. Sei dir bewusst, dass du durch Gottes Hilfe ebenso wie David fähig bist, in Bedrängnissen und Nöten Gott zu loben und ihm zu vertrauen.

 

Day 7: Psalm 117: Gott die Ehre

In der Kürze liegt die Würze. Deswegen wollen wir uns zum Schluss den kürzesten Psalm und gleichzeitig auch das kürzeste Kapitel in der Bibel anschauen. Lies den Psalm 117. Welche Aufforderung macht der Psalmist hier an die Menschen?

Gott sind die Menschen wichtig, deswegen freut er sich auch, wenn von ihnen Lob und Dank kommt. Gott anzubeten und zu loben ist also vielmehr ein Zeichen seiner Liebe zu uns. Vor allem aber durch den zweiten Vers können wir deutlich sehen, dass Gott uns liebt. Welche zwei Eigenschaften Gottes werden hier beschrieben?

Ist das nicht großartig? Wir dürfen nicht nur wissen, dass Gott uns mit seiner Gande umgibt, sondern auch dass er uns treu ist und zwar für ewig! Auch wenn wir immer wieder Fehler machen, ist Gott treu, vergibt uns und richtet uns wieder auf (1.Johannes 1,9). Hast du Gott heute schon für seine Gande und Treue gedankt? Nimm dir bewusst vor, diese beiden Eigenschaften Gottes ganz bewusst in dein tägliches Gebet aufzunehmen. Erlebe, wie das Bewusstsein darüber in dir immer mehr Dankbarkeit und Freude auslöst.

Worte

WORTE – so viele nutzen wir am Tag.

Wir diskutieren und manipulieren.

Wir reklamieren und kritisieren.

Wir diskriminieren und imponieren.

Wir witzeln und schwätzen.

Wir lästern und verletzen.

 

Worte – oft so leer, so nichts sagend.

So oft stehe ich da und suche nach Worten,

suche krampfhaft nach Themen um etwas zu reden.

Denn oft ist die Stille so laut, so lähmend.

Und so wird dann wieder über`s Wetter geredet,

ein Witz gerissen,

über den komischen Kleidungsstil der Nachbarin hergezogen,

Tatsachen über den Freund des Freundes, des Freundes verbogen,

oder unwichtige Dinge hervorgehoben.

Worte – oft so leer und so nichts sagend.

 

Mit Worten versuche ich anderen zu schmeicheln

und ihnen Honig um den Mund zu schmieren

oder ich nehme kein Blatt vor den Mund

während ich dem anderen meine Meinung geige.

Ein andermal bin ich für die richtigen Worte zu feige.

 

Hauptsache – ich stehe gut da.

Hauptsache – die anderen machen sich kein falsches Bild von mir.

Hauptsache – die anderen sehen wie drauf ich es hab.

 

Aber – haben die anderen wirklich ein richtiges Bild von dir,

zeigst du dich wirklich wie du bist?

Ein weiser Mensch sagte einmal, dass es sehr schwer ist

einen Menschen anzunehmen wie er ist,

wenn er sich nicht gibt wie er ist.

 

Warum zeigen wir nicht unser wahres Ich?

Ja – vielleicht macht es mich mehr verletzlich

aber ehrlich zu sein

ist das wirklich gefährlich – ich mein,

können wir denn etwas verliern?

 

Ja – verlieren kann man sein Gesicht, sein Ansehen, seine Ehre,

seinen guten Ruf, – sogar Menschen.

Aber – haben wir nicht Mut mutig aufzustehn,

der Wahrheit ins Gesicht zu sehn

und voranzugehn?

Lüge – ist ein großes Wort

niemand will der Lüge beschuldigt werden.

Aber mal ehrlich – lügen wir nicht oft?

 

Wir übertreiben

und wenn es an der Zeit ist die Wahrheit zu sagen können wir gut schweigen

und wenn wir leiden

ist die Frage Geht es dir gut?“

„ doch schnell mit einem kurzen Ja verscheucht.

 

Lieber – fressen wir unsere Sorgen in uns rein

lassen keinen an uns ran

lassen keinen unsere Ängste

unsre Zweifel, unsre Kämpfe sehn.

 

Doch würden wir mal wirklich offen miteinander reden

würden wir merken, dass Du und Ich

dass wir zwei

doch beide ein Päckchen zu tragen haben.

Dass der, der so aussah als hätte er sein

Glücklich bis zum Ende seiner Tage“ gefunden,

„ auch ein Mensch mit Sorgen und Ängsten ist,

denn ein Glücklich bis zum Ende seiner Tage“

„ wird hier in dieser Welt doch niemand erleben!

 

Jeder – wurde schon verletzt

jeder wurde schon versetzt

jeder hat mal Zweifel, hat mal Sorgen

jeder hat mal Angst vor morgen

jeder war schon einsam und allein

und es gibt echt kein‘

dem nicht ein nettes Wort gut tut

der sich nicht mal wünscht

etwas Mut zugesprochen zu bekommen

 

ALSO – wollen wir nicht MEHR Worte reden

die Mut und Hoffnung geben

und WENIGER Worte die verletzen, die zerstören, die letztendlich

zu nichts führen,

weil sie seicht und nichtssagend sind?

Wollen wir mehr über unsere Herzen

reden, mehr über Angst und Schmerzen

mehr über Gott und die verlorene Welt

und dann – WENIGER reden und MEHR tun

denn durch Reden ist oft auch nichts getan

wenn das Reden nicht zur Tat werden kann.

 

Lasst uns mit Worten ermahnen, ermutigen und trösten

und das alles in Liebe denn ohne Liebe

hat sowieso nichts einen Wert

ohne Liebe lasst uns lieber schweigen

Die Bibel sagt – ohne Liebe lass es lieber bleiben.

 

Wenn du und ich anfangen offen zu reden

wenn du und ich unsere Masken ablegen

dann können du und ich etwas bewegen.

 

Ich bete darum, dass du und ich

die richtigen Worte, zur richtigen Zeit haben

dass wir zur richtigen Zeit etwas sagen

und zur richtigen Zeit schweigen

dass du mir ehrlich sagen kannst, wie es dir geht

und ich dir ehrlich sage was mich bewegt

 

und dass so unsere Worte Gott ehren,

dass – wenn wir sagen wir wollen

ihm unser Leben geben

ihm damit auch unser Reden geben

denn einmal wird er über jedes Wort

das wir geredet haben

von seinem Richterstuhl ein Urteil sagen.

 

So lasst uns nicht damit warten,

sondern heute noch starten,

auf unsere Worte zu achten

und Ihm damit Ehre zu machen.

 

 

Autor:

Diesen Poetry Slam hat Ina Hermann verfasst

mit freundlicher Genehmigung

 

Die Waffenrüstung Gottes

Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass dich heute jemand gezielt angreifen möchte? Wenn du wüsstest, dass dich jemand in der Beziehung zu Gott stören und in dich mit Ängsten, Sorgen und Zweifeln belasten möchte? Genau das ist nämlich jeden Tag aufs Neue der Fall. Satan möchte deine Beziehung zu Gott stören und versucht dies mit allen Mitteln zu tun. Da wir diese Mittel oft nicht sehen und wahrnehmen können, sprechen wir auch von einem „unsichtbaren Kampf“. Doch wir brauchen davor keine Angst haben, denn Gott hat uns die nötige Ausrüstung bereitgestellt…

 

Day 1: Der Gürtel der Wahrheit

Paulus wusste, wie schwer es oft sein kann, den Glauben auszuleben. In seinem Brief an die Epheser fordert er deshalb die Christen dazu auf, dass sie Gott um Kraft bitten und sich durch seine gewaltige Macht stärken sollen. Lies nun einmal den Abschnitt aus Epheser 6,10-17 und schaue, wie das ganz praktisch aussieht.

Um diesen Vers richtig zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, dass der Gürtel damals ganz anders war als heute. Er ähnelte einer ledernen Schürze, die den Körper stützen und die untere Körperhälfte schützen sollte. Erst wenn ein Soldat „umgürtet“ war, galt er als kampfbereit.

Welche „Körperteile“ sollen durch den Gürtel der Wahrheit geschützt werden? Lies dazu einmal 1.Petrus 1,13. Was sollen wir schützen?

Als nächstes lies dir nun noch den Vers aus Johannes 17,17 durch und überlege dir, was mit „Wahrheit“ gemeint ist. Fasse nun die Bedeutung des „Gürtels der Wahrheit“ in eigenen Worten zusammen.

In seinen Briefen warnt uns Paulus immer wieder davor, dass in der Zukunft viele Menschen auftreten, die falsche Dinge über Gott erzählen. Um solche Irrlehrer zu enttarnen und uns davor zu schützen, ist es wichtig, sich in Gottes Wort auszukennen. Überlege dir ganz praktisch, wie du beständig in der Bibel lesen kannst. Als Hilfe kann dir z.B. ein Bibelleseplan dienen, den du an deine Lesegeschwindkeit anpassen kannst https://www.bibelleseplan.ch/plan.php . Lies Gottes Wort und ziehe den Gürtel der Wahrheit an, um deine Gedanken und deine Gesinnung zu schützen.

 

Day 2: Der Brustpanzer der Gerechtigkeit

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Jeder Teil einer Rüstung ist wichtig und unverzichtbar. Geht man nach Sprüche 4,23, würde man aber besonders den Brustpanzer als wichtigsten Teil deklarieren, da durch ihn das Herz geschützt wird. Lies nun einmal die Stelle aus dem Buch Sprüche und anschließend noch einmal Epheser 6,10-17.

„[…] Ziehe den Brustpanzer der Gerechtigkeit an“. Was verstehst du unter dem Wort „Gerechtigkeit“ und um wessen Gerechtigkeit handelt es sich? Als Hilfestellung kannst du gerne den Bibelabschnitt aus Römer 3,1-28 lesen.

Jesu Gerechtigkeit schützt dich vollkommen vor dem Zorn Gottes und der Strafe für die Sünde. Wenn du den Brustpanzer der Gerechtigkeit anziehst, dann bedeutet das, dass du genau das glaubst und in Anspruch nimmst. Diese Gewissheit schützt dein Herz vor Angriffen des Teufels.

Um sich vor einem Gegner schützen zu können, ist es nicht nur wichtig ausgerüstet zu sein, sondern auch zu ahnen, wie der Feind zuschlagen könnte. Überlege dir nun einmal, wie solche Angriffe des Teufels auf dein Herz ganz praktisch aussehen könnten. Bitte darum, dass Gott dir deine Schwachstellen zeigt und gehe sie mit seiner Hilfe an. Verbringe immer mehr Zeit mit Gott und wachse dadurch im Glauben. Werde fester in deinem Glauben, denn das ist sozusagen die „Stärke“ deines Brustpanzers.

 

Day 3: Schuhe der Bereitschaft zur Verkündigung des Evangeliums

Schau einmal in deinen Schuhschrank und du wirst vermutlich merken, dass es sehr viele verschiedene Schuhe zu verschiedenen Zwecken gibt. Auch für dein Leben als Christ brauchst du die richtigen Schuhe. Gerade für die täglichen geistlichen Kämpfe gilt es, mit gutem Schuhwerk ausgerüstet zu sein. Lies erneut Epheser 6,10-17.

Wir sollen bereit sein, zu jeder Zeit das „Evangelium“ oder auch „die frohe Botschaft“ anderen Menschen weiter zu erzählen. Der bekannte Kirchenvater Augustinus sagte einmal, dass in dir brennen muss, was du in anderen entflammen willst. Um das Evangelium weiterzugeben, müssen wir also erst einmal selbst davon überzeugt sein. Lies einmal 1.Korinther 15,1-5 und definiere den Begriff „Evangelium“.

Oft ist es nicht einfach, die gute Botschaft von Jesus weiterzugeben. Es kostet Überwindung und Mut in der Schule oder in der Arbeit mit anderen über den Glauben zu reden. Doch das Evangelium ist nichts, wofür wir uns schämen müssten. Im Gegenteil: es ist die beste Nachricht, die es jemals gab und geben wird. Bitte Gott diese Woche ganz bewusst darum, dass er dir hilft mit einer Person ins Gespräch über den Glauben zu kommen und dass du das Evangelium weitersagen kannst. Du darfst Gott vertrauen, dass er dir in dieser Situation helfen wird (Matthäus 10,19-20) und die Freude erfahren, die in der Verkündigung des Evangeliums liegt.

Day 4: Schild des Glaubens

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Jeder Soldat braucht Waffen, mit denen er den Feind attackieren kann. Doch zugleich braucht er auch Waffen, die ihn wiederum vor den feindlichen Angriffen schützen. Das wohl bekannteste Werkzeug zu Verteidigung ist dabei der Schild. Lies dir auch heute erneut die Verse aus Epheser 6,10-17 durch.

Bei seinen Beschreibungen zur Waffenrüstung Gottes erwähnt Paulus vor allem, mit welchen Teilen wir zum geistlichen Kampf ausgerüstet sein sollen. Bei dem Schild des Glaubens zeigt Paulus aber auch ganz deutlich die Funktion der Waffe auf. Vor was soll uns der Schild des Glaubens schützen?
Wenn etwas mit Feuer infiziert ist, dann bedeutet das, dass sich das Feuer darauf Stück für Stück immer mehr ausbreitet. Das Feuer wütet so lange auf einer Sache, bis es entweder völlig vom Feuer verzehrt wurde oder aber das Feuer gelöscht wurde. Überlege dir einmal ganz praktisch, was solche „feurigen Pfeile des Teufels“ sein könnten. Bitte Gott bewusst um Hilfe vor diesen Angriffen und glaube an seine Verheißungen, die er dir in der Bibel gibt. Schütze dich mit dem Schild des Glaubens.
Day 5: Helm des Heils
Wir leben heute in einer Zeit, in der es immer noch Kriege gibt. Allerdings wird heute nicht mehr mit Rüstungen gekämpft, wie man sie zur Zeiten der Bibel kannte. Jedoch wird man euch heute keinen vernünftigen Soldaten finden, der keinen Helm auf dem Kopf trägt. Lies zum Beginn wieder die bekannten Verse aus Epheser 6,10-17 durch.
Mit dem Helm schützte der Soldat seinen Kopf vor lebensgefährlichen Verletzungen. Was könnte eine Kopfverletzung im übertragenen Sinn bedeuten? Lies dazu einmal die Verse aus 1.Thessalonicher 5,8-11 und Philipper 3,20.
Ist das nicht toll? Als Christ dürfen wir die Gewissheit haben, dass wir nach unserem Tod bei Jesus sein dürfen. Gerade wenn wir Nöte oder Probleme haben, dürfen wir wissen, dass das nur vorübergehend sein wird und wir einmal bei Gott sein werden, wo es nur Freude gibt. Es ist also nur zu verständlich, dass wir in der Bibel auch dazu aufgefordert werden, mit dieser Erwartung auf Christus durch das Leben zu gehen. Was sollte die Folge von dieser Gewissheit sein (Philipper 4,6-7, Matthäus 6,33)?
Überlege dir, was dich in deinem Leben von dieser Erwartungshaltung ablenkt und dich daran hindert, auf Jesus zu schauen. Schreibe dir mindestens fünf Verse aus der Bibel heraus, die von deiner Errettung durch Jesus sprechen und ewiges Leben verheißen. Hänge sie dort auf, wo du sie jeden Tag sehen kannst. Du wirst sehen, wie es dich verändern wird, wenn du mit der „Perspektive Ewigkeit“ durch den Tag gehst.
Day 6: Schwert des Geistes
Wie schon zuvor der Schild, ist auch das Schwert ein ganz spezieller Teil einer Rüstung. Ging es zuvor immer eher um die Verteidigung, so dient das Schwert vor allem auch zum Angriff. Lies dir wieder die Verse aus Epheser 6,10-17 durch. Kannst du sie vielleicht schon auswendig?
Anders als bei den anderen Begriffen, brauchen wir hier keine lange Untersuchung, um die Bedeutung des Schwertes herauszufinden. Was wird als das „Schwert“ bezeichnet? Lies dazu die bekannte Bibelstelle aus Hebräer 4,12.
Wie denkst du, würde unser Leben ausschauen, wenn es die Bibel nicht gäbe? Reflektiere nun ein wenig deinen aktuellen Lebensstil. Lebst du anders, jetzt, wo du die Bibel hast? Gott hat uns sein Wort gegeben, damit er zu uns spricht und wir ihn besser kennen lernen. Alles was wir tun müssen, ist darin zu lesen. In den letzten Tagen ging es immer wieder genau darum. Lies dir noch einmal alle praktischen Anwendungen durch und versuche sie dort umzusetzen, wo du es noch nicht gemacht hast. Du wirst sehen, es lohnt sich!
Day 7: Gebet
Wenn du aufmerksam gelesen hast, wirst du bereits gestern festgestellt haben, dass wir nun alle Teile der Waffenrüstung betrachtet haben. Dennoch haben wir uns einen sehr wichtigen Teil noch nicht angeschaut. Lies ein letztes mal Epheser 6,10-17 (oder sage es auswendig auf) und lies zusätzlich auch noch Vers 18.
Ganz zum Schluss erwähnt Paulus hier noch einmal etwas ganz entscheidendes – das Gebet! Hierzu wollen wir die Bibel selbst sprechen lassen. Schau dir die verschiedenen Bibelstellen an und staune über die Wirksamkeit des Gebets. Lies Philipper 4,6-7, 1.Johannes 5,14, Markus 11,24, Psalm 145,18, Matthäus 18,20 und Hebräer 4,16.
Danke Gott für das Privileg, dass wir jederzeit und mit allem zu ihm kommen dürfen. Nutze die Waffe des Gebets, sie wird dein Leben und das Leben anderer verändern. Nimm dir für diese Woche vor, täglich 15 min zu beten. Wenn das Gebet bereits fester Bestandteil deines Alltags ist, dann nimm dir vor, für diese Woche 15 min zusätzlich zu beten. Wenn du merkst, wie gut das dir tut, dann packe in der darauffolgenden Woche erneut 5 min dazu.
PS: Wenn du noch mehr tolle Verse über das Gebet lesen möchtest, findest du hier eine große Auswahl: https://dailyverses.net/de/gebet

 

 

 

Mit Gott reden – Dialog oder Monolog?

Gott??? Ich kann dich nicht hören, du sprichst so leise! Oft kommt es uns so vor, als ob Gott uns etwas zu flüstert und wir ganz genau hinhören müssen, um es zu verstehen. Wir sind uns unsicher, alles richtig verstanden zu haben und würden uns wünschen, wenn Gott deutlich zu uns sprechen würde. Aber ist es wirklich Gott, der hier zu leise spricht?

Lange Zeit bevor es Kühlschränke gab, lagerten die Menschen ihre Nahrung in Eishäusern, um sie so lange wie möglich aufbewahren zu können. Wenn im Winter Flüsse und Seen zugefroren waren, schnitt man große Eisblöcke heraus, brachte sie in die Eishäuser und überdeckte sie mit Sägemehl. Da die Häuser keine Fenster, dicke Mauern und eine gut verschlossene Tür hatten, reichte das Eis oft bis zum Sommer, um die Nahrung haltbar zu lagern.
Eines Tages kam es in einem dieser Eishäuser zu einem kleinen Missgeschick. Während der Arbeit verlor ein Mann seine wertvolle Uhr. Trotz langer und gründlicher Suche konnte der Mann die wertvolle Uhr nicht finden. Schnell schlossen sich auch andere Arbeiter bei der Suche an. Gemeinsam suchten sie überall, rechten das Sägemehl, doch blieben ebenfalls erfolglos.
Neugierig verfolgte ein kleiner Junge das Ereignis. Schließlich ging er auf die Männer zu und fragte, ob er es nicht auch einmal versuchen dürfte, die Uhr zu finden. Während einige der Männer mit grimmiger Miene und bösen Blicken reagierten, gab es andere, die den kleinen Jungen nur mitleidig belächelten und sich über ihn lustig machten. Da keine Einwände kamen, ging der kleine Junge entschlossen durch die Tür. Wenige Minuten später öffnete sich die Tür wieder und der Junge kam zurück – in seiner Hand die Uhr.
Alle waren außer sich. Überrascht fragten sie ihn, wie er das gemacht habe. „Nun“, antwortete der Junge. „Ich schloss die Türe zu, blieb ganz still, legte meinen Kopf auf den Boden und wartete. Schon nach wenigen Sekunden hörte ich das Ticken der Uhr. Danach war es ein Leichtes, die Uhr zu finden.“

Der kleine Junge wählte den effektivsten Weg. Er kam, wurde ruhig und hörte einfach hin und schon bald konnte er das Ticken der Uhr deutlich erkennen. Diese Geschichte lässt sich gut auf unsere Beziehung zu Gott übertragen. Es ist nicht die Frage ob Gott redet, sondern ob wir leise genug sind, um zu hören. Oft ist es auch unser Leben, das so laut „schreit“, dass wir Gottes Reden nicht wahrnehmen. Wenn wir an Dingen festhalten, die nicht gut für uns sind und unsere Beziehung zu Gott stören oder wir unser Herz auf anderes gerichtet haben, dann wird unser Blick und Gehör nicht mehr sensibel für Gottes Reden sein. Gott möchte aber gerne mit uns reden und mit uns Gemeinschaft haben.

Und wer an Jesus glaubt, kann sich voll Zuversicht an Gott wenden; denn wenn wir ihn um etwas bitten, was seinem Willen entspricht, erhört er uns. (1.Johannes 5,14)

Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen. (Psalm 145,18)

Wir dürfen uns voll Zuversicht an Gott wenden, uns sicher sein, das Gott hört und antwortet. Was für ein geniales Versprechen. Lasst uns das ganz praktisch tun und im Gebet zu Gott kommen, mit ihm reden und vor allem hören, was er uns sagen möchte (Dialog statt Monolog). Lasst uns von dem Jungen lernen und im Gebet eine Zeit haben, in der wir aufhören zu reden, schweigen und einfach einmal hinhören, was Gott uns sagen möchte. Gott wird antworten, denn er ist ein liebender Vater, der gerne mit seinen Kindern Gemeinschaft hat und mit ihnen redet.